golf time 32019
Coverstory: Masters Tournament WUNDER WOODS
Newsletter-Abo

Bleiben Sie am Ball: Abonnieren Sie unseren, zweimal pro Woche erscheinenden, Newsletter.

War was? 17.03.2019

An diesem verdammten Sonntag... gewinnt Rory McIlroy
An diesem verdammten Sonntag... gewinnt Rory McIlroy
0

Jim Furyk hofft auf den großen Coup, doch Rory McIlroy erholt sich von anfänglichem Stolpern. Der Nordire besiegt sein Sonntags-Trauma.



Jim Furyk wartete bereits zum zweiten Mal während seiner langen Karriere und aussichtsreicher Lage im opulenten Clubhaus des TPC Sawgrass. 2014 war da ein gewisser Martin Kaymer, der Furyks Hoffnungen unter anderem mit einem fast unmöglichen Putt auf der 17 zunichte gemacht hatte. Der Amerikaner musste sich mit Rang zwei begnügen. 2019 hoffte er erneut auf die Fehler eines europäischen Ryder-Cup-Spielers. Furyk führte mit 15 unter Par, und hoffte, dass Rory McIlroy patzen würde. Doch erneut hoffte er vergeblich.

Furyk, die vergangenen zwei Jahren aufgrund seines Kapitänsamtes beim u.s.-amerikanischen Ryder-Cup-Team nicht immer nur mit seinem eigenen Golfspiel beschäftigt war, erlebte ein emotionales Ende seiner Runde. Mit feuchten Augen umarmte er nach abschließendem Birdie auf der schwierigen 18 des Stadium Course seinen Caddie Michael "Fluff" Cowan. Es bedeutete dem 48-Jährigen viel, der Golfwelt einmal mitgeteilt zu haben, dass er auf allerhöchstem Niveau noch mithalten kann.

Emotionales Ende des Turniers: Jim Furyk und Mike Cowan


Nun spottet niemand mehr

Dass Rory McIlroy in dieser Woche, in der sich die Weltelite in Ponte Vedra Beach zu einem der Höhepunkte der PGA-Tour-Spielzeit versammelte, oben mitspielen würde kam in etwa so überraschend, wie das Eingreifen des FC Bayern Münchens in den Meisterschaftskampf der Fussball-Bundesliga. Vierter auf Hawaii, Fünfter bei der Farmers Insurance Open, Vierter bei der Genesis Open, Zweiter beim WGC in Mexiko, Sechster beim Arnold Palmer Invitational. So die bisherigen Ergebnisse in diesem Jahr auf der PGA Tour.

Die Golfwelt spottete bisweilen über die Sonntagsschwäche des viermaligen Major-Siegers, der kontinuierlich hervorragende Ausgangsposition nicht in Pokale transferieren konnte. Und auch im Finale der Players Championship ging es nicht gut los. Doppel-Bogey auf der Vier, die Front Nine in eins über Par. Fehlstart. Nicht schon wieder.

Diese Woche war McIlroy dran

Doch McIlroy blieb ruhig und geduldig. "Ich habe viele Erfahrungen gemacht in letzter Zeit, wenn es darum geht, am Sonntag vorne mitzuspielen und nicht wirklich gut zu starten", erklärte er nach seinem Triumph. "Ich wusste von Anfang an, dass es wahnsinnig schwierig werden würde. Aber trotz der Schlagverluste war ich immer nah dran, als ich auf das Leaderboard geschaut habe. Das hat mir Mut gemacht und mich positiv überrascht. Ich bin sehr dankbar, dass ich diese Woche dran war."

McIlroy drückte auf den Back Nine auf das Gaspedal und notierte vier Birdies sowie ein Bogey, ehe er die nervenzehrende 17 sowie die 18 mit sicheren Pars meisterte. Bei der letztlich perfekten Annäherung in das 18. Grün landete der Ball nur wenige Meter neben der Grenze zum Wasser. Es war Rorys Tag an St. Patrick, dem Nationalfeiertag der Iren.

Und irgendwo im Clubhaus dachte sich Jim Furyk: "Diese verdammten Europäer."

Leaderboard: Players Championship

1. Rory McIlroy -16 (67, 65, 70, 70) 
2. Jim Furyk -15 (71, 64, 71, 67) 
3. Eddie Pepperell -14  (72 68 68 66)
3. Jhonattan Vegas -14 (72, 69, 67, 66)
5. Dustin Johnson -13 (69, 68, 69, 69)
5. Brandt Snedeker -13 (69, 72, 65, 69)
5 .Tommy Fleetwood -13 (65, 67, 70, 73)
----
71. Martin Kaymer +3 (71, 69, 73, 78)
MC Alex Cejka +2 (73, 73)


Artikel zu diesem Thema:
Kommentare 0 Bitte registrieren (erstmalig) Sie sich bzw. loggen Sie sich ein, um einen Kommentar zu schreiben
AUCH VON INTERESSE