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Coverstory: Caroline Masson POWER GIRL
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Für ein stärkeres Europa 17.10.2019

UNFASSBAR Caroline Masson, Celine Boutier und Azahara Munoz beim Solheim Cup in Gleneagles
UNFASSBAR Caroline Masson, Celine Boutier und Azahara Munoz beim Solheim Cup in Gleneagles
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Die Ladies European Tour spricht mit der LPGA Tour über eine echte Partnerschaft und erhofft sich eine Stärkung der eigenen Tour.



Wer wirklich erfolgreich sein möchte und sich mit den besten Spielern der Welt messen möchte, für den führt kein Weg an den USA vorbei. Das gilt in großen Teilen zwar auch für die Männer. Besonders eklatant wird der Unterschied zwischen den Profitouren in den USA und Europa aber bei den Damen.

Vergleicht man die Gewinnsummen der besten Spielerinnen Europas und der USA, wird das Ausmaß des Unterschieds deutlich: Carolita Ciganda, die Führende der Geldrangliste auf der Ladies European verdiente in diesem Jahr nur über die Preisgelder knapp 250.000 Euro - Esther Henseleit kommt als beste Deutsche auf etwas mehr als 160.000 Euro (Rang 6). Die Führende auf der LPGA Tour, Jin Young Ko, gewann mehr als das Zehnfache.

Selbst die auf Position 50 der amerikanischen Damentour geführte Anna Nordqvist verdiente knapp 100.000 Dollar mehr als die Nummer 1 Europas. Und während man als Nummer 100 der LPGA Tour mit weit über 100.000 Dollar durchaus über die Runden kommen kann, sind mit den knapp 9.000 Euro als 100. der Ladies European Tour nicht viel anzufangen. Zumal die Sponsoren-Gelder bei den Damen geradezu lächerlich gering sind im Gegensatz zu denen der Männer.

Während die Ladies European Tour bei ihren gerade einmal 20 Turnieren im Jahr ein Gesamtpreisgeld von etwa 15 Mio. Dollar an ihre Spielerinnen ausschütten kann, winkt die LPGA Tour nicht nur mit einem deutlich volleren Turnierkalender (32 Turniere) sondern auch mit knapp fünf Mal so viel Preisgeld (rund 70 Mio. Dollar); ohne die beiden Majors Evian Championship und Women's British Open wird der Unterschied noch eklatanter.

Echte Partnerschaft zwischen LET und LPGA
Doch der Solheim Cup in Gleneagles könnte das Ungleichgewicht verschieben. LET-Cheffin Marta Figueras-Dotti schrieb in einem Brief an die Spielerinnen der Ladies European Tour, dass es seit dem Großevent in Gleneagles Gespräche mit der LPGA Tour über eine echte Partnerschaft gäbe. "Wir wollen gemeinsam einen stärken Turnierkalender auf die Beine stellen, eine höhere finanzielle Sicherheit ermöglichen und die Ladies European Tour zu einem Ort machen, der den Mitgliedern deutlich mehr Möglichkeiten bietet, ihren Unterhalt zu verdienen und ihre professionelle Karriere voran zu bringen."

Details zu den Plänen sind nicht bekannt, sollen aber Ende November den Spielern der Ladies European Tour bei ihrer jährlichen Mitgliederversammlung präsentiert werden. Es gehe in erster Linie um mehr Spielmöglichkeiten für die Spielerinnen der LET. Seien es nun garantierte Startplätze bei Turnieren der LPGA Tour oder mehr Turniere in Europa, eine echte Partnerschaft zwischen den beiden weltweiten Damentouren könnte sich vor allem für die Europäerinnen lohnen.


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