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Hausmann gewinnt 08.08.2016

Sophie Hausmann gewinnt ersten großen Titel (Foto: DGV/stebl)
Die Medaillengewinnerinnen der IAM (v.l.): Maike Schlender, Sophie Hausmann und Marie Lunackova (Foto: DGV/stebl)
Sophie Hausmann vom GC Hubbelrath (Foto: DGV/stebl)
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Sophie Hausmann vom GC Hubbelrath siegt bei der 76. Internationalen Amateurmeisterschaft (IAM) der Damen im GC Mülheim an der Ruhr.

Die Spielerin des Golf Team Germany (GTG) setzt sich mit einem Schlag Vorsprung (286) gegen die Tschechin Marie Lunackova durch. Bronze geht nach Kartenstechen an Maike Schlender, mit 288 Zählern schlaggleich vor Esther Henseleit (beide Hamburger GC).
 
Dabei geht diese IAM in die Geschichte ein, da erstmals am Finaltag zwei Runden gespielt wurden. Sophie Hausmann war mit zwei Schlägen Vorsprung in den Tag gestartet, gab ihre Führung aber schon auf Bahn 4 der ersten von zwei Runden ab, nachdem die dänische Konkurrentin Marie Lund ihr zweites Birdie notiert hatte, gleichzeitig Hausmann ein Bogey kassierte. Auf Bahn 7 rutschte ein zweites Bogey auf die Karte der Deutschen. Doch von Bahn 8 bis Bahn 14 verbesserte sich die Hubbelratherin mit drei Birdies wieder auf „eins unter“ für die Runde, während Lund zwei Bogeys spielte.

Golf auf hohem Niveau

Am Ende der ersten Runde blieb es schließlich doch bei der Konstellation: Sophie Hausmann, Esther Henseleit und Marie Lunackova gingen als führende Spielergruppe in die Finalrunde. Und Hausmann war dank ihrer 72er Even-Par-Runde mit gesamt –3 die einzige Spielerin, die vor der Finalrunde unter Par lag. Schlaggleich mit Even Par folgten Marie Lunackova, Esther Henseleit und Marie Lund. In Lauerstellung: Lilly Köster und Maike Schlender.
 
Im Kampf um die Medaillen wurde es am Nachmittag nochmal spannend und die Zuschauer erlebten Golf auf sehr hohem Niveau. Hausmann gab die Führung zwar nie ganz aus der Hand, tauchte aber im Livescoring phasenweise mit ihren Konkurrentinnen gleichauf bei -1 für das Turnier auf, nachdem die Hubbelratherin auf den Bahnen 3 und 10 Bogeys notierte, während die drei Verfolgerinnen zeitgleich unter Par lagen. Endgültig auf die Siegerstraße bog die aus Münster stammende GTG-Spielerin ein, als ihr auf dem 16. Grün ein starkes Birdie gelang und Henseleit, die auf der 15 noch gleichgezogen hatte, auf der 17 ein Bogey notieren musste.

Der nächste Schritt

„Mit dem Putten war ich heute nicht ganz zufrieden, aber natürlich bin ich nach dem Sieg happy. Nachdem in den letzten Wochen das lange Spiel schon konstant war, ist mir hier ein Stein vom Herzen gefallen, dass ich nun die Runden gut reingebracht habe“, sagte Hausmann und ergänzt: „Dieser Sieg bedeutet mir ganz viel. Er zeigt mir, dass ich auf einem guten Weg bin und auch international vorne mitspielen kann. Ich danke meinen Coaches, insbesondere Alex Schleining, aber auch Christoph Herrmann als Teamcoach. Danke auch an die Mädels vom Team, die hier rausgekommen sind, um mich zu unterstützen.“
 
Bundestrainer Stephan Morales, der selbst wegen der Vorbereitung auf die Olympischen Spiele nicht in Mülheim sein konnte, war aus der Ferne beeindruckt von der Art und Weise, wie Sophie Hausmann den Titel gewonnen hat: „Wie Sophie es zu Ende gespielt hat, war stark. Ein Turnier gut zu spielen, vorne mitzuspielen, vorne in die Schlussrunde zu gehen, einen möglichen Turniersieg vor Augen zu haben und es dann erfolgreich zu Ende zu bringen, steht für eine bestimmte Reife. Sophie hat gezeigt, dass sie den nächsten Schritt gemacht hat und darüber freue ich mich sehr.“


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