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Oman, bist Du schön 12.09.2019

Al Mouj Golf Club: Sonnenuntergang am Indischen Ozean
Al Mouj Golf Club: Sonnenuntergang am Indischen Ozean
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Wer nach einem Geheimtipp für die nächste Golfreise ohne überfüllte Plätze und lange Flugzeiten sucht, der sollte eine Reise nach Muscat wagen.
 
Die European Tour expandiert den höchsten Sponsorengeldern folgend schon seit vielen Jahren gen Osten. Spätestens seit die Order of Merit vor zehn Jahren in Race to Dubai umgetauft wurde, ist klar, wohin die Reise des europäischen Golfsports geht. Beste Hotels, hervorragende Golfplätze der bekanntesten Designer und Sonne pur machen die Region für Golfer aus Europa gerade in den Wintermonaten interessant. 

Ein Land der Region blieb dabei in den vergangenen Jahren noch ein wenig unter dem Radar: der Oman. Doch das Sultanat am Golf holt auf und ist mit der Hauptstadt Muscat derzeit auf dem Weg vom Geheimtipp zur nächsten Top-Destination. Bereits 2015 wechselte das Finale der Challenge Tour von Dubai in den Al Mouj Golf Club bei Muscat. Der Deutsche Bernd Ritthammer gewann dort bei der zweiten Austragung, bevor man das Turnier zwei Jahre später in die erste Liga upgradete. 

Kein Wunder: Ein grandios gepflegter und turniererprobter Golfplatz, Spitzenhotels ganz in der Nähe und nur rund zehn Minuten zum neuen internationalen Flughafen von Muscat – alles Dinge, die Hobbygolfer wie Profis gleichermaßen schätzen. Der Oman und im Speziellen das ambitionierte Projekt in Al Mouj nahe der Hauptstadt ist im Geschäft der großen Player angekommen, auch wenn die Auslastung auf den Golfplätzen nach wie vor weit von der in Abu Dhabi und Dubai entfernt ist. Golfliebhaber, die das Land bereits für sich entdeckt haben, freut das umso mehr.

 

  • Staatsform: Absolute Monarchie (Sultan Qabus bin Said bin Taimur Al Said) 
  • Fläche: 309.500 Quadratkilometer (entspricht circa der Größe Deutschlands) 
  • Einwohner: 4,5 Millionen » Landessprache: Arabisch » Staatsreligion: Islam 
  • Währung: Omani Rial » Empfohlene Reisezeit: Zwischen November und März 
  • Sicherheit: Die Gefährdung durch Gewalt- und Diebstahlskriminalität ist in Muscat sehr gering. 
  • Visum: Für deutsche Staatsangehörige besteht Visumspflicht. Eine Onlinebeantragung ist möglich.

     

Al Mouj Golf Club: Die Perle am Indischen Ozean 


Der Austragungsort der Oman Open, einige Kilometer außerhalb von Muscat im gleichnamigen Distrikt Al Mouj gelegen, ist ein echter Hingucker. Die Hälfte der von Greg Norman designten und im Jahr 2011 eröffneten Löcher erstreckt sich in unmittelbarer Nähe zum Strand. Sanft wellige Fairways, die sich durch die sandige Landschaft ziehen, erwecken den Eindruck eines Linksplatzes. Die Fairways sind eher breit, der Untergrund weich. 

Norman hat sich mit dem Design der Bunker an den australischen Plätzen des Sandbelt inspirieren lassen. Große und tiefe Hindernisse sind nicht nur um die Grüns platziert, sondern bewachen auch die Drivezonen. Die großen Grüns sind teils stark onduliert, ebene Putts hat man selten. Ein stets wiederkehrendes Designelement findet man um fast jedes Grün. Abschüssige und kurzgemähte Rolloutzonen, die ungenaue Schläge aufsammeln und den Ball weit von den Puttflächen wegbefördern, machen den Schlag zurück zur Fahne zur echten Herausforderung. 

