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Coverstory: PHIL MICKELSON DER STRAHLEMANN
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Präzisionsgolfer mit starken Nerven gesucht! 10.05.2015

Phil Mickelson
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Liverpool, England – Das erste Mal in diesem Jahr tritt die gesamte Weltspitze des Golf bei einem Major an – inklusive Tiger Woods. Bei der 143. Auflage der Open Championship erwartet die Teilnehmer ein Spielplatz, auf dem chirurgische Präzision gefragt ist. Nach acht Jahren kehrt die Open Championship, das einzige Majorturnier auf europäischem Boden, zurück auf den Royal Liverpool Golf Club in Merseyside, England. Auch bekannt unter dem Namen "Hoylake", feierte Tiger Woods auf dem zweitältesten Golfplatz Englands seinen letzten Open-Sieg. Es war eine emotionale Woche für Woods, dessen Vater zwei Wochen zuvor an Krebs verstorben war. Acht Jahre später wird man im Norden Englands einen völlig anderen Tiger Woods erleben, denn seither wurde das Leben der damaligen Nummer 1 der Welt bekanntermaßen gehörig auf den Kopf gestellt. Der Tigergate-Skandal, seine gescheiterte Ehe, viele Verletzungen und zahlreiche Operationen haben ihre Spuren hinterlassen. Bei der Open Championship spielt Woods erst sein zweites Turnier nach einer Rückenoperation im März und nur die hartgesottensten Fans werden ernsthaft an einen Sieg glauben. Dabei ist der Royal Liverpool vielleicht genau der Golfplatz, auf dem dieser Tiger Woods, der ohne Zweifel körperlich noch nicht wieder auf der Höhe ist, einen guten Score spielen kann. Bei seinem Sieg 2006 griff Woods während seiner vier Runden exakt einmal zum Driver. Die schmalen Fairways des Royal Liverpool verlangen nach Präzision und nicht unbedingt nach Weite. Es gibt keine Monsterbahnen, das längste Par 4 misst ca. 435 Meter, das längste Par 5 bringt es auf 515 Meter. Sollte Tiger seiner Taktik von 2006 treu bleiben, kann er sich erneut auch ohne ans körperliche Limit gehen zu müssen, ganz nach vorne spielen. Zudem soll er in seiner Verletzungspause viel Zeit auf dem Puttinggrün und mit dem Training des kurzen Spiels verbracht haben. Die Wettervorhersage unterscheidet sich nicht signifikant von den Bedingungen vor acht Jahren. Der Platz wird sicherlich nicht ganz so hart gebacken und verbrannt sein, es bleibt jedoch angenehm warm und bis auf ein überschaubares Gewitterrisiko am Freitag auch weitestgehend trocken. Der Faktor "Wind" macht in Liverpool den Unterschied, doch von dem "Breeder of Champions", wie die steife Brise schon poetisch umschrieben wurde, wird man an den Spieltagen wenig bis nichts spüren. Doch Tiger Woods ist nur einer von vielen Weltklassespielern im Feld, der einen Platz zu schätzen weiß, den man strategisch zerlegen kann. Der einzige deutsche Teilnehmer Martin Kaymer hat in diesem Jahr schon zweimal bewiesen, dass er bei derlei idealen Bedingungen ein Birdie-Feuerwerk abbrennen kann. Und dass der Siegerscore deutlich unter Par liegen wird, darüber sind sich die Experten einig. Kaymer gewann sowohl bei der Players Championship als auch bei der U.S. Open dank seiner starken Auftaktrunden. Bei der Open Championship wird er am Donnerstag bei perfekten Bedingungen und bei Windstille die Fahnen attackieren ... Hier klicken für ausführlichen Bericht


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