Carnasty, Dali und der Heilige Gral 20.12.2017

Shinnecock Hills
Der Klassiker der Klassiker: Shinnecock Hills war bereits 1896 Austragungsort der U.S. Open
Carnoustie
Carnoustie, Spitzname Carnasty
Bellerive
Bellerive trug zuletzt 1992 ein Major-Turnier aus
Masters Tournament
Augusta National: Der Schauplatz des Masters Tournament
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Das Major-Jahr 2018 hat einige Highlights zu bieten. Unter anderem dabei: ein Dali-Gemälde, der Heilige Gral und ein schottisches Ungeheuer.

Masters Tournament (5.-8. April)

Das Masters findet natürlich auch dieses Jahr im Augusta National Golf Club statt. Dort, wo eine Runde für Normalsterbliche in etwa so einfach zu verwirklichen ist, wie ein erfolgreicher Ausbruch aus Alcatraz damals. U.S.-Golftalker David Feherty stellte bei einer Runde einst fest: "Es ist als würde man in einer von Salvador Dali erschaffenen Landschaft spielen. Ich hatte eigentlich erwartet, dass eine Uhr aus den Bäumen auf meinen Kopf fällt." Am Platz hat sich wenig verändert. Der Club erwarb zwar ein Grundstück hinter dem Abschlag des weltbekannten 13. Lochs (Par 5, "Azalea"), ob das Loch aber wirklich verlängert wird, steht nicht fest. Durch die Turnierwoche mit Par 3 Contest, Ceremonial Tee Shot, Champions Dinner und Co. wird erstmals Fred Ridley führen. Er ist seit Oktober Nachfolger von Billy Payne als Chairman des exklusiven Clubs. 

U.S. Open  (14. – 17. Juni)

Bereits 1896 gastierte die Weltelite in Southampton, New York, um den Titel beim härtesten Test des Golfsports, wie die USGA gerne proklamiert, auszuspielen. Shinnecock Hills gilt als einer der ersten linksähnlichen Plätze der USA. Johnny Miller bezeichnet ihn als den heiligen Gral der Golfplätze. Natürlich wurde der Platz im Laufe der Jahrzehnte immer wieder überarbeitet, zuletzt von Coore und Crenshaw. Seitdem 2004 zuletzt Retief Goosen hier den Siegerpokal der U.S. Open in die Höhe strecken durfte, gibt es 17 neue Abschläge und mehr als 400 Meter zusätzliche Länge (6.800 Meter bei Par 70). Die USGA war beim Anblick der jüngsten Renovierung so begeistert, dass sie Shinnecock Hills auch die Austragung 2026 zusicherte. 

Open Championship (19. – 22. Juli)

Carnoustie hat seit der Austragung von 1999 einen neuen Spitznamen. Einige Spieler tauften den Klassiker an der schottischen Nordseeküste, unweit von St. Andrews, auf den Namen Carnasty. So schwierig präsentierte sich der Platz bei der Austragung, die Paul Lawrie nach Slapstick-Einlage von Jean van de Velde gewinnen konnte. 13 Schläge weniger hatte Padraig Harrington am Sonntag bei seinem Sieg 2007, der bisher letzten Austragung, auf dem Konto. Carnoustie gilt als einer der schwierigsten Plätze der Open-Rota, obwohl viele der European-Tour-Spieler Jahr für Jahr bei der Alfred Dunhill Links Championship dort Spielpraxis sammeln können. 

PGA Championship (9.-12. August)

Das traditionell letzte Major des Golfjahres wird 2017 zum letzten Mal letztes Golf-Major sein. Denn ab 2019 wird die Wanamaker Trophy im Mai ausgespielt. Zum 100-jährigen Jubiläum begrüßt der Bellerive Country Club in Missouri, westlich von St. Louis, die Weltelite. Dort fand bereits die U.S. Open 1965 sowie die PGA Championship 1992 statt. 2001 sollte der traditionelle Club auch die WGC-American Express Championship austragen, doch nach den verheerenden Terroranschlägen vom 11. September wurde das Turnier abgesagt. Durch den Golfplatz verläuft ein Bach, der auf neun Löchern ins Spiel kommt. Insgesamt gibt es nur acht Löcher ohne Wasserhindernisse. Der Kurs ist zudem bekannt für seine mächtigen und ondulierten Grüns.


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