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Materialcheck 08.05.2014

Loft-Check, Lie-Check: Auch die Golf-Ausrüstung sollte für die Saison fit gemacht werden
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Ist ein Materialcheck vor Saisonbeginn überbewertet? Und sollten eigentlich auch Golfschläger regelmäßig gewartet werden? Bei der täglichen Arbeit als Clubmaker und Clubfitter erleben wir oft die skurrilsten Dinge: Wir bekommen Griffe zu sehen, die bis auf den Schaft in einer Art Griffmulde abgenutzt sind. Manche Griffe sind tatsächlich teilweise so glatt, dass sie bereits glänzen und jeglicher Grip schon lange nicht mehr existieren kann. Es kommen auch Schläger zu uns, deren Griffe teilweise oder komplett mit Tape aus der Tennisbranche „repariert“ wurden. Dass das keine vernünftige Lösung sein kann, sollte eigentlich jedem klar sein. Denn der Griff ist bekanntermaßen ja nicht unerheblich an einem vernünftigen Golfschlag beteiligt. Er ist, wie wir alle wissen, die erste Verbindung des Spielers zu seinem Schläger. Er dient aber auch der Gesamtbalance des Schlägers. Oft vergessen viele Spieler zudem, dass unter anderem die richtige Griffstärke über den Ballflug mitentscheidet. Die Industrie bietet mittlerweile eine Vielfalt an Modellen und Farben an, da ist für jeden etwas dabei. Daher ist die Entscheidung für einen neuen Satz Griffe nicht wirklich eine Sache, die man sich lange überlegen sollte. Neue Griffe wirken sich direkt positiv auf das eigene Spiel aus und bringen unweigerlich mehr Spaß beim Golfen. Als Faustregel gilt übrigens: Ein Golfgriff sollte ca. alle 40 Runden erneuert werden, spätestens jedoch nach einer Saison voller Schweiß und unvermeidlicher Tränen. Der zweite Punkt, den man vor Saisonbeginn unter die Lupe nehmen sollte, und dieser Check ist ebenfalls sehr wichtig: Stimmt der Lie-Winkel der Schläger noch? Nach einer langen Vorsaison und einer oft durchtrainierten Winterzeit auf harten Matten ist es ganz und gar nicht unüblich, dass vor allem die „Lieblingseisen“ aufgrund der erhöhten Beanspruchung verbogen sind. Die Auswirkungen sind leider dem schönen Golfschlag nicht mehr wirklich dienlich, denn ein verbogener Lie-Winkel bestraft eigentlich gute Schwünge mit ungewünschten Ergebnissen. Um auch weiterhin die gewünschten Ergebnisse zu erzielen, schlagen Sie zu Saisonbeginn ein paar Bälle auf einem Lie-Board und stellen Sie sicher, dass der Schlägerkopf den Boden dabei „plan“ streift. Es ist auch ganz leicht auf der Runde in der Form des Divots zu erkennen, ob am Schläger etwas neu justiert werden muss: Ist das Divot viel schmaler als der Schlägerkopf breit, oder auf einer Seite deutlich tiefer, dann besteht Handlungsbedarf und man sollte spätestens jetzt einen Fachmann aufsuchen, um das Material prüfen zu lassen. Die professionellen Clubmaker besitzen eine Biegemaschine und helfen kompetent. Wie immer gilt: Eine gute Beratung und eine saubere Dienstleistung kann man zum Glück (noch) nicht im Internet kaufen. Johannes Herbig, Jahrgang ‘61, ist Inhaber der Fitting-Schmiede Clubmate Golf in Pfungstadt sowie im Jordan Golfdom in Köln. Info: www.clubmategolf.com © GOLF TIME Verlag GmbH


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