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Anleitung: Knackige Eisen 05.08.2015

Knackiger Treffer: Thorbjørn Olesen
Knackiger Treffer: Thorbjørn Olesen
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Damit Sie mit Ihren Eisen knackig und auch regelmäßig treffen, gibt es ein paar Dinge zu beachten. Schwer ist es übrigens nicht.


 Martina Eberl, Ex-Tour-Spielerin

Meine Schüler und auch viele Amateure, die ich auf dem Golfplatz treffe, fragen mich oft, ob man denn wirklich den gleichen Schwung für den Driver und die Eisen spielen sollte. Oft sind die Fragesteller dann von meiner Antwort überrascht, wenn ich schließlich sage: "Auf jeden Fall!" Es gibt ganz offensichtlich zwei Unterschiede bei Eisen und Driver: 

1. Der Ball liegt beim Eisen ja meist direkt am Boden, oder vielleicht leicht aufgeteet, z. B. an Par 3-Abschlägen oder wenn man ein kurzes Par 4 spielt. Der Driver ist in der Regel hoch aufgeteet. Allein deswegen muss der Schwung sich schon etwas anders gestalten. 

2. Die Schaftlängen der Eisen sind in der Regel erheblich kürzer als der längste Schläger im Bag, der Driver. Deswegen erfordert das 1er-Holz ein etwas langsameres bzw. rhythmischeres Tempo, und der Ball wird dabei auch idealerweise in der Aufwärtsbewegung des Schwungs getroffen und daher vom linken Fuß gespielt. 

Zum Schwung: Schwünge mit dem Eisen und grundsätzlich alle Schläge, die direkt vom Boden gemacht werden, erfordern in der Regel einen steileren Eintreffwinkel. Um meinen Schülern ein Bild in ihrem Kopf zu schaffen, lasse ich sie für das Schwunggefühl an ein "V" denken. Den tiefsten Punkt sollte der Schlägerkopf optimalerweise direkt nach dem Ballkontakt (Impact) erreichen, um einen sauberen "Ball-Boden-Kontakt" herzustellen. 

Deswegen löschen Sie bitte die Vorstellung, mit den Eisen "unter den Ball" zu kommen, was ich leider immer wieder zu hören bekomme. Mit dieser Herangehensweise werden Sie Ihren Ball vermutlich erst dann treffen, wenn Sie schon ein ordentliches Stück Fairway umgegraben haben. Um einen sauberen Treffmoment mit den Eisen herzustellen, muss sich der gesamte Körper auch ausreichend auf die linke (für Linkshänder auf die rechte) Seite verlagern. 

Wenn das fehlt, dann folgen nämlich auch Schläge, die sich eher dünn oder fett anfühlen, da der tiefste Punkt des Schlägers zu früh erreicht wird und der Ball wiederum in der Aufwärtsbewegung getroffen wird. 

Gewichtsverlagerung: Versuchen Sie daher, Ihren Schwung kompakt zu halten, sprich den Rückschwung mit der Schulterdrehung zu beenden, damit der Schläger nicht zu weit geschwungen wird. Bemühen Sie sich am Ende des Durchschwungs, mit Ihrem Gewicht auf den linken Fuß zu kommen. 


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