golf time 32019
Coverstory: Masters Tournament WUNDER WOODS
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Frühjahrs-Inspektion 03.05.2016

Gerade zu Saisonbeginn kann es sein, dass es noch nicht so rund läuft: Alex Cejka beim Hyundai Tournament of Champions auf Hawaii...
... Der Deutsche wurde immerhin noch geteilter 24.
Peter Karz, Jahrgang ’68, Fully Qualified PGA Professional mit Stützpunkt im Golfpark München- Aschheim. Seit 1996 Trainer von Alex Cejka. Info: www.peter-karz.de
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Endlich kann es wieder losgehen! Die neue Saison steht vor der Tür. Die Saisonziele sind gefasst und es kann uns nichts mehr aufhalten – außer vielleicht noch schlechtes Wetter.
 
Vielleicht haben Sie es schon selber mal erlebt oder zumindest davon gehört, dass die erste Golfrunde in der neuen Saison meistens richtig gut läuft, die folgenden aber, zur eigenen großen Enttäuschung, dann wieder schlechter werden. Dieses Phänomen kann man damit erklären, dass bei der ersten Runde unser eigener Anspruch nach einer etwas längeren Pause niedriger ist. Wir starten die Saison und erwarten eigentlich nicht viel, denn wir sind ja total aus der Übung.

Bei der nächsten Runde steigen jedoch unsere Ansprüche schon und wir wissen genau, was wir besser machen möchten als beim ersten Mal. Nun haben wir hoffentlich viele Bälle dabei, denn wir werden sie brauchen. Das liegt einerseits daran, dass wir bei unseren ersten Runden nicht bewusst in die Bewegung eingreifen. Wir lassen es unseren Autopiloten machen. Dadurch wird unser Schwung nicht durch Gedanken gestört. Dieser Zustand ist eigentlich optimal und ermöglicht einen fließenden Bewegungsablauf.

Beispiel: Unterschrift

Glauben Sie nicht? Sie können es gerne mal mit Ihrer Unterschrift testen: Versuchen Sie, zehn Mal zu unterschreiben, und nach fünf Mal überlegen Sie, wie Sie eigentlich unterschreiben. Ich wette, die letzten fünf Unterschriften werden sich etwas ändern. Genau das passiert beim Schwung, wenn wir versuchen, während des Schwungs an wichtige Schwungpositionen zu denken und hoffen, dass der Körper dann rund und geschmeidig schwingt. Leider sind gerade diese Bemühungen eher kontraproduktiv.

Der zweite und vielleicht noch entscheidendere Aspekt ist, dass unsere Schwungfehler über den Winter, dadurch dass wir weniger Training hatten, auch etwas kleiner geworden sind (überraschend, aber wahr!). Wenn wir im Frühjahr wieder starten und zum Beispiel unsere Hüfte sich besser dreht als noch im Herbst, trainieren wir mit jeder Trainingseinheit und jeder Runde wieder mehr und mehr die falsche Bewegung ein. Das Resultat ist oft, dass unsere Golfrunden eher schlechter werden.

Mit den richtigen Tipps in eine erfolgreiche Saison


Was ich Ihnen damit sagen möchte, ist, dass jetzt der beste Zeitpunkt ist, um Fehler in Ihrem Schwung auszumerzen. Gerade am Anfang der Saison, bevor die Bewegung wieder gefestigt ist, kann man sie am besten korrigieren. Das ist genau wie beim Schnupfen: Je eher Sie etwas gegen ihn unternehmen, desto eher sind Sie ihn auch wieder los!

Mein Tipp, bevor Sie stundenlang Bälle schlagen und über den Platz laufen, ohne wirklich zu wissen, auf was Sie achten sollten: Erst einmal einige Stunden bei Ihrem Club-Pro nehmen und von Anfang an mit dem richtigen Training beginnen. So wird es sicher eine gute Saison für Sie!

Ich wünsche Ihnen einen guten Start in die Saison!

Ihr Peter Karz


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