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Coverstory: Caroline Masson POWER GIRL
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Spielen Sie den richtigen Loft? 14.10.2019

Loft Up! Durch die moderne Bauweise von Drivern sind Lofts von zehn bis elf Grad keine Seltenheit mehr
Loft Up! Durch die moderne Bauweise von Drivern sind Lofts von zehn bis elf Grad keine Seltenheit mehr
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Zum Driver gibt es eine weitverbreitete Meinung: “Je niedriger der Loft, desto weiter fliegt der Ball.” Meist ist aber das Gegenteil der Fall.



Wann haben Sie sich das letzte Mal einen neuen Driver gekauft? Wenn das fünf Jahre – oder sogar länger – her ist, sind Sie damit nicht allein. Laut einer Analyse von Titleist kauft sich der durchschnittliche Golfer alle 4,5 Jahre einen neuen Driver.

Viele mögen sich fragen, ob sich die Technologie in einem halben Jahrzehnt so drastisch verändern kann, dass merkliche Unterschiede in der Performance sichtbaren sind. Die einfache Antwort auf die Frage lautet: Es ist gut möglich.

Seit den 90er Jahren ist der Schwerpunkt bei Drivern immer tiefer gewandert. Dadurch reduziert sich – rein physikalisch – die Spin Rate auf dem Ball. Je höher der Schwerpunkt, desto niedriger sollte der Loft sein, um möglichst wenig Spin zu erzeugen. Und umgekehrt. Deshalb waren um die Jahrtausendwechsel Lofts von 7,5 bis 9 Grad deutlich häufiger vertreten als in der heutigen Zeit.

Durch die unterschiedlichsten Maßnahmen, wie etwa eine dünnere Krone und Schlagfläche sowie den tieferen Schwerpunkt, werden heutzutage auch mit höherem Loft geringe Spin Raten erzeugt. Nicht selten greifen Spieler auf der Tour heute zu Drivern mit 10,5 und sogar 11,5 Grad Loft. “Wir sehen immer mehr Spieler, die mehr Loft brauchen, um die ideale Kombination aus Launch Angle und Spin Rate zu erzeugen”, sagt Karen Gray, die bei Titleist für die Auswertung von Spielerdaten zuständig ist.

Abflugwinkel und Spin Rate sind zwei Faktoren, die entscheidenden Einfluss darauf haben, wie weit der Ball fliegt und danach ausrollt. “Wie der Spieler den Schläger im Treffmoment an den Ball bringt, hat den größten Einfluss darauf, welchen Loft er spielen sollte”, sagt Gray.

Fitting ist das A und O
Deshalb ist es unerlässlich, vor dem nächsten Driver-Kauf ein professionelles Fitting zu durchlaufen. “Man braucht jemanden, der sich auskennt. Jemanden, dem man sagen kann, was man will und jemanden, der einen Blick auf die Daten [eines Launch Monitors] werfen kann”, stellt Justin Thomas die Bedeutung eines Fitting heraus.

Und das gilt nicht nur für die besten Spieler der Welt. Ein Fitting hilft jedem Spieler. Unabhängig von Alter, Geschlecht und Spielstärke. Wenn Sie nicht mit gefitteten Schlägern spielen, können Sie nicht ihr bestes Golf spielen. So einfach ist das.


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