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Coverstory: PHIL MICKELSON DER STRAHLEMANN
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Nur was für Spitzengolfer? 08.12.2016

Martina Eberl
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Oft werde ich gefragt, ob  Wintertraining sinnvoll ist. Zuerst sollte man Winter­training in zwei Sparten unterteilen: Techniktraining und Fitnesstraining.

Ich coache viele Amateure, egal in welcher Leistungsstufe sie auch sein mögen, die im April anfangen, wieder an ihrem Schwung zu feilen. Meistens stelle ich die Frage, nachdem wir zusammen den Schwung analysiert haben, ob der Ballflug an sich nur verbessert werden sollte, oder ob sie ihre Technik verbessern wollen. Das ist bei vielen entscheidend.

Warum? Weil eine kleine Justierung im Schwung in eine neutralere Bewegung des Öfteren zuerst einen schlechteren Ballflug verursacht. Das muss nicht immer so sein, allerdings meistens. 90% aller Schüler wollen doch am Anfang des Jahres „in  Shape“ gebracht werden, damit es gleich bei den ersten Turnieren klappt. Ungeduld ist ja bekanntlich des Golfers größte Stärke. 

Wintertraining

Also wird, wo es geht, geflickt, getrickst und versucht, das Beste aus der vorhandenen Bewegung zu machen. Wenige haben den Mut des Vertrauens, dass es doch in absehbarer Zeit besser und auf lange Sicht alles simpler wird. 

Aber zurück zum Wintertraining. Meiner Meinung nach ist der Winter genau die richtige Zeit, Veränderungen vorzunehmen, sowohl technisch als auch physisch. In dieser Zeit ist es doch egal, wie der Ball fliegt, man hat genügend Monate Zeit, durch gewisse Umstellungen zu gehen. 

Üben, üben, üben

Ob man das nun möchte, ambitioniert genug ist, das muss jeder für sich selbst entscheiden. Und auch hier genügen die Trainerstunden alleine nicht. Üben, üben, üben, das bleibt das Motto. Sommer wie Winter. Wenn ich besser werden möchte, muss ich leider auch etwas dafür tun. Sicherlich habe ich, was das betrifft, immer noch eine sehr harte Einstellung, die mich noch von meiner Karriere als Spielerin begleitet. 

Deutschlandweit gibt es Golfhallen mit Abschlagsplätzen, die mit Matten und Netzen ausgestattet sind. Optimal, um sich seines Schwungs im Winter anzunehmen. Viele Trainer bieten auch über den Winter hinweg Trainerstunden im Freien an, falls es natürlich die Witterung erlaubt.

Fitnesstraining

Was das Fitnesstraining betrifft, kann ich immer mehr beobachten, dass die meisten sich im Winter mehr denn je der Fitness bzw. dem Gesundheitstraining widmen.

Sicherlich sind Skifahren, Langlaufen, Aerobic, Joggen, leichtes Krafttraining und vieles mehr tolle Optionen, um den Körper fit zu halten bzw. noch stärker zu machen. Was jedoch spricht dagegen, sich am Anfang des Winters einen Fitnesscoach zu nehmen, der sich in Sachen Golf u. a. spezialisiert hat? Ein, zwei Sessions zumindest, wo eine Art Trainingsplan bzw. Tipps für golfspezifische Übungen für jedes Alter und jeden Fitnessgrad gegeben werden. Was soll das bewirken? Naja, längere Drives, bessere Kondition, damit nicht nach dem 14. Loch Schicht ist u. v. m., das sind doch gute Gründe. Ich garantiere, Sie werden es in der neuen Saison definitiv merken. Mir ging es auf jeden Fall immer so.

Fazit

Jeder soll entscheiden, wo er oder sie hin will. Ob Golf ein Hobby ist und bleibt, es einem egal ist, wie man spielt, oder ob man einen gewissen Ehrgeiz hat, sein Spiel bzw. seine Ergebnisse zu verbessern. Dass zu Golf noch viel mehr gehört als ein toller Golfschwung und ein guter Fitnessgrad, kann ich wohl sehr gut beurteilen. Aber je besser diese zwei Bausteine sind, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, sein Spiel in die richtige Richtung zu bringen.

Also, ich bin FÜR das Wintertraining, und zwar für jeden Golfer, egal, ob nur in Schwung zu bleiben oder sich auch in vieler Hinsicht zu verbessern! 

Frohes Weiterüben!
Eure Martina


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