golf time 42020
Coverstory: PHIL MICKELSON DER STRAHLEMANN
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Paradiesvogel 31.05.2013

Farbspektakel: Die bunten Outfits wurden von der NFL gesponsert. American Football-Fan Payne Stewart trug immer die Farben des Teams, in dessen Bundesstaat er gerade spielte. Auf diesem Bild waren es Florida und die Miami Dolphins
U.S. Open 1991: Stewarts zweiter Major-Sieg
U.S. Open 1999: Stewarts dritter Major-Sieg
Ryder Cup 1991: Payne Stewart feiert den Sieg über Europa beim „War on the Shore“
Augusta: Kein grünes Jackett für den Golf-Modepionier
Topform: 1999 spielte er das beste Golf seines Lebens
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Payne Stewart - Das viel zu kurze Leben eines großartigen Golf-Champions, der seine Kollegen und Mitmenschen bis heute inspiriert. Der strahlend blaue immel über Orlando, Florida, versprach am 25. Oktober 1999 perfekte Flugbedingungen. Kurz nach neun Uhr morgens bestiegen Payne Stewart und seine Geschäftspartner Robert Fraley und Van Arden sowie Golfplatz-Architekt Bruce Borland gemeinsam mit zwei Piloten den Learjet, der sie nach Dallas, Texas, bringen sollte. Die Flugroute sah vor, dass sie erst bis kurz vor die Staatsgrenze von Florida fliegen würden, um dann Kurs nach Westen in Richtung der texanischen Metropole zu nehmen. Als die Maschine ihre Reiseflughöhe von 13.000 Metern erreicht hatte, riss plötzlich der Funkkontakt ab. Offenbar war der Kabinendruck rapide abgefallen, was so schnell und unerwartet passiert sein musste, dass weder die Passagiere noch die Piloten in der Lage waren, ihre Sauerstoffmasken zu benutzen und erst bewusstlos wurden, um schließlich zu ersticken. Die Maschine flog nun führerlos über sechs Stunden in Richtung Nordwesten. Eine Staffel F-16-Kampfjets, die gerade einen Trainingsflug absolvierte, flankierte den Jet und berichtete, dass die Cockpitfenster von innen vereist waren. Kurz vor halb zwei Uhr mittags zerschellte der Learjet auf einem Feld in Dakota. Noch während des Blindflugs strahlten amerikanische Nachrichtensender Sondersendungen aus, in denen live über das Drama berichtet wurde. Dort hieß es nur, dass ein bekannter Golfstar an Bord der Maschine sei, weshalb man kurzzeitig glaubte, Tiger Woods säße in dem Unglücksflieger. Stewarts Frau Tracey wurde währenddessen telefonisch informiert, dass die Maschine ihres Mannes in Schwierigkeiten stecke. Klassenclown. Während der Beerdigung stand Paul Azinger vor der Trauergemeinde und setzte sich eine von Paynes Schiebermützen auf, um dann seine Hosen in die überlangen, buntgestreiften Socken zu stopfen, die ebenfalls ein Markenzeichen seines verstorbenen Freundes waren. Die Leute begannen zu kichern und schließlich laut zu lachen.„Tracey hat mich gebeten, die Trauerfeier aufzulockern“, erzählte Azinger später, „sie wollte nicht, dass es eine traurige Veranstaltung wird. Das hätte nicht zu Payne gepasst.“ Payne Stewart verlebte eine unbeschwerte Kindheit in Springfield, Missouri. Im Alter von vier Jahren begann er unter der Anleitung seines Vaters Bill, der 1955 immerhin bei der U.S. Open mitgespielt hatte, mit dem Golf. Seine Mutter Bee Payne-Stewart, die ihren Jungen nach ihrem Mädchennamen benannt hatte, bemerkte schon früh, dass ihr Sohn ein Freigeist war, der permanent versuchte, sein Umfeld durch kleine, harmlose Streiche aufzumischen. Er liebte es, den Klassenclown zu geben und befolgte später als Golfprofi konsequent den Rat seines Vaters, ein Fan schreiend bunter Sakkos: „Um sich aus der Masse hervorzuheben, muss man sich nur ungewöhnlich kleiden.“ Hier klicken für ausführlichen Bericht


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