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Ohne Bogey zu Platz 1 22.05.2015

Francesco Molinari
Martin Kaymer
Marcel Siem
Max Kieffer
Moritz Lampert
Rory McIlroy
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Virginia Water, England - In Wentworth, England, brennen der Turniersponsor BMW und die European Tour bei der BMW PGA Championship das ganz große Feuerwerk ab. Vergleicht man das Event mit der BMW International Open in München, so muss man feststellen, dass dieses Flaggschiff-Event der European Tour ein deutlich anderes Kaliber darstellt. Voller Stolz präsentiert man am ersten Abschlag vier der wichtigsten Golftrophäen der Welt – Martin Kaymers U.S. Open-Pokal, den Claret Jug (The Open Championship) sowie die Wanamaker Trophy (PGA Championship) von Rory McIlroy sowie den Ryder Cup. Das Publikumsinteresse am wichtigsten Stand Alone-Turnier der European Tour ist enorm – schon am Mittwoch, an dem traditionell nur das Pro-Am gespielt wird, strömten mehr als 15.000 Menschen auf die Anlage. Am ersten Wettbewerbstag, der bei strahlendem Sonnenschein stattfand, waren dann alle Tribünen mit der Rekordbesucherzahl von 20.956 Golffans voll besetzt. Neben den Top-Spielern der European Tour treten auch neun Spieler des siegreichen Ryder Cup-Teams von 2014 an. Nur Ian Poulter, Henrik Stenson und Sergio Garcia zogen es vor, die BMW PGA Championship aus der Planung zu nehmen. Der Wentworth Club stellt eine knackige Herausforderung für die Top-Golfer Europas dar. Ihr Spiel muss vom ersten Abschlag an präsent sein, denn schon die erste Bahn, ein knapp 440 Meter langes Par 4-Monster, verlangt nach einem Maximum an Länge, um einen präzisen zweiten Schlag ins Grün zu ermöglichen. Viele Spieler, allen voran die Nummer 1 der Welt, Rory McIlroy, lagen nach dieser Auftaktübung schon einen Schlag zurück. Präzision im langen Spiel, Geduld und vor allem eine ruhige Hand beim Putten sind die essentiellen Zutaten, um bei der BMW PGA Championship einen Score unter Par zu generieren. Ohne Bogey auf der Scorekarte kam nur der Führende Franceso Molinari ins Clubhaus. Der Italiener liegt mit sieben Schlägen unter Par zwei Zähler vor dem Schweden Robert Karlsson (-5). Dahinter rangiert ein Quartett bestehend aus dem spanischen Altmeister Miguel Angel Jiménez (-4), seinem Landsmann Jorge Campillo, dem Engländer Chris Wood und dem Koreaner Y.E. Yang. Sie machten deutlich, was auf dem großartigen Parklandkurs vor den Toren Londons möglich ist und melden berechtigte Ansprüche auf den Titel am Sonntag an. Fünf deutsche Athleten sind in Wentworth am Start. Neben Martin Kaymer, Marcel Siem, Maximilian Kieffer und Moritz Lampert ist auch noch Florian Fritsch ins Feld gerutscht. Die Leistung des Quintetts war jedoch eher durchwachsen. Keiner schaffte einen Score unter Par, „Germanys Finest so far“ war wie so oft Martin Kaymer mit einer Par-Runde. Der U.S. Open-Champion von 2015 spielte an der Seite von Rory McIlroy auf den Front Nine zwei Bogeys, konnte diese Fehler jedoch mit zwei Birdies auf den Back Nine egalisieren. Kaymer musste in der ersten Hälfte eher das Ergebnis zusammenhalten und ließ dann auf den zweiten neun Loch einige Chancen liegen, das Ergebnis in die roten Zahlen zu bringen. Trotzdem sieht er durchaus die Möglichkeit in den folgenden Tagen tiefe Runden abzuliefern. Maximilian Kieffer gelang zwar ein Birdie mehr als Kaymer, jedoch musste er gleich vier Schlagverluste hinnehmen und rangiert mit +1 auf dem geteilten 65. Platz. „Ich habe gut und sehr solide gespielt“, kommentierte er seine Runde. Noch deutlich unruhiger verlief der Arbeitstag von Marcel Siem. Er startete mit einem Bogey in den Tag und lag nach neun Löchern bei +2. Dann gelang ihm ein Eagle an Loch 13, um schließlich bis zur 18. Spielbahn noch zwei Birdies aber auch zwei Bogeys zu fabrizieren. Auf dem bildschönen Finishing Hole unterlief Marcel dann beim zweiten Schlag ein O-Ton: „Flying Socket“, der seinen Ball nach rechts ins Aus beförderte. Sichtlich geknickt verließ er mit +2 als geteilter 87. Auf dem Leaderboard den Platz. Florian Fritsch wird am Freitag wohl den härtesten Kampf um den Cut ausfechten müssen, seine 76 bedeutet den geteilten 115 Platz nach dem ersten Tag. Er war mit seinem langen Spiel ziemlich unzufrieden und weiß, dass es vor allen an den Nerven lag. „Wenn ich jetzt auf die Range gehen würde, dann wäre ich nur genervt, weil ich die Bälle astrein treffen würde“. Moritz Lampert startete in der 50. und letzten Gruppe kurz vor 17.00 Uhr deutscher Zeit in den Tag. Wie in den vergangenen Wochen kam er nicht richtig in Tritt: Eine 79er-Runde bedeuten sieben Schläge plus nach Tag 1 und eine ordentliche Portion Arbeit, um den Score in Runde 2 aufzupolieren. Dagegen steht ein Gewinner der BMW PGA Championship schon fest: Der Engländer Andrew Johnston liegt zwar nach dem ersten Tag nur auf dem geteilten 127. Platz, dafür lochte er auf Bahn 10 direkt ein und gewinnt ein niegelnagelneues Auto des Turniersponsors. © GOLF TIME Verlag GmbH Artikel zu diesem Thema:


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