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Italien trägt den Ryder Cup 2022 aus 15.12.2015

Eine Woche länger als ursprünglich angepeilt hat es gedauert. Keith Pelley wollte, nach seinem Amtsantritt als CEO der European Tour, alle Bewerbungsunterlagen gründlich studieren, ehe er die weitreichende und mit Spannung erwartete Entscheidung verkündet.
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Am 14. Dezember ist es nun soweit: Die Ryder Cup Europe LLP erklärt in einer Mitteilung, dass sich die Jury für Italien als Austragungsort des Ryder Cups 2022 entschieden hat. "Ich möchte Italien gratulieren, dessen mutige und ambitionierte Bewerbung den Weg zum Ryder Cup 2022 geebnet hat", sagte Keith Pelley. Zusammen mit Ryder Cup Match Director Edward Kitson, dem European Tour Director of Property and Venue Development, David MacLaren, European Tour Chief Financial Officer Jonathan Orr sowie Europas Ryder Cup Director Richard Hills bildete er das fünfköpfige Entscheiderkomitee. Richard Hills ergänzt Pelley Gratulation mit den Worten: "Die italienische Bewerbung war durchweg stark in den Bereichen der Infrastruktur, des kommerziellen Hintergrundes sowie der Unterstützung vonseiten der Politik. Sie ist damit der verdiente Gold-Medallist in einem einzigartigen Bewerbungsverfahren, in dem es drei beeindruckende Silber-Medallisten gibt." Claus M. Kobold, Präsident des Deutschen Golf Verbands, sagt zu der Entscheidung gegen die deutsche Bewerbung mit dem Faldo Course Berlin im A-ROSA Scharmützelsee: "Wir nehmen diese Entscheidung selbstverständlich sportlich und gratulieren unseren Mitbewerbern aus Italien. Ich bin mir sicher, dass es keine Entscheidung gegen Deutschland gewesen sein kann. Unsere Bewerbung war absolut stimmig und hatte viele Stärken. Dennoch: Die Ryder Cup Europe LLP verspricht sich offensichtlich mehr von einem Ryder Cup in Rom. Für den DGV ist dieses Kapitel aber längst nicht abgeschlossen. In der Bewerbungsphase, in die ja auch der Solheim Cup fiel, haben wir in vielen Veranstaltungen und Gesprächen eine Basis gelegt, auf der sich der Golfsport in Deutschland positiv weiterentwickeln kann. Daran gilt es jetzt anzuknüpfen." Marco Kaussler, der die deutsche Bewerbung anführte, gibt offen zu: "Natürlich sind wir enttäuscht. Das deutsche Gesamtpaket war aus unserer Sicht sehr stark und konkurrenzfähig. Politik, Wirtschaft und Sport standen geschlossen hinter einem Konzept, das alle Voraussetzungen für einen großartigen Ryder Cup 2022 geschaffen hätte. Die Ryder Cup Europe LLP hat sich dennoch für Italien entschieden. Das akzeptieren wir selbstverständlich. Im Namen der deutschen Bewerbung möchte ich mich bei unserem Bewerbungsteam, den Partnern Allianz und BMW, der gesamten Golf-Familie sowie den vielen Unterstützern in der Politik und den Verbänden bedanken, die sehr engagiert für unser gemeinsames Ziel gekämpft haben. Im Sport kann es aber nur einen Sieger geben. Herzlichen Glückwunsch an Italien."


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