22019
Coverstory: Francesco Molinari HOLY MOLI
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Glanz nach Grätsche 13.04.2019

In the mix: Tiger Woods
In the mix: Tiger Woods
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Tiger Woods glänzt trotz Grätsche, Zach Johnson macht einen Anfängerfehler und Martin Kaymer zittert bis zur letzten Minute. Kuriose Geschichten vom Masters am Freitag.


Aus Augusta berichten Oskar Brunnthaler und Thomas Fischbacher

Trotz Grätsche und Regen
Erst der Regen, dann die Grätsche – Tiger Woods hatte am Freitag nicht nur mit dem ohnedies schon schwierigen Platz des Augusta National zu kämpfen, sondern auch mit erschwerten Rahmenbedingungen. Gerade als Woods so richtig heißlief (Birdie 11, gute Annäherung in das Grün der 12) unterbrach ein Gewitter den Lauf. In der Folge verpasste er zunächst weitere Schlaggewinne. Auf der 14 verzog er seinen Ball nach links, konnte sich aber mit einem kleinen Zauberschlag aus den hochgewachsenen Pinien befreien. Doch auf dem Weg zurück, kam von hinten das Security-Personal angeflogen, und erwischte ihn am Knöchel (siehe Video). Woods humpelte ein wenig, ließ sich aber von der Grätsche nicht aus der Ruhe bringen. Birdie 14, Birdie 15. Sechs unter Par für das Turnier. Und mittendrin im Kampf um das fünfte grüne Jackett der Laufbahn.


Mitten in die Ablage

Rory McIlroy erlebte auf der 15. Bahn Kurioses: Sein verzogener Abschlag landete in der Ablage eines im Pinienwald geparkten Golfcarts – Freedrop. McIlroy spielte solide am Freitag, kam dank später Birdies mit einer 71 (-1) zurück ins Clubhaus. Bei Even Par geht er von Rang 36 ins Wochenende des Turniers.


Kaymers Cut-Thriller

Martin Kaymer hatte am frühen Nachmittag nach Ende seiner Runde angekündigt, nicht auf das Leaderboard zu schauen. Man könne ja eh nichts machen, erklärte er. Ob es Kaymer ins Wochenende schaffen würde, lag in den Händen der Spitzenreiter. Denn beim Masters schaffen neben den Top 50 und Geteilten auch die Spieler den Cut, die maximal zehn Schläge hinter den Führenden liegen. Kaymer wartete bei +3 im Clubhaus. Adam Scott schaffte als erster die kritische Marke von -8, verfehlte dann aber einen Putt aus einem Meter zum Par und konnte auch seinen Birdie-Putt auf der 18 zur "Freude" Kaymers nicht im Loch versenken. Louis Oosthuizen war ein weiterer Kandidat, der mit -7 auf die 18 kam, auch ihm gelang kein Birdie. Auch Tiger Woods hätte auf der 17 noch auf -7 gehen und Kaymer mit einem finalen Birdie gefährlich werden können. Auch er verfehlte. Gut für Kaymer, schön für Golf-Deutschland – beide Lokalmatadore sind im Wochenende.

Johnsons Missgeschick

Man kennt die Situation als gemeiner Amateurhacker: Der Ball liegt auf dem Tee und versehentlich schubst man ihn während der Schlagvorbereitung wieder auf den Rasen. Zumeist gefolgt davon, dass die Mitspieler „Eins“ rufen und dämlich grinsen. Zach Johnson passierte dieses Missgeschick ausgerechnet auf einer der berühmtesten Spielbahnen der Golfwelt. Ihm stand nach seinem Probeschwung mit versehentlichem Ballkontakt zunächst der Schreck ins Gesicht geschrieben. Doch bald folgte die Erleichterung. Ein Probeschwung mit Ballkontakt bleibt natürlich ohne Strafe. Johnson legte den Ball zurück und katapultierte ihn auf die Mitte der Spielbahn. Schreckensmoment überstanden.



Klasse an der Spitze 

Francesco Molinari, Jason Day, Louis Oosthuizen, Adam Scott, Brooks Koepka – Spieler aus vier Kontinenten, allesamt Major-Sieger, allesamt Führende zur Hhalbzeit des Masters Tournament bei -7. Dicht dahinter Dustin Johnson, Überraschungskandidat Justin Harding, Xander Schauffele und ein gewisser Tiger Woods. Darüber hinaus lauert ein gewisser Phil Mickelson bei vier unter Par. Sagen wir mal so: Es könnte spektakulär spannend werden an diesem anstehenden Masters-Wochenende. 

Prominente Cut-Opfer: 

Paul Casey, Justin Rose, Sergio Garcia, Danny Willett


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