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Coverstory: Masters Tournament WUNDER WOODS
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Long Jim 01.12.2015

Golfstars und Kontrahenten ihrer Tage: Jim Barnes (l.) mit Walter Hagen 1920
Einer seiner größten Triumphe, gleichzeitig der letzte von vier Major-Siegen: Jim Barnes gewinnt die British Open 1925 in Prestwick
Star-Parade: Jim Barnes (untere Reihe, zweiter von rechts) im illustren Kreise ehemaliger British Open-Champions in Muirfield 1929
Barnes auf dem Weg zum British Open-Sieg, 26. Juni 1925: Hier beim Putten auf dem 17. Grün in Prestwick
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Der Engländer war mit 1,92 Metern der stattlichste Champion in der Ära von Walter Hagen und Gene Sarazen. Nebenbei gewann er vier Majors, darunter die erste PGA Championship. Jim Barnes war nicht nur von Statur her eine wahre Größe unter den Top-Golfern, Anfang bis Mitte des 20. Jahrhunderts. In einer Zeit, in der Stars wie Walter Hagen, Gene Sarazen und auch der junge Bobby Jones die dominierenden Spieler waren, wusste der schlaksige wie hagere Engländer mit den markanten Gesichtszügen sich bestens zu behaupten: Insgesamt 25 Turniersiege gingen auf sein Konto, darunter vier Majors. Sieben Monate nach Gründung der Professional Golfers’ Association (PGA) gewann der Mann aus Lelant, Cornwall, das erste von bis heute 91 ausgetragenen PGA Championships. Doch damit nicht genug: Nachdem die kommenden beiden Jahre wegen des ersten Weltkrieges keine Turniere gespielt werden konnten, schlug Barnes 1919 erneut zu – und holte sich prompt seine zweite Wannamaker Trophy in Folge. Erneut Geschichte schrieb Barnes mit seinem triumphalen Sieg bei der U. S. Open 1921 im Columbia Country Club, als er mit sage und schreibe neun Schlägen Vorsprung gewann. Dieser Rekord hielt übrigens 79 Jahre, bis schließlich Tiger Woods bei der Austragung im Jahr 2000 das Feld mit 15 Schlägen Vorsprung deklassierte. Als Belohnung für seinen U.S. Open-Sieg erhielt Barnes die Trophäe vom damaligen U.S. Präsidenten Warren G. Harding überreicht, was ihn bis dato zum einzigen Sieger des Turniers in der Geschichte macht, dem diese Trophäe von einem amerikanischen Staatsoberhaupt überreicht wurde. Weitere Major-Lorbeeren sammelte Barnes in seiner Heimat – nun nicht ganz. Um genau zu sein in Schottland: Er holte bei den British Open 1925 in Prestwick einen Rückstand von fünf Schlägen auf Macdonald Smith auf und profitierte nicht zuletzt von dessen katastrophaler 82 am Schlusstag. Summa summarum ist Jim Barnes einer von nur acht Golfern in der Geschichte, denen es gelang, die U. S. Open, das PGA Championship und die British Open zu gewinnen. Fehlt eigentlich nur noch das Masters, doch an dem hatte Barnes erstaunlicherweise nie teilgenommen. Hier klicken für ausführlichen Bericht


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