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Coverstory: Caroline Masson POWER GIRL
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Lebende Legende 19.11.2012

Sieger Tony Jacklin: Nach dem Schicksalsjahr 1988 feierte er den Ryder Cup Gewinn 1989 besonders ausgelassen
Open Champion 1969: Tony Jacklin
Ryder Cup 1969: Nicklaus und Jacklin
U.S. Open 1970: Tony Jacklin mit Vivien und Söhnchen Bradley nach dem Sieg
Tony Jacklin: Schwungstudie
Auswärtssieg: 1987 mit Severiano Ballesteros
Das Erfolgs-Team: Europa verteidigte mit Kapitän Tony Jacklin den Ryder Cup 1989
Tony Jacklin: Geboren am 7.7.1944 in Scunthorpe, England
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Er dominierte einst die Golfwelt, hauchte dem Ryder Cup neues Leben ein und inspirierte eine Generation junger Golfstars. Als Lee Trevino seinen Chip auf dem 17. Grün von Muirfield lochte und ein unwahrscheinliches Par rettete, schockte dies Tony Jacklin so nachhaltig, dass er seinen Putt zum Par aus weniger als zwei Metern verschob. Anstatt mit einem Schlag Vorsprung die letzte Bahn zu spielen, musste der Engländer wenig später seinem Freund Lee zum Sieg bei der Open Championship 1972 gratulieren. An diesem Tag verlor Jacklin mehr als nur ein Majorturnier, er verlor sein Selbstvertrauen auf den Grüns. Der Open Champion 1969 und Sieger der U.S. Open 1970 würde fortan nie mehr in die Nähe eines Majorsieges kommen, denn das schockierende Erlebnis hatte Spuren in Form eines Yips hinterlassen. Ausbruch. Tony Jacklin kam am 7. Juli 1944 in Scunthorpe, England, zur Welt und wuchs in der Nähe von Leeds auf. Seine Eltern stammten aus der Generation, die durch den Zweiten Weltkrieg Not und Elend aus erster Hand kennenlernen mussten. Tonys Kindheit war deshalb alles andere als ein Zuckerschlecken, seine Eltern erzogen ihn mit harter Hand und wenig Nestwärme. „Ich glaube nicht daran, dass Blut dicker ist als Wasser. Meine Mutter und ich kommen nicht miteinander aus. Sie hat lange genug versucht, über mein Leben zu bestimmen“, beschrieb Jacklin 1989 das Verhältnis zu seiner Mutter Doris. Für das Kind eines Lastwagenfahrers war der weitere Lebensweg eigentlich vorgezeichnet. Im England der fünfziger Jahre wurden hochtrabende Ambitionen meist von der brutalen Realität erstickt, in der aus Jungs keine Berühmtheiten, sondern Malocher wurden. Trotzdem übte Jacklin als Kind fleißig, wie man Autogramme schreibt, er war davon überzeugt, er würde es eines Tages brauchen. Mit neun Jahren begann er Golf zu spielen. Meist hatte er kein Geld für Bälle und schnitt sich Gummiringe aus einem alten Gartenschlauch, die er mit seinem Eisen 3 über das Dach des Elternhauses schlug. Mit 15 Jahren ging er von der Schule ab und arbeitete als Laufbursche in einer Anwaltskanzlei und in einem Stahlwerk. Tony nutzte jede freie Minute, um an seinem Golfspiel zu feilen. Ihm war klar, dass Ball und Schläger seine einzige Chance darstellten, um der Tristesse eines Lebens als Fabrikarbeiter zu entkommen. 1962 wurde er mit knapp 17 Jahren Golfprofi, zwei Jahre später hatte er seine Tourkarte in der Tasche und gewann sein erstes Golfturnier. Hier klicken für ausführlichen Bericht


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