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Coverstory: PHIL MICKELSON DER STRAHLEMANN
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Reed übernimmt Halbzeitführung 07.04.2018

Patrick Reed
Patrick Reed
Marc Leishman
Marc Leishman
Henrik Stenson
Henrik Stenson
Rory McIlroy
Rory McIlroy
Jordan Spieth
Jordan Spieth
Tony Finau
Tony Finau
Bernd Wiesberger
Bernd Wiesberger
Martin Kaymer
Martin Kaymer
Bernhard Langer
Bernhard Langer
Tiger Woods
Tiger Woods
Sergio Garcia
Sergio Garcia
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Augusta, Georgia - Der zweite Tag des 82. Masters im Augusta National Golf Club erwies sich als Härtetest schlechthin für die Spieler: Knüppelharte Grüns, zum Teil grenzwertige Fahnenpositionen und als ob dem nicht schon genug gewesen wäre, brachte auch noch unkalkulierbarer, böiger Wind zusätzliche Würze ins Spiel. Das hinterließ Spuren an den meisten Kontrahenten, mit nur wenigen Ausnahmen - allen voran Patrick Reed.

Der Amerikaner ließ seiner 69 (-3) vom Vortag eine hervorragende 66 (-6) folgen - die beste Runde des Tages - und erspielte sich damit die alleinige Führung mit zwei Schlägen bei einem Gesamtscore von 135 Zählern (-9). Unter den gegebenen Umständen fast schon sagenhafte neun Birdies standen am Ende des Tages drei Bogeys gegenüber, mit besagten zwei Zählern Rückstand war einzig Marc Leishman in der Lage, einigermaßen Schritt zu halten. Dem Australier gelangen auf dem Weg zu seiner 67 (-5) insgesamt vier Birdies und ein Eagle auf der 18 bei nur einem Bogey.

"Ich komme aus Texas, da bläst ständig der Wind mit gefühlt 40 mph und Regen ist an der Tagesordnung. Ich würde sagen, herausfordernde Bedingungen liegen mir", so Reed im Anschluss an seine Runde, der übrigens der einzige Spieler in dieser Woche ist, dem zwei Runden in den 60ern gelangen.


Stenson besteht Härtetest

Ebenfalls den Härtetest an diesem sonnigen Freitag gut bestanden hat Henrik Stenson. Der Schwede, der sich am Donnerstag seinen 42. Geburtstag mit einer 69 (-3) versüßte, kam mit einer 70 (-2) ins Clubhaus und verbesserte sich damit vom geteilten vierten auf den alleinigen dritten Platz, mit zwei Schlägen Rückstand auf Leishman bzw. vier auf den Führenden. Stenson machte den Turn bei 1 unter Par, auf den zweiten Neun folgten zwei Bogeys bei drei Birdies.

In Lauerstellung auf den Titel und damit verbunden den persönlichen Karriere-Grand Slam vor Augen, folgt Rory McIlroy: Der Nordire machte mit seiner 71 (-1) keinen Boden gut, was an diesem Tag aber bereits durchaus als Erfolg bewertet werden konnte. Dabei lief es auf den ersten Neun alles andere als rund: McIlroy startete gleich mit einem Bogey, gefolgt von zwei Birdies in Folge. Zwei weitere Bogeys auf den Löchern vier und sechs machten den kurzzeitigen Run allerdings wieder zunichte. Auf den Backnine waren es dann erneut zwei Birdies in Folge an den Löchern 13 und 14, die den Score wieder in die richtige Richtung bewegten. Letztlich geht McIlroy auf dem geteilten 4. Platz ins Wochenende, mit ihm der Führende des Vortages, Jordan Spieth (74, +2).



Der hatte ebenfalls alles andere als einen glücklichen Start, lag nach einem Doppelbogey und Bogey gleich mal drei über nach zwei gespielten Löchern. Doch nicht zuletzt durch den starken mentalen Rückhalt durch seinen Caddie Michael Greller, gelang es dem Masters-Champion aus dem Jahr 2015 nicht komplett über Bord zu gehen, sondern den Schaden in Zaum zu halten.

