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Coverstory: 16. Solheim Cup REVANCHE
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Lebenswerk 19.07.2012

HG Reiter mit dem Pokal für die Deutsche Meisterschaft der Senioren, die er schon fünf Mal gewann
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Warum Hans-Günther Reiter der vielleicht beste deutsche Amateurgolfer aller Zeiten ist. Der große Bobby Jones wäre stolz auf Hans-Günther „HG“ Reiter. Seit über 33 Jahren spielt der Braunschweiger im DGV-Nationalkader, davon 16 Jahre ununterbrochen in der Herren-Nationalmannschaft und gilt als Musteramateur im deutschen Golfsport. Schon als kleiner Bub war HG fasziniert von Golf, immerhin wohnte die Familie in unmittelbarer Nachbarschaft des Golfplatzes. Als Schüler verdiente er sich als Caddie etwas Taschengeld und durfte ab und an auch selbst ein paar Schläge machen. Aber erst im Alter von 23 Jahren begann seine Amateurkarriere, als er dem GK Braunschweig beitrat. Schon ein Jahr später spielte Reiter Handicap 3 und wurde sofort in die Clubmannschaft berufen. Reiter besaß damals wie heute großen Ehrgeiz, spielte unendlich viele Turniere und wurde 1979 Nationalspieler. Im nächsten Jahr gewann er in Krefeld die erste Deutsche Meisterschaft und wurde 1981 zur Internationalen Amateurmeisterschaft nach Schweden entsandt. „Ich war mit Handicap 2 so ungefähr der Schlechteste. Alle anderen waren Plus- oder Scratch-Golfer. Doch ich habe ganz vernünftig gespielt und bin Vierter geworden. Da war ich doch ein wenig von mir selbst beeindruckt.“ Nach unzähligen Titeln, darunter etliche Deutsche Meis­terschaften und drei EM-Titel mit den Mid-Amateuren, wurde er 2011 „nur“ Vize-Europameister der Senioren, was ihn aber nicht wurmt. „Titel sind für mich nicht das Wichtigste. Ich habe für mich einfach den Ehrgeiz, niemals schlecht zu spielen.“ Aktuell hadert Reiter wie eigentlich schon immer mit seinem Putten, der einzigen echten Schwäche in seinem Spiel. „Für die Profilaufbahn hätte es wegen meiner schlechten Putt-Quote nie gereicht, aber ich hatte ehrlich gesagt auch nie die Ambition, Golfprofi zu werden. Ich weiß, wie gut die Profis sind und wo meine Grenzen liegen...“


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