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"Kein schlechter Schlag dabei" 06.04.2018

Sergio Garcia
Pechvogel: Sergio Garcia
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Augusta, Georgia – Sergio Garcia äußert sich zu seiner traurigen Auftaktrunde, Tony Finau spricht über ein Wunder und Jason Day hat Geduld mit einem Patron, der sein Bier noch nicht ausgetrunken hatte. Die Geschichten vom Masters-Donnerstag.



Fünf Schläge benötigte Jason Day auf der Eins. Ein Bogey. Der Verlauf? Maximal kurios. Der Australier verzog seinen Abschlag nach links in die Bäume, socketiert seinen zweiten Schlag rechts über das Fairway. Dann Gejohle bei den Zuschauern. Als Day dort ankommt findet er seinen Ball im Bierbecher eines Zuschauers, der diesen stolz hochhält. Day zu dem Patron: "Trink zuerst aus ...", was dieser sich nicht zweimal sagen lässt. Day erhält einen Freedrop und beendet das Loch mit dem wohl unterhaltsamsten Bogey des Tages.

Wie sich die Grüns in Augusta so spielen? Dieser Putt zeigt es ganz gut: Knapp zehn Meter hatte Louis Oosthuizen auf der 16 noch zum Loch. Er touchierte den Ball beim Putt, sodass er auf einem gewöhnlichen Grün wohl keine 50 Zentimeter gerollt wäre, und lochte.



Das hast du Worte: Tony Finau, der sich am Mittwoch nach seinem Ass beim Par-3-Contest im Zuge seines Jubelsturms den linken Knöchel verletzt hatte, brachte eine 68 (-4) ins Clubhaus. Sein Kommentar: "Ja, es war ziemlich verrückt. Ein Wunder, jetzt in dieser Position zu sein. Heute morgen konnte ich kaum Druck ausüben. Ich konnte kaum laufen."



"Nimm Dir das nicht zu Herzen, Du hast mich die vergangenen 50 Jahre immer kurz gelassen."

Gary Player zu Jack Nicklaus

Das Weiten-Duell der Golflegenden beim Ehrenabschlag ging in diesem Jahr an Gary Player (82), der seinen Abschlag ein paar Meter weiter als Kollege Jack Nicklaus (78) beförderte. Der Südafrikaner zu Nicklaus: „Nimm Dir das nicht zu Herzen, Du hast mich die vergangenen 50 Jahre immer kurz gelassen.“

Eine 2 auf der 18? Kein allzu übles Ende einer Runde beim Masters. Vor allem, wenn man als Amateur das erste Mal dabei ist. So wie Doug Ghim, der sich als Zweitplatzierter des U.S. Amateurs für Augusta qualifiziert hatte. Es war nicht das einzige Eagle seiner soliden Par-Runde: Zuvor lochte er bereits auf der berühmten 13 zum doppelten Schlaggewinn. Bis dato ist Ghim der beste Amateur im Feld.



„Ich werde hier immer mit Dämonen kämpfen müssen, aber immer auch eine gehörige Portion Selbstbewusstsein haben,“ erklärte Jordan Spieth, der bestens bekannt ist mit euphorischen sowie frustrierenden Momenten in Augusta. Seine 66 war am Donnerstag der High Score. Übrigens: 9 von 17 Turniertage im Augusta National endeten für Spieth an der Spitze des Leaderboards. So oft stand übrigens auch Tiger Woods ganz oben auf dem Tableau. Während seiner gesamten Karriere.

"Dieses ganze Comeback ist einfach nur sensationell."

Tiger Woods

Kennen Sie das Gefühl vom Heimatclub? Sie kommen auf die Range, Standing Ovations. Auf dem ersten Abschlag kommen dann alle aus dem Clubhaus und Terrasse, um zuzusehen. Nein? Wir auch nicht. Aber Tiger Woods, der nach seiner 73 (+1) schwärmte: „Dieses ganze Comeback ist einfach nur sensationell.“

"Der Rest ist sowieso Geschichte"

Sergio Garcia

Standing Ovations bekam auch Sergio Garcia, nachdem sein x-ter Annäherungsversuch auf der 15 endlich auf dem Grün liegen blieb. Eine 13 auf der 15. Octuple-Bogey. Fünf Bälle im Wasser. Eine Slapstick-Einlage von Sergio Garcia. Der Spanier wollte einfach nicht akzeptieren, dass das volle Wedge zu viel Rückwärtsdrall für diese Fahnenposition produzierte. Was der Caddie während der Tin-Cup-Show so im Kopf hatte? Man weiß es nicht. Spätestens nach dem zweiten Wasserball hätte er seinem Schützling einen anderen Schläger in die Hand drücken müssen.

Sergio Garcia teilte mit seiner 13 nicht nur den höchsten Score auf einem Loch beim Masters. Er stellte mit der 81 (+9) zudem einen neuen Rekord für den schwächsten Auftakt eines Titelverteidigers auf. Mike Weir hielt diesen Rekord bis dato mit einer 79 (2004).

Garcias Kommentar zur Runde:

"Offensichtlich habe ich 81 geschossen, was nicht gut ist. Ich habe hart gekämpft, hatte eine gute Möglichkeit auf der 13, wieder auf Par zu kommen und die Runde nach einem mäßigen Start zu retten. Und dann das Bogey auf der 14 und der Rest ist sowieso Geschichte."

"Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Es ist eines dieser Dinge. Es ist das erste Mal in meiner Karriere, dass ich eine 13 mache ohne einen schlechten Schlag. So einfach ist das. Ich fühlte mich, als hätte ich viele gute Schläge gemacht und leider wollte der Ball einfach nicht stoppen. Es ist einfach unglücklich, aber so ist das eben."


Garcias Leistung auf der 15 im Überblick (Quelle: masters.com)


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