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Coverstory: Profi-Tipps DIE HANDICAP TASKFORCE
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Zwei effektive Chip-Übungen 21.04.2013

Die richtige Bewegung: Kommt aus Ihren Schultern
Die Ansprechposition: Entscheidend für den Erfolg
übung I: Das eingegipste linke Handgelenk
übung I: Das eingegipste linke Handgelenk
Übung II: Der verlängerte Schläger
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Gelungene "Chip and Run"-Schläge, die den Ball willentlich auf optimale Puttdistanz zum Loch bringen, sind eine wichtige Voraussetzung für einen guten Score – und lösen Hochgefühle aus. Wie das geht? Hier eine simple Trainingssequenz zum Üben. 

Die Ansprechposition 

Sie ist von entscheidender Bedeutung und Grundlage für den Erfolg. Wenn Sie für diese Schläge einen Schläger mit starkem Loft (SW, PW, Eisen 9 oder 8) wählen, sollten Sie den Ball auf Höhe Ihres rechten Zehs positionieren (als Rechtshänder, spiegelbildlich für Linkshänder). Bevorzugen Sie ein Eisen 7 oder 6, muss der Ball mittig zwischen den Füßen liegen. Wichtig ist, dass der linke Arm und der Schläger eine Linie von Ihrer linken Schulter bis zum Schlägerkopf bilden – schauen Sie beim Training auf der Driving Range in einen Spiegel, um Ihre Position zu kontrollieren. Greifen Sie den Schläger kürzer und stellen Sie sich nah an den Ball, sodass Sie sich mehr mit dem Ball, dem Schlag und Ihrem Ziel verbunden fühlen. Dies ist ein Gefühlsschlag – also kommen Sie näher!

Die richtige Einstellung

Stellen Sie sich vor, Sie haben einen langen Besen in der Hand, mit dem Sie ein kleines Stückchen Gras unter dem Ball mit Ihrem linken Arm wegfegen. Der Ball liegt einfach nur im Weg – ignorieren Sie ihn! Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit z. B. auf ein Stück Gras hinter dem Ball (oder vor dem Ball, wenn Sie dazu tendieren, hinter ihn zu schlagen). 

Die richtige Bewegung 

Die Bewegung für diesen Schlag kommt aus Ihren Schultern, die Arme folgen den Schultern und die Hände/Handgelenke sind völlig ruhig (nicht verkrampft, nur stabil) – ähnlich der Putting-Bewegung, nur dass auch Ihre Hüften aktiv sind. Fühlen Sie, wie Ihre Schultern der Motor für die Bewegung in Ihren Armen und Hüften sind. Sie können dieses Gefühl sofort üben, ohne Schläger. Um beständig gute Chips zu spielen, ist es wichtig, dass Ihre Hände während des Schlags ruhig sind. Versuchen Sie nicht, sich selbst zu sagen, den Ball mit dem Schlägerkopf schlagen zu wollen – diese Anweisung kann Ihr Cerebellum und Ihr Körper nicht interpretieren, sie führt zu misslungenen Schlägen. 

Was Sie für einen gelungenen Schlag brauchen sind Bilder oder Gefühle – dazu KAGAMI-Übungen wie die beiden folgenden. 

1. Das eingegipste linke Handgelenk

Klemmen Sie sich einen Stift unter die Uhr an Ihrem linken Handgelenk. Es soll sich anfühlen, als ob es eingegipst wäre. Will Ihre rechte Hand während des Schwungs die Führung übernehmen, gräbt sich der Stift in Ihr linkes Handgelenk, sodass es "bricht" – ein guter Rückmeldemechanismus. 

2. Der verlängerte Schläger

Nehmen Sie einen zweiten Schläger und verwenden Sie ihn als Verlängerung des ersten. Der Schaft des zweiten Schlägers sollte sich zur linken Körperseite hinauf verlängern. Dies gibt Ihnen ein sehr stabiles Gefühl der gesamten linken Seite. Sie werden merken, dass es sehr schwierig ist, die rechte Hand während des Schwungs zu nutzen – das ist gut! Wenn Sie das gewünschte Gefühl verankert haben, legen Sie den zweiten Schläger weg und achten Sie darauf, ob Sie genauso schwingen wie zuvor, zuerst ohne, dann mit Ball.

Los geht’s!

Wenn Sie gute Ergebnisse erzielen möchten, dann investieren Sie Zeit in diese Übungen. So entwickeln Sie Vertrauen und die richtigen Verbindungen (Synapsen) in Ihrem Gehirn. Denen folgt Ihr Körper automatisch – ohne zu denken. Wenn Sie eine Sprache verwenden, die Ihr Unterbewusstsein versteht, werden Sie schneller gute Ergebnisse erzielen als durch Anweisungen. 

Sabana Crowcroft, PGA Professional, Ex-European Tourspielerin, Management Trainerin, Gründerin von KAGAMI Golf & Leadership Academies.


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