Im Al Mouj Golf Club stimmt das Gesamterlebnis: Ozeanblicke, Design, Service. Fünf Teeboxen machen den Platz bei einer Gesamtlänge von 6.714 Metern und Par 72 für alle Spielstärken zu einem tollen Erlebnis. Eine Golfschule mit international anerkannten Pros und eine 9-Loch-Flutlichtanlage mit sehr gut gepflegten Par-3-Bahnen, auf der man an heißen Tagen bis spätabends trainieren kann, runden das Angebot ab. 

Luxus pur im Kempinski Muscat 


Unweit des Golfclubs finden Reisende mit dem Kempinski Muscat die ideale Unterkunft für das Urlaubserlebnis Oman. Luxuriöse fünf Sterne auf höchstem Standard lassen keine Wünsche offen. Die Zimmer und Suiten sind verhältnismäßig groß und wie das ganze Hotel modern gestaltet. Mehrere Pools und ein Privatstrand laden zum Relaxen ein. Am Abend verwandelt sich das Frühstücksrestaurant „THE Kitchen“ in eine stilvolle Abend-Location. Für Abwechslung sorgt das angegliederte Thai-Restaurant „Soi Soi“, das zwar mit „Thai Street Food“ wirbt, aber vielmehr ein außergewöhnlich gutes Thai-Restaurant ist. 

Ausflugstipps

Direkt vom Hotel aus lässt sich zu Fuß das neuerschaffene Hafenviertel mit dem zentralen Marsa Plaza und vielen Cafés und Restaurants erkunden. Tagsüber starten von dort Ausflüge zum Tauchen oder Delfin Watching. Ein besonderes Erlebnis ist die Bootstour zu den vor der Küste gelegenen Daymaniyat Islands. Gut erhaltene Korallenriffe mit riesigen Fischschwärmen und sogar Meeresschildkröten lassen sich beim Schnorcheln erkunden. 

Tipp: Die Crew von Daymaniat Shells Sea Tours legt großen Wert auf einen nachhaltigen Umgang mit der Tier- und Pflanzenwelt. 

Muscat Hills Golf and Country Club

Schöner Resortplatz, der nicht in erster Linie durch sein Design auffällt, dafür umso mehr durch die Topografie. Man überspielt ständig unterschiedliche kleinere, trockene Canyons, landessprachlich Wadis, die sich durch die Anlage ziehen. Muscat Hills empfiehlt sich mit Carts zu spielen. Die Wege sind auch für hartgesottene Läufer sehr weit und wegen der Wadis auch mit reichlich Höhenmetern versehen. Der Platz ist durchweg fair, das Rough meist kurz. 

Ghala Golf Club 


1971 eröffnet, wurde im Ghala Golf Club bis ins Jahr 2012 auf Sand gespielt. Der Kurs ist in ein enges Trockenflusstal gebaut und heute ein wunderschön angelegter Wüstenplatz, der mit engen Fairways und so einigen blinden Schlägen viel taktisches Geschick erfordert. Neben den Spielbahnen muss man vom harten Sandboden schlagen, daher empfiehlt sich meist ein taktischer Abschlag. Der Club hat einen sehr netten deutschen Club Pro, der selbstverständlich auch Gästen zur Verfügung steht. 

Ras al Hamra Golf Club 


„Pay, play, night and day“ lautet der Slogan der Anlage von Ras al Hamra. Die bestens gepflegte und durch das für erstklassige Qualität stehende Troon-Management geführte Par-71-Anlage lässt sich am Abend auch unter Flutlicht spielen. Der Wüstenplatz liegt im Osten der Stadt zwischen einem trockenen Wadi und dem Golf von Oman. Bereits 1969 wurde er als erster Sandplatz des Landes angelegt. Heute warten dichte Fairways und bestens gepflegte Grüns auf die Besucher.


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