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Der Power-Schlag 10.11.2015

Wenn Sie zu Beginn des Abschwungs Ihre Hüften einsetzen, nutzen Sie Ihre Kraftmuskeln für eine höhere Schlägergeschwindigkeit.
Paul Casey Beinarbeit
Je weniger Sie bedenken müssen, desto besser ist Ihr Schwung
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Das Geheimnis des richtigen Schwungs: Es liegt ganz alleine in Ihren Händen. Da sie den Schläger mit ihren Händen halten, glauben viele Golfer, dass der Oberkörper beim Schwung die meiste Kraft aufbringen sollte – das ist leider nicht richtig!

Die größten und kräftigsten Muskeln des Körpers sitzen in Oberschenkeln und Hüfte, sofern Sie kein Bodybuilder sind. Ohne diese beim Schwung richtig einzusetzen, nutzen Sie nicht Ihr volles Kraftpotenzial. Zur Überprüfung, wie viel von Ihrem Kraftpotenzial Sie gerade nutzen, machen Sie folgenden einfachen Test auf der Driving Range: Stellen Sie sich vor, dass Ihr Körper in der Taille in Ober- und Unterkörper aufgeteilt ist. Machen Sie mit geschlossenen Augen einige Schwünge und stellen Sie sich folgende Frage: Wie viel Prozent Kraft setzt mein Oberkörper im Vergleich zum Unterkörper beim Abschwung ein? (z.B. 70:30, 50:50 etc.) 

Ein weiterer wichtiger Schlüssel ist, wie Sie den Abschwung beginnen. Wenn Sie ihn mit Armen und Schultern beginnen, ist es sehr wahrscheinlich, dass Sie auf der Schwungebene von außen nach innen kommen und so an Entfernung verlieren. Die Kraftmuskeln (Hüften und Beine) werden hier beim Schwung nicht eingesetzt. Wenn Sie zu Beginn des Abschwungs Hüften und Beine einsetzen, nutzen Sie Ihre Kraftmuskeln für mehr Schlägerkopfgeschwindigkeit, die Arme fallen automatisch nach unten und nach innen, gute Voraussetzungen für einen Draw oder geraden Schlag, der weiter fliegt. 

Diese Übungen basieren darauf, die Sinne zu aktivieren – Visualisierungen, Körpergefühle oder Geräusche während des Schwungs. Der Körper folgt den Übungen genau und erlaubt so mühelos Schwungänderungen ohne Anweisungen während des Schwungs. 

Der Rammbock: Diese Visualisierung wird Sie dabei unterstützen, den Abschwung mit einer kraftvollen Bewegung, bei der Sie Hüften und Beine benutzen, zu BEGINNEN. So erreichen Sie eine höhere Schlägerkopfgeschwindigkeit und reduzieren das Risiko für einen Slice oder Fade. Stellen Sie sich vor, dass hinter Ihrem rechten Oberschenkel (dem linken bei Linkshändern) eine kraftvolle Maschine mit einer flachen gepolsterten Vorderseite sitzt. Dieser Rammbock wird in Aktion treten, sobald Sie Ihren Rückschwung ausgeführt haben. Von einer Position auf 5 Uhr drückt er Ihren rechten Oberschenkel und die Hüfte nach vorne und dem Ziel entgegen. Ihre Arme und Hände bleiben hinten und REAGIEREN lediglich auf die Drehung, anstatt aktiv den Ball zu schlagen. Um diese neue Bewegung zu unterstützen, üben Sie diese erst in Zeitlupe, dann mit einer kleinen Pause am Ende des Rückschwungs. Nutzen Sie die Visualisierung und das darauffolgende Gefühl, um diese Schwungänderungen herbeizuführen. 

Hosentaschen-Ziehen: Für diese Übung brauchen Sie ein drei Meter langes Seil und einen Freund, der Ihnen hilft. Oder Sie stellen sich die Bewegungshilfe einfach nur vor. Befestigen Sie das Seil an Ihrer RECHTEN Gürtelschlaufe über der Tasche (bei Linkshändern an der linken bitte). Ihr Helfer steht vor Ihnen links vom Ziel und hält das andere Ende vom Seil (weit genug entfernt, um nicht mit dem Schläger getroffen zu werden). Halten Sie nach dem Rückschwung an, sodass Ihr Freund mit dem Seil an Ihrer rechten Hüfte ziehen kann. Das Ziehen startet den Abschwung – Sie tun nichts. Fühlen Sie, wie es ist, zu Beginn des Abschwungs die großen Muskeln einzusetzen – das ist sehr kraftvoll! Ihre Arme und Hände REAGIEREN eher auf die Bewegung, als selbst aktiv zu sein. Üben Sie diese Bewegung zuerst in Zeitlupe so oft Sie können – nur den Beginn des Abschwungs. Stellen Sie sicher, dass Sie mit Ihrem Kopf oder Oberkörper nicht nach vorne gehen, nur die Hüften und Beine beginnen den Abschwung.


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