"Ich bin ein Beißer" 27.04.2018

Stephan Jäger
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Der 28-jährige Münchener spielt dieses Jahr seine erste volle Saison auf der PGA Tour. Im GT-Interview erzählt er vom nervösesten Moment seines Lebens – und der hatte nichts mit Golf zu tun.


Man könnte ihn auch "Mister 58" nennen. Denn Stephan Jäger spielte in Runde eins der Ellie Mae Classic 2016 auf der Web.com Tour dieses phänomenale Ergebnis – als erster Profi überhaupt auf PGA Tour, Web.com Tour und PGA Tour Champions. Seit dieser Saison ist der sympathische Münchener festes Mitglied auf der PGA Tour. Für "Go ask..." hat er sich unseren Fragen gestellt. 

Dein Leben steht auf dem Spiel und es gilt, einen schwierigen Downhill-Putt mit Break aus drei Metern zu lochen. Wen wählst du für diese Aufgabe?

Meinen guten Freund J.T. Poston (amerikanischer PGA Tour-Spieler, Anm. d. Red.).

Deine Top-3-Golfer aller Zeiten?

Tiger Woods und Jack Nicklaus sind mit Abstand meine Top 2. Die Nummer drei ist schwierig... Im Moment ist Justin Thomas der beste Golfer der Welt.

Was war dein emotionalster Moment auf dem Platz?

Das war mein erster Sieg auf der Web.com Tour 2016. Da war meine Mutter gerade zu Besuch und der Sieg hat meine Karriere richtig gestartet.

Was war dein emotionalster Moment abseits des Platzes?

Der Heiratsantrag an meine Verlobte. Da war ich schon die ganze Woche über sehr, sehr nervös. Dass sie "Ja" sagt, wusste ich, da habe ich mir keine Sorgen gemacht. Aber man macht sich schon Gedanken, ob alles klappt.

Welcher Sieg bedeutet dir am meisten?

Der Sieg bei der Rust-Oleum Championship. Damit hatte ich meine PGA Tour-Karte sicher, meine Mutter war da und meine jetzige Verlobte auch. Das war sehr emotional.

Gibt es einen Schlag in deiner Karriere, auf den du besonders stolz bist?

2012 hatte ich auf der zweiten Stage der PGA Tour Qualifying School einen Dreimeter-Putt auf Bahn 16. Ich wusste, dass ich ziemlich knapp am Cut war und habe den Putt gestopft. Da werde ich mich immer dran erinnern, denn es war in dem Moment der wichtigste Putt meines Lebens.

Gibt es einen Schlag in der Karriere, den du gerne noch einmal wiederholen möchtest, wenn du könntest?

Ja, bei meiner 58 (Ellie Mae Classic 2016, Anm. d. Red.) habe ich auf einem Loch ein Eisen mehr genommen und dann ein Dreiputt-Par gespielt. Sonst wäre es eine 57 geworden – wobei ich nicht weiß, ob ich dann auf den nächsten drei Löchern auch Birdies gespielt hätte.

Was ist deine Stärke auf dem Platz?

Ich bin ein Beißer, einer der nie aufgibt. Wenn ich mal keinen guten Tag habe, denke ich mir: "Kopf runter und durch."

Was ist dein Lieblingsschläger im Bag?

Mein Driver.

Welche übernatürliche Kraft hättest du gerne?

Ich würde gerne fliegen können.

Hattest du früher Ärger in der Schule?

Ja, in Deutschland immer – von der ersten bis zur neunten Klasse.

Hund oder Katze?

Hund.

Fisch, Fleisch oder Gemüse?

Auf alle Fälle Fleisch.

Was wärst du geworden, wenn du kein Golfprofi geworden wärst?

Dann hätte ich 100-prozentig das Reisebüro meines Vaters übernommen.

Dein Tipp an die GOLF TIME-Leser?

Sie sollten vor allem das kurze Spiel trainieren.


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