golf time 32019
Coverstory: Masters Tournament WUNDER WOODS
Newsletter-Abo

Bleiben Sie am Ball: Abonnieren Sie unseren, zweimal pro Woche erscheinenden, Newsletter.

Das Händchen Gottes 15.04.2019

Stimmen zum Woods-Sieg
Stimmen zum Woods-Sieg
0

Tiger Woods feiert mit der Familie, Francesco Molinari spricht von mentalen Fehlern, Xander Schauffele ist einfach nur stolz. Die Stimmen der Protagonisten vom 83. Masters.



Tiger Woods über die Familie...

"Mein Vater hätte 1997 eigentlich nicht nach Augusta kommen sollen. Er hatte Herzkomplikationen und sollte nicht fliegen, aber er kam dennoch. Er gab mir am Mittwochabend einige Putting-Tipps, der Rest ist Geschichte. Mein Vater ist nicht mehr unter uns, aber meine Mutter ist 22 Jahre später hier, und ich gewinne das Turnier; sowohl Sam als auch Charlie waren auch hier. Sie haben mich schon bei der Open Championship im vergangenen Jahr begleitet.  Da habe ich nach neun Löchern am Sonntag geführt und im Anschluss einige Fehler gemacht, die mich den Titel gekostet haben. Ich wollte nicht zulassen, dass sie das zwei Mal erleben müssen. Ich hoffe, die beiden werden sich ein Leben lang an den Tag erinnern, als ihr Dad ein Major gewonnen hat."

... über die Leidenszeit

"Ich hatte ernsthafte Zweifel, ob es weitergeht. Ich konnte kaum laufen. Ich konnte mich nicht hinsetzen. Ich konnte mich nicht hinlegen. Ich konnte wirklich nicht viel tun. Glücklicherweise hatte ich die Rücken-Operation, die mir die Möglichkeit gab, ein normales Leben zu führen. Aber dann wurde mir plötzlich klar, dass ich tatsächlich wieder einen Golfschläger schwingen konnte. Ich hatte das Gefühl, wenn ich das irgendwie zusammenfügen könnte, dass ich noch das Händchen dazu habe. Der Körper ist nicht mehr derselbe, aber die Hände sind immer noch sehr gut."

... seinen Einfluss auf den Golfsport

"Ich denke, dass ich viel mehr Jugendliche zum Golfspielen gebracht habe. Viele der Jungs heute auf der Tour gehen ins Fitnesstudio. Sie werden stärker, schneller, athletischer. Sie erholen sich besser. Sie schlagen den Ball unheimlich weit. Zu dieser Entwicklung habe ich sicherlich beigetragen. Als ich Profi wurde, war ich der Einzige im Fitnessstudio, außer Vijay. Aber es war jahrelang im Grunde genommen nur er und ich – und jetzt trainieren alle. Jeder arbeitet nicht nur am Spiel, sondern auch an seinem Körper. Sogar Phil geht ins Fitnesstudio (lacht...)."

... über das Rezept, um in Augusta zu bestehen

"Es sind die kleinen Dinge der Disziplin, die man braucht, um auf diesem Golfplatz zu gewinnen. Schaut Euch Bernie an (Bernhard Langer): Er ist 61, hat den Cut gemacht und Runden unter Par gespielt. Ich meine, es zeigt, wenn man versteht, wie man diesen Golfplatz spielt, kann man so ziemlich jeden schlagen. Es geht darum, wie man ihn spielt."

Xander Schauffele (T2) 

"Es war zunächst einmal eine fantastische Erfahrung. Es gibt nur ein Thema, über das alle reden. Und es war großartig, dabei gewesen zu sein. Es fällt mir schwer, mich wirklich schlecht zu fühlen, oder wie ich gespielt habe. Ich war dabei, als Geschichte geschrieben wurde. Es war wirklich cool, die letzten Löcher zu absolvieren, all die historischen Löcher, Amen Corner, 15, 16 und Tiger, der das Publikum zum Ausflippen bringt. Ich habe versucht, mich selbst voranzutreiben, und das Gefühl, dass ich hier in meinem zweiten Jahr eine derart intensive Masters-Erfahrung gemacht habe."

Brooks Koepka (T2)

"Ja, das war wahrscheinlich die coolsten Back Nine meiner Golf-Laufbahn bei einem Major, vielleicht sogar in der Geschichte des Golfsports. So viele Spieler, die in Führung gehen und sie wieder verlieren. Ich weiß nicht, wie es im Fernsehen rüberkam, aber es war ein Wahnsinn, dabei zu sein. Es hat Spaß gemacht. ich musste die ganze Zeit das Leaderboard im Blick haben um zu sehen, was die Jungs machen. Tigers Leistung war einfach unglaublich. Wir wussten bereits, dass er zurück war, aber ich denke, er hat nochmals einen drauf gesetzt."

Francesco Molinari (T5) über sein Blackout auf Bahn 12

"Nur ein schlechter Schlag. Ich denke, wir haben den richtigen  Schläger gewählt. Ein lockeres Eisen 8. Ich habe dann einfach nicht hart genug geschwungen – das ist relativ einfach zu erklären. Es war heute hart mit den Windböen, und ich habe das Ergebnis auf den ersten neun Löchern gut zusammengehalten. Ein paar mentale Fehler auf den hinteren Neun kamen sehr teuer. So ist das nunmal.


Artikel zu diesem Thema:
Kommentare 0 Bitte registrieren (erstmalig) Sie sich bzw. loggen Sie sich ein, um einen Kommentar zu schreiben
AUCH VON INTERESSE