Die Verfolger

Zwei Spieler gehen mit einem Rückstand von sechs Schlägen auf Reed in den Samstag, dabei machten Justin Thomas (67, -5) und Dustin Johnson (68, -4) gleichzeitig auch die größten Sprünge das Leaderboard hinauf: 36 bzw. 23 Plätze. Einen weiteren Schlag zurück teilen sich Bubba Watson (69, -3), Justin Rose (70, -2), Louis Oosthuizen (71, -1), Tony Finau (74, +2), Rickie Fowler (72, E) und Charley Hoffman (73, +1) den achten Platz.

Bemerkenswert auch das Zwischenergebnis von Bernd Wiesberger: Der Österreicher geht nach seiner 73 (+1) als bester deutschsprachiger Spieler ins Wochenende. Gefolgt wird dieses Ranking von Martin Kaymer (73, +1) auf dem T35. Platz und schließlich Bernhard Langer (74, +2) auf dem T40. Rang.

Tiger in the Mix

Den belegt derzeit auch Tiger Woods. Der ehemalige Weltranglisten-Erste hatte erneut auf den ersten Neun schwer zu kämpfen, musste ein Bogey an Loch 1 und ein Doppelbogey an Loch 5 hinnehmen. Als ein weiteres Bogey an der 12 (Par 3) folgte, sah alles danach aus, als würde Tiger wohl am Cut scheitern, doch dann rettete er sich mit zwei Birdies an den Löchern 13 und 15 wieder in die grüne Zone, wenngleich auch nur vorübergehend. Denn es folgte prompt ein weiteres Bogey - glücklicherweise das letzte des Tages für Tiger - an der 16 (Par 3). Am Ende stand eine 75 (+3) auf seiner Scorekarte und der Cut war um zwei Schläge geschafft, wie sich letztlich herausstellen sollte.

Regelrecht fertig mit der Welt war Phil Mickelson nach seiner Runde: Seine Frau Amy bezeichnete den Zustand ihres Gatten als "Schock-ähnlich" - Lefty ließ nach guten Start mit einem Birdie auf der 2 ein Bogey an Loch 4 sowie ein Triple-Bogey an der Neun folgen. Doch das war erst der Anfang: Das letzte Birdie des Tages gelang Mickelson direkt im Anschluss an der 10, bevor es knüppeldick kam: Bogey an Loch 11, Doppelbogey an Loch 12, Bogey an Loch 16 und als bitterer Abschluss auch noch ein Bogey an der 18. Mit starrem Blick verließ Mickelson das Schlachtfeld in Richtung Clubhaus.

Immerhin schaffte er gerade noch den Cut, der bei insgesamt 149 Zählern (+5) gezogen worden war.


Die Gescheiterten

Bleibt nur noch der Abgesang: Erwartungsgemäß war Titelverteidiger Sergio Garcia nicht in der Lage, die desaströse 81 vom Vortag, inklusive der 13 Schläge an Loch 15, wettzumachen. Der Spanier benötigte heute 78 Zähler (+6) und beendete das Turnier als Drittletzter - fast schon schien es, als hätte Augusta National Rache an Garcia geübt dafür, dass er von ihm genau vor einem Jahr bezwungen worden war. Aber wollen wir nicht pathetisch werden ... Die weiteren Cut-Opfer: Unter anderem José-Maria Olazábal, Danny Willett, Charl Schwartzel, Thomas Pieters, Wesley Bryan und Alex Noren.

Das Wetter wird schlecht

Für den Samstag dürfen sich die Spieler warm anziehen, denn es ist eine Gewitterfront vorhergesagt, die wohl den ganzen Samstag dominieren wird. Das bedeutet ein komplett anderes Spiel, denn dann wird der Platz aufweichen und entsprechend wenig Roll bleibt zu erwarten. Dann ist vor allem Taktik gefragt.

Aber wie heißt es so schön: Wo viel Feind, da viel Ehr - man darf sich also - zumindest als Zuschauer - auf den morgigen Tag mehr als freuen ...


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