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Kieffer mit Biss 21.04.2013

Maximilian Kieffer
Erfolg im Visier: Unaufgeregt und pragmatisch fährt Kieffer regelmäßig gute Platzierungen ein
Powermove: Beim „Desert Swing“ machte Kieffer vor allem in Dubai eine ganz gute Figur
„Bend it like Kieffer“: Enorme Längen und präzises Spiel sind Max‘ Stärken auf dem Platz
Kurzspielass: Top-Werte aus dem Bunker und beim Chippen
Interview: Oskar Brunnthaler & Max Kieffer
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Der beste deutsche European Tour-Debütant aller Zeiten nutzt jede Gelegenheit, um sich zu behaupten. Warum Sie neben Martin und Marcel nun auch Max die Daumen drücken müssen ... Er sitzt da und ist einfach fertig: Maximilian „Max“ Kieffer, 22 Jahre alt aus Bergisch-Gladbach. Seit drei Monaten spielt er auf der European Tour und war zuletzt fast zwei Monate am Stück unterwegs. In Abu Dhabi, Dubai und Katar und zuletzt wieder in Südafrika. Bei der Tshwane Open holte er einen beachtlichen geteilten 27. Rang heraus (13.012 Euro Preisgeld) und spielte am Finaltag eine 67er-Runde. Danach hieß es Kofferpacken und Einchecken, die Probleme mit dem Übergewicht seines Golfbags überließ er seinem Vater, der ihn die letzten zwei Wochen begleitet hatte. Nach zwölf Stunden Flug standen diverse Sponsoren-Termine in München auf dem Programm, anschließend auch noch das Cover-Shooting im GOLF TIME-Studio. Kieffers 36-Stunden-Tag wollte einfach nicht zu Ende gehen, denn nach dem Foto-Termin erwarteten ihn noch sechs Stunden auf der Autobahn (als Beifahrer natürlich), bevor er endlich nach sieben Wochen „auf Tour“ in der rheinischen Heimat angekommen war. „Es hat sich in den vergangenen drei Monaten gewaltig viel in meinem Leben verändert“, sagt Kieffer todmüde beim GOLF TIME-Interview, „ich habe geahnt, dass es kein Honigschlecken wird, aber dass es so hart wird, damit habe ich nicht gerechnet.“ Traumstart. Doch die Mühen haben sich für Maximilian Kieffer bislang durchaus gelohnt. Der Rheinländer schaffte bei seinen sieben Starts sechsmal den Cut und verdiente auf der European Tour über 94.000 Euro (Stand 12.3.2013). Wie gut Maximilians Auftakt wirklich ist, zeigt der „historische“ Vergleich: Martin Kaymers Sieben-Turnier-Bilanz fiel 2007 geradezu verheerend aus, er verpasste sechs von sieben Cuts und musste bis zum März warten, bis er die ersten Euros bei einem geteilten 20. Platz in Singapur verdienen konnte. Marcel Siem hatte in seiner Rookie-Saison 2002 nach sieben Starts etwas mehr als 35.000 Euro, aber auch fünf verpasste Cuts vorzuweisen. Selbst Bernhard Langer verpasste als Neuling 1976 sechs von sieben Cuts, somit gelang Maximilian Kieffer der beste deutsche Start aller Zeiten ins Oberhaus des europäischen Golfsports. Schon bei seinem ersten Einsatz bei der Nelson Mandela Championship Anfang Dezember 2012 machte er mit einem vierten Platz auf sich aufmerksam (das Turnier wurde wegen extremer Wetterbedingungen auf zwei Turniertage verkürzt), wobei ihm nur ein Schlag fehlte, um am Stechen um den Sieg teilzunehmen. Bei der Dubai Desert Classic im Februar lag er nach drei Turnierrunden auf dem geteilten siebten Platz, bevor starker Wind ihn auf den geteilten 17. Rang wehte. Schon vier Tage später war Max jedoch wieder in Top-Form, denn nach der ersten Runde bei der Joburg Open in Südafrika lag er mit 63 Schlägen auf Rang 1. Zwar wurde es am Ende „nur“ eine Platzierung auf dem geteilten 29. Rang, doch auch bei diesem Turnier gab es schließlich nicht nur Erfahrungspunkte, sondern auch reichlich harte Währung. Kieffers Performance auf den knackschweren Plätzen der European Tour beweist, dass der ehemalige Top-Amateur und DGV-Nationalspieler die Tour-Platzreife ohne Wenn und Aber geschafft hat: Nach seinen ersten 24 European Tour-Turnierrunden liegt er 44 Schläge unter Par, 13 Runden spielte er teilweise deutlich unter 70 Schlägen. Was ist also das Geheimnis der Erfolge dieses Maximilian Kieffer? Sind es die Initialen „M.K.“ und die Herkunft „Rheinland“? „Haha, nein, das wird wohl eher Zufall sein“, lacht Max über die Anspielung auf Martin Kaymer. „Bernhard Langer hat ja bewiesen, dass es auch mit B.L. und Anhausen geht. Doch aus dem Rheinland kommen viele sehr gute Spieler. Und wenn viele gute Spieler um einen herum arbeiten, dann hilft das in der Entwicklung einfach enorm. Mit Roland Becker und Günter Kessler arbeiten zwei absolute Top Coaches im Rheinland. Und was das Fördersystem angeht, findet man in NRW nach St. Leon Rot wohl das beste in Deutschland.“ Hier klicken für ausführlichen Bericht


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