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Putt-Probleme? Denken Sie neu! 18.01.2019

Denken Sie neu!
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Ein Fehler führt bei vielen Amateuren zu schlechten Putts. Eine neue Herangehensweise könnte helfen.


Gary Nicol and Karl Morris, Autoren von "The Lost Art of Putting"

Die Mehrheit der Trainingshilfen neigen dazu, sich auf zwei Dinge zu konzentrieren: Was wir als Golfer mit unserem Körper und unserem Putter tun müssen. Ziel und Startlinie. Wir müssen die Startlinie richtig setzen. Wir müssen den Ball in Gang bringen. Wir sagen nicht, dass das falsch ist. Nun, nicht so ganz. 

Ja, Sie müssen sich darüber im Klaren sein, wo der Putter beim Ansprechen zielt und wie der Schläger beim Ballkontakt steht. Eine gute Ausrichtung ist ein wesentlicher Aspekt, um ein guter Putter zu werden. 

Wir schlagen lediglich vor, dass, wenn Sie alle Tipps und Handbücher gelesen haben, alle Trainingshilfen ausprobiert haben, alle Video-Tutorials angesehen haben und Sie immer noch nicht wie gewünscht putten, dann öffnen Sie ihren Geist für ein anderes Konzept.

Seltsam, aber wahr

Sie werden erstaunt sein, wie sich Gehirn und Körper organisieren, indem sie sich auf das Tempo konzentrieren. Und dadurch auch die Ausrichtung verbessern. Dies ist eine dieser Anomalien, bei denen man etwas verbessert, indem man sich eben nicht darauf konzentriert. Seltsam, aber wahr. 

Wir alle haben die Bücher gelesen, die Videos gesehen, die Technologie genutzt und die Trainingshilfen und Gadgets ausprobiert. Sie alle konzentrieren sich auf einen Aspekt des Putt: den Start; jenem Aspekt, bei dem wir uns auf unseren Putter konzentrieren, ein weiteres Gerät ausprobieren, einen dünneren Griff, einen dickeren Griff, eine andere Art, den Putter zu halten - und das ist noch bevor wir zu unseren zahlreichen Schwunggedanken kommen.

Fokus auf das andere Ende

Wir glauben, dass Sie mehr Aufmerksamkeit auf das andere Ende des Putts richten müssen. Jenen Teil, in dem sich das Loch befindet. Schließlich wollen wir, dass sich der Ball in diese Richtung bewegt.

Gary erinnert sich, dass sein verstorbener Vater ihm nach einigen Drei-Putts einst empfohlen hatte, sich mehr auf das Tempo zu konzentrieren. Die frustrierenden Drei-Putts waren fast ausschließlich darauf zurückzuführen, dass er seine Putts entweder deutlich über das Loch hinaus rollen ließ oder eben zu kurz. 

Er war damals erst zehn Jahre alt und obwohl er das Konzept des Tempos, das die Linie bestimmt, nicht wirklich verstand, wurden die Drei-Putts seltener. Das Treffen des Balls im Sweet Spot ist von entscheidender Bedeutung, wenn Sie eine Chance haben wollen, Ihre Putts auf die richtige Distanz zu bringen.

Die meisten modernen Putter haben eine eