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Knackpunkt Schulter 22.04.2019

Einfach zu testen: Die Beweglichkeit der Schulter
Einfach zu testen: Die Beweglichkeit der Schulter
Einfach zu testen: Die Beweglichkeit der Schulter
Einfach zu testen: Die Beweglichkeit der Schulter
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Wie Sie vermeiden können, dass Schulterprobleme Ihre Golfkarriere gefährden.



von Dr. Norbert Dehoust Lehrstellenleiter der deutschen Gesellschaft für Manuelle Medizin (MWE), der österr. Arbeitsgemeinschaft für Manuelle Medizin (ÖAMM) und Vertrauter von Bernhard Langer


Das Schultergelenk ist wahrscheinlich das Gelenk, auf das man sich beim Golfschwung am meisten verlassen muss. Nicht selten haben Schmerzen im Schultergelenk Karrieren beendet – bei Profis wie Amateuren. Viele Golfbegeisterte fangen in unseren Breitengraden erst im mittleren Alter mit dem Golfspielen an. Eine Zeit, in der es oft an den Beweglichkeitsvoraussetzungen für eine korrekte Ausführung der Hebebewegungen fehlt. Nicht nur im Schultergelenk, sondern im gesamten Bewegungsorgan, was zu kompensatorischen Ausweichbewegungen und Fehlbelastungen führt.

1.) Beweglichkeit
Das eigentliche Schultergelenk ist das Gelenk im menschlichen Körper, das die größte Beweglichkeit in allen Ebenen aufweist und damit prädestiniert ist für komplexe, dreidimensionale Bewegungen. Im Laufe des Lebens aber verliert die Gelenkkapsel häufig ihre phänomenale Beweglichkeit. Die muskuläre Bewegungssteuerung des Oberarmkopfes lässt dann durch muskuläre Dysbalancen zu wünschen übrig, was zu Überlastungen von Weichteilstrukturen oder muskulären Ansätzen führt, die dann bei Hebebewegungen des Golfschlägers vom Dach der Schulter in den Oberarm schmerzhaft ausstrahlen (Impingement-Symptomatik).

In anderen Fällen können Gelenke betroffen sein, die in der Abstützung des Schultergürtels eine wesentliche Rolle spielen. Zum Beispiel das Schultereckgelenk, ein Verbindungsgelenk zwischen dem Dach des Schulterblatts und dem Schlüsselbein, das bei Verletzungen oder Überlastungen dann Schmerzen produziert, die in Richtung der Halswirbelsäule ausstrahlen können.

2.) Die Beweglichkeit checken!
Im Vergleich mit der nicht schmerzhaften Gegenseite kann jeder mit mehr oder weniger angelegtem Arm die Beweglichkeit auf Innenrotation („Schürzengriff“) oder Außenrotation überprüfen. Vor dem Spiegel stellt man schnell fest, ob sich der im Ellenbogen gestreckte Arm auf beiden Seiten gleich gut seitlich anheben lässt oder ob auf der betroffenen Seite eine deutliche kompensatorische Ausweichbewegung des Schulterblatts zu sehen ist. Sind Einschränkungen der Beweglichkeit offensichtlich, dann empfiehlt es sich, einen in der Manuellen Therapie erfahrenen Therapeuten aufzusuchen, der die Beweglichkeitsvoraussetzungen der Schultergelenkskapsel wiederherstellen kann. 



3.) Training
Stellt man keinerlei Beweglichkeitseinschränkungen fest, dann sollte ein erfahrener Therapeut die muskulären Voraussetzungen für eine ordnungsgemäße zentrierte Hebebewegung des Oberarms überprüfen. Stabilisierende Trainingsprogramme helfen dabei, beispielsweise ein Fehlgleiten des Oberarmkopfes bei der Hebebewegung des Golfschlägers mit daraus resultierenden Einklemmungen von Weichteilen unter dem knöchernen Dach des Schultergelenks zu vermeiden. In manchen Fällen, bei komplexen Schultergelenksdegenerationen, hilft es schon, den Schwunggedanken eines „connected swing“ zu verfolgen, indem man während des gesamten Schwungablaufs versucht, einen Schwamm in der Achselhöhle einzuklemmen, um damit den Arm am Körper zu halten und schmerzhafte Hebebewegungen zu vermeiden. 


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