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"Einfach nicht mein Ding" 08.04.2018

Martin Kaymer
Solider Abschluss: Martin Kaymer
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Augusta, Georgia – Martin Kaymer beendet das Masters in den Top 50. Aufgrund der Vorgeschichte ein solides Ergebnis. Dennoch offenbaren sich einige Schwachstellen in Kaymers Spiel.

Martin Kaymer kam sicher nicht mit den allergrößten Erwartungen nach Augusta. Allseits bekannt, dass sich der wohl bekannteste Golfplatz der Welt und der beste deutsche Golfer nicht so ganz grün sind. Noch nie schaffte Kaymer es, eine Turnierwoche unter Par zu bleiben. Sein Rundenschnitt beträgt nach zehn Teilnahmen um die 74 Schläge. Dazu kam in diesem Jahr die Verletzungsunterbrechung von fünf Wochen im Vorfeld. Keine optimale Vorbereitung für das erste Major des Jahres.

"Dafür, dass ich die letzten vier Wochen wegen meiner Handgelenksverletzung nicht spielen konnte, bin ich ganz zufrieden“, meinte Martin Kaymer, mit Runden von 74, 73, 74 und 73 und mit +6 auf dem geteilten 48 Platz gelandet unmittelbar nach der letzten Runde im Augusta National. „Jetzt habe ich vier Runden gespielt, und dafür ist das Ergebnis okay.“ 

Das Gute: Kaymer schaffte es sicher ins Wochenende. Zum vierten Mal in den vergangenen fünf Austragungen. Zur Erinnerung: Kaymers erste vier Teilnahmen beim Masters endeten jeweils nach zwei Runden. Definitiv eine positive Entwicklung. Kaymer hat es geschafft, konstant im Mittelfeld zu landen. Das Enttäuschende: Es reichte in diesem Jahr nur für eine Platzierung jenseits der besten 40. 

"Augusta einfach nicht mein Ding"

Kaymer gelang 2018 keine Tagesleistung unter Par. Zum Vergleich: Vor einem Jahr hatte er noch zwei 68er Runden unterzeichnet. Am Sonntag spielte der Deutsche solide. Lange lag er auf Kurs, die erste Unter-Par-Runde der Turnierwoche zu unterzeichnen. Erst ein Drei-Putt auf der 17 wandelte das Tagesergebnis von -1 auf Par. Ein weiteres Bogey folgte auf der 18. Die zweite 73 (+1) im Turnierverlauf war besiegelt. Der Endstand: Runden von 74m 73, 74 und 73 Schlägen. Sechs über Par und Position 48.

Es sind viele kleine Dinge, die Kaymer in Augusta Probleme bereiten. Das Kurzspiel scheint den wohl kniffligsten Grüns weltweit nur bedingt gewachsen. Kaymer kassiert viele Drei-Putts, ihm gelingen im Vergleich zur Konkurrenz wenige Up-and-Downs. Ein Grund für die maue Ausbeute auf den Par-5-Bahnen des Augusta National. Während Patrick Reed bereits vor der Finalrunde 13 Schläge allein auf den vier Par 5s gutmachen konnte, lautet Kaymers Bilanz dort -3. Nach vier Runden wohlgemerkt. Auch auf einige Flugkurven kann sich der Deutsche nicht wirklich verlassen. Es sind viele kleine Gründen, die dafür sorgen, dass der Deutsche wohl auch 2019 nicht mit den allergrößten Erwartungen nach Augusta fahren wird.

"Ich habe wieder viel liegen lassen, vor allem beim kurzen Spiel", erklärt er. Auch mit dem Putten war er nicht zufrieden. Fest steht jedenfalls, dass der Augusta National „nicht mein Ding ist“.

 „Hier würde ich nicht spielen, wenn es ein normales Turnier wäre. So ist es ein Major, und das ist dann eben was anderes.“ Jedenfalls freut er sich jetzt schon auf das Turnier in Hilton Head in der kommenden Woche, "das ist eine richtige Erholung nach der Masters-Woche."


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