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"Inneres Set-up" zum Optimum 08.06.2016

Marco Zaus
Sie brauchen Ihr „Inneres Set-up“ nicht entfalten, wenn Sie nur gerne mit dem Ball spazieren gehen
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Eine für mich entscheidende Erkenntnis: Der Lerninhalt ist wichtig, aber dennoch nur eine sekundäre Größe beim Lernen.

Die primäre Größe ist immer das, was Ihre Haltung, Einstellungen, ja sogar Ihren Charakter dauerhaft und fortwährend formt.

Diese primäre Größe möchte ich nicht dauerhaft mit einem Wort oder Begriff eingrenzen. Das innere Lernen ist grenzenlos und ein lebenslanges Selbststudium mehr als wert.

Kontrolle über den Ballflug

Lassen Sie uns hier den Begriff des "Inneren Lernens" auf den Begriff "Inneres Set-up" eingrenzen. Natürlich brauchen Sie als Spieler weiterhin Ihr Set-up am Ball, Ihr Take-away, Handgelenke und Unterarmrotation in stimmigen Prozessen, Dynamik, die sich zum Ziel hin entlädt und anerlernt – intuitive Hände am Ball für Kontrolle über den Ballflug. 

Über Ihr "Inneres Set-up" bestimmt das WIE: wie Sie etwas lernen und mit welcher Energie. Es bestimmt, in welcher Geisteshaltung, Emotion, Grundstimmung, Überzeugung, in welchem Bewusstsein Sie lernen und ob Sie irgendwann die Chance haben werden, mit reinster Intuition zu spielen.

Ihrem Trainer als Persönlichkeit begegnen

Es bestimmt auch, ob Sie Ihrem Trainer als Persönlichkeit begegnen oder in einer Haltung der Abhängigkeit jede Information unreflektiert schlucken werden – egal wie fragwürdig, mechanistisch oder zu entfernt von Ihrer aktuellen gefühlsmäßigen Auffassungsmöglichkeit diese auch sein mag.

Sie brauchen Ihr "Inneres Set-up" nicht zu entfalten, wenn Sie nur gerne mit dem Ball spazieren gehen. Hier ist es für Sie völlig ausreichend, eine Vereinfachung Ihrer Golfmechanik zu unterrichten und Sie üben diese einfachsten Ansätze. Aber vielleicht spürt jeder unter Ihnen ein Bedürfnis nach mehr. Als Coach möchte ich nichts unversucht lassen und Sie ermutigen und inspirieren, bis wir den für Sie richtigen Nerv treffen.

Erfahrung im Golfsport erleben

Meine Erfahrung zeigt jedoch, dass es viele Amateur-Golfer gibt, die Potenzialentfaltung aus anderen Lebensbereichen kennen und diese Erfahrung im Golfsport erleben wollen.

Deutschland kann eine Golfnation sein. Denn  die Tatsache, dass es einige unter uns geschafft haben, sich in der Weltspitze zu etablieren (oder sich im mutigen Prozess dorthin befinden), zeigt, dass es grundsätzlich möglich ist, über unsere kulturell einschränkenden Glaubenssätze und angstbasierten Ideen des Lernens und Reifens hinauszuwachsen. Träumen und Entwickeln lohnt sich also.

Lust an Leistung

Ich nehme den allermeisten Amateur-Golfern ihren Golf-Nihilismus nicht ab: Die wenigsten gehen tatsächlich nur mit ihrem Ball spazieren, die meisten haben insgeheim doch Lust an Leistung. Für mich ist es eine Abwehrstrategie gegen die Angst zu scheitern oder auch eine allgemeine lebensverneinende Haltung, die mit unserer wahren Natur nichts zu tun hat.

Absolute und schonungslose Ehrlichkeit wird es Ihnen sagen.

MARCO ZAUSseit 2001 Fully Qualified PGA Professional, Coach von zahlreichen Auswahlspielern


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