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Coverstory: Caroline Masson POWER GIRL
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Mit Mut aus dem Sand 24.09.2019

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Wer den Bunkerschlag nicht oder nur wenig übt, kann von sich nicht erwarten, dass er ihn beherrscht. Aber woran sollte man arbeiten?


Viele gute Golfrunden wurden bereits durch misslungene Bunkerschläge vereitelt. Nicht selten benötigen Amateure zwei bis drei Schläge, um z. B. aus einem schwierigen Grübunker heraus zu kommen. Der Hauptgrund: Die Spieler haben Angst vor der Bunkerlage generell bzw. beherrschen den Bunkerschlag einfach nicht. 

Daher sollten sie versuchen, die Angst vor dem Bunker auszuschalten bzw. den Bunkerschlag üben. Und das könnte so aussehen: Der Bunkerschlag ist sicher nicht der einfachste Schlag. Meistens muss man den Ball über eine hochgezogene Bunkerkante bringen, der Ball muss schnell steigen und darf nicht weit fliegen. Entscheidend ist, dass der Ball nicht mit dem Schlägerblatt in Berührung kommt, sondern mit dem Sand förmlich aus dem Bunker fliegt. 

1. Das Setup

Beim Setup ist wichtig, ein wenig breiter zu stehen und sich mit den Füßen in den Sand einzugraben, um stabil zu stehen. Der Ball soll ein wenig in Richtung linker Fuß liegen. Das ist wichtig, weil man beim Durchschwung zuerst in den Sand schlägt und das Schlägerblatt in der Folge unter dem Ball durchgleitet. Die Gewichtsverteilung ist 50 zu 50. Die Schlagfläche bleibt nicht gerade. Dadurch würde sich sonst die vordere Schlägerblattkante in den Sand eingraben und man würde beim Durchschwung im Sand stecken bleiben oder zumindest Schwunggeschwindigkeit verlieren. Es ist wichtig, das Schlägerblatt aufzudrehen. So kann das Schlägerblatt besser im Sand unter dem Ball durchgleiten. Dazu muss man auch den Schläger ein wenig „verdreht“ greifen.

„Wer den Bunkerschlag nicht übt, kann nicht erwarten, dass er ihn beherrscht. Und die Angst vor dem Bunkerschlag wird bleiben“
Matthias Schwab

European-Tour-Ass Matthias Schwab

European-Tour-Ass Matthias Schwab

2. Der Durchschwung

Beim Durchschwung ist sehr darauf zu achten, dass man nicht auf den Ball drauf schlägt, also von oben kommt, sondern das Schlägerblatt sehr flach (aufgedreht) vor dem Ball in den Sand eintaucht. Ein nicht aufgedrehtes Schlägerblatt ist ein Fehler, der sehr häufig passiert und dazu führt, dass man keine Chance hat, den Ball in die Höhe und somit aus dem Bunker heraus zu bringen. Wichtig ist dann beim Aufschwung und beim Durchschwung: einen sogenannten "vollen Schwung" auszuführen, keinen gehackten oder sonst wie veränderten, evtl. halben Schwung oder was immer zu machen. 

Die Ballflugweite ergibt sich in erster Linie daraus, wie viel Sand ich vor dem Ball mitnehme, bzw. mit welcher Schlägerkopfgeschwindigkeit ich unter dem Ball durchgehe. Für den vollen Schwung im Bunker ist Mut, Selbstvertrauen und auch Können erforderlich. Beides muss man sich durch Üben erarbeiten. 

Im Durchschwung ist auch noch darauf zu achten, dass das Schlägerblatt die Hände überholt. Das geht nur mit einer Winkelung/ Knick im Durchschwung zwischen Unterarm und Handrücken. Das Schlägerblatt muss im Durchschwung in Zielrichtung zeigen. 

Leichter kalkulierbar

Wer den Bunkerschlag nicht oder nur wenig übt, kann von sich nicht erwarten, dass er ihn beherrscht. Die Angst vor dem Bunkerschlag wird bleiben. Auf der Tour spielt fast jeder Spieler lieber einen Ball aus dem Bunker, als aus demSemi-Rough oder Rough. Dies deshalb, weil er leichter kalkulierbar ist.

Fazit:

  • Breiter Stand, Füße eingraben
  • Gewicht 50:50
  • Schlägerblatt öffnen
  • Ball nicht direkt treffen
  • immer voller Schwung

Matthias Schwab


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