golf time 42020
Coverstory: PHIL MICKELSON DER STRAHLEMANN
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"Ich war sogar ein wenig nervös..." 11.05.2020

Ins Wasser auf der Eins: Martin Kaymer (European Tour)
Ins Wasser auf der Eins: Martin Kaymer (European Tour)
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Joost Luiten gewinnt das erste Turnier des BMW Indoor Invitational. Martin Kaymer zieht gegen Bernd Wiesberger den Kürzeren.

Der Großteil der Protagonisten hat sich während des Lockdowns in vielen europäischen Ländern zu Hause fit gehalten. Martin Kaymer hat sich vor einigen Wochen einen modernen Simulator unweit seiner Wohnung bauen lassen, um im Schwung zu bleiben für die wann auch immer anstehenden Turniere der European Tour.

Seit gut zwei Monaten pausiert der Turnierbetrieb wegen der Coronavirus-Pandemie. Wann, wo und wie auf der Tour wieder abgeschlagen werden kann, steht momentan noch nicht fest. Der Wettkampf unter Turnierbedingungen ist das, was vielen Golfprofis aktuell am meisten fehlt. Deshalb hat die European Tour gemeinsam mit BMW und TrackMan reagiert.

Am Wochenende fand das erste Turnier des BMW Indoor Invitationals statt. Eine Mini-Turnierserie mit überschaubarem sportlichen Wert, aber dennoch eine Möglichkeit für die Spieler, mal wieder an einem Wettkampf teilzunehmen, ohne in ein Flugzeug oder Auto steigen zu müssen. Denn die Spieler absolvieren ihre Runden zu Hause am Simulator. Des weiteren ist die Serie eine Gelegenheit, für Unterhaltung zu sorgen und Geld für einen guten Zweck zu sammeln.

Siegerprämie wird gespendet

Denn die 10.000 Euro Preisgeld, die der Sieger jeweils erhält, kommt einer Wohltätigkeitsorganisation zu Gute, die der Spieler bestimmen darf. Joost Luiten, der das Eröffnungsevent auf dem Old Course von St. Andrews gewinnen konnte, spendete die die Hälfte der Summe an seine eigene Stiftung, die Kindern den Weg zum Golfsport ebnen soll. Die andere Hälfte geht an ein Krankenhaus in Rotterdam, um Studien zu unterstützen.

Martin Kaymer spielte die virtuelle Runde im Home of Golf gemeinsam mit Bernd Wiesberger. Kaymer verlor das direkte Duell mit 74 Schlägen gegen den Österreicher (72). Spaß hatten dennoch beide Parteien.


"Verrückt, wohin uns die Technologie gebracht hat..."

"Es hat viel Spaß gemacht. Es war schön, mit Martin zu interagieren, obwohl ich Ihnen versichern kann, dass es bei einem Turnier normalerweise nicht so sein würde", bilanzierte Wiesberger. "Martin ist ein toller Kerl, und ich habe es genossen, mit ihm auf meinem Lieblingsplatz St. Andrews auf dem Simulator zu spielen."

"Es ist verrückt, wohin uns die Technologie gebracht hat, dass wir Golfturniere wie dieses von zu Hause spielen und miteinander interagieren können. Wir hatten eine Menge Spaß. Es werden sicher noch einige Wochen vergehen, bis wir mit einer Scorekarte in der Hand wieder wirklich auf einem Golfplatz gegeneinander antreten werden."

Kaymer "sogar nervös"

"Das ist es, was man am meisten vermisst - den Wettbewerb, gegen jemanden anzutreten, der genauso gut ist wie man selbst", erklärte Kaymer. "Ich war von mir selbst ziemlich überrascht.  Ich habe mich sehr gefreut und war sogar ein wenig nervös, was schon seltsam ist."

Nächste Woche geht es in Royal Portrush erneut auf einem legendären Linkskurs zur Sache, Martin Kaymer wird erneut am Start sein. Am 23. Mai geht es dann virtuell in Deutschland zur Sache. Dann wird der Golfclub München Eichenried Bühne für das Stelldichein am Simulator sein.

Für Kaymer ein Heimspiel von zu Hause.


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