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Langers Masters-Bilanz 07.04.2014

Traumkulisse Augusta: der zweifache Masters- Sieger Bernhard Langer beim Abschlag (Loch 12, Golden Bell, Par 3, 142 m)
Bernhard Langer gewinnt 1985 das erste Mal das Masters
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Der „beste Langer aller Zeiten“ ist vor seinem Start im Augusta National überzeugt: „Ich kann ein drittes Mal gewinnen.“ Unter dem „Big Oak Tree“ im Augusta National Golf Club zwischen dem ersten Abschlag und dem Clubhaus steht ein abgekämpfter Bernhard Langer Rede und Antwort, ist sichtlich erschöpft. Nach dem Interview ist das Ansinnen, „ein paar Autogramme auf die Masters- Flagge, wäre das noch möglich?“, zugegeben etwas grenzwertig. Bernhard Langer überlegt kurz, blickt in die Runde und sagt: „Wenn ich hier fertig bin, treffen wir uns im Clubhaus, ist das okay?“ Mit Bernhard Langer, 56, Maurer-Sohn aus Anhausen und Deutschlands Ausnahmesportler schlechthin, ist alles okay. Attribute wie zielstrebig, bescheiden, ehrgeizig, verlässlich stehen für den Namen Langer wie in Stein gemeißelt. Der Top-Sportler mit Wohnsitz in Boca Raton/Florida ist auf der Champions Tour (wie die Senioren Tour firmiert) äußerst erfolgreich, gewann in den vergangenen sechs Jahren fünfmal die Geldrang-Liste, ist weit davon entfernt, zum „alten Eisen“ gezählt zu werden. Auf der Tour hat der Athlet, der ähnlich wie Gary Player täglich im Fitnesscenter anzutreffen ist, den Spitznamen „Mister Consistency“, zu Deutsch „Mister Zuverlässig“. Er zählt zu den „Big Five“, eine Gruppe von Weltklasse- Golfern, die alle innerhalb von zwölf Monaten geboren wurden, mindestens ein Major gewonnen und Europa im Ryder Cup vertreten bzw. konkurrenzfähig gemacht haben: Neben Langer sind dies Seve Ballesteros, Nick Faldo, Sandy Lyle und Ian Woosnam. Von diesen „Big Five“ wiederum ist Langer der Einzige, der auf einen einsamen Masters-Rekord verweisen kann: Seit seinem ersten Tee-off 1982 war er genau 30-mal in Augusta am Start, gewann davon zweimal das Masters (1985 und 1993), landete achtmal unter den Top Ten und verpasste nur achtmal den Cut. Was für eine Bilanz, was für ein Rekord! Und jetzt? Bei den 78. Masters, wie sieht da der Profi- Golfer seine Chancen, hat er doch von den letzten sieben Starts an der Washington Road sechsmal den Cut verpasst, nur im vergangenen Jahr wieder eine Platzierung (Rang 25) geschafft. Der vierfache Familienvater, bekannt für Understatement und zurückhaltende Aussagen: „Ein Sieg ist derzeit möglich. Wenn alles passt, dann kann ich das Masters auch ein drittes Mal gewinnen.“ Er begründet diese zweifellos überraschende Aussage damit, dass beim 78. Masters „der beste Langer aller Zeiten“ auf dem Platz stehe und wenn „vor allem das Putten gelinge, alles möglich“ sei. Schon im vergangenen Jahr erklärte Langer vor dem Masters selbstbewusst: „Ich bin nicht hier, um einfach nur mitzuspielen oder vielleicht den Cut zu schaffen, ich bin hier, um zu gewinnen.“ Langer begründet seinen Siegeswillen, sein Selbstvertrauen, auch wenn der Zahn der Zeit an seinen Knochen, Muskeln und Sehnen nagt: „Ich kenne meine Schwächen und Stärken so gut wie noch nie zuvor. Mein Schwung ist der beste aller Zeiten, ich habe ihn voll im Griff, volles Zutrauen, weiß, dass ich ihn voll beherrsche, voll unter Kontrolle habe. Und vor allem, dank meiner Routine, weiß ich genau, mit welchem Schläger ich welches Grün angreifen muss.“ © GOLF TIME Verlag GmbH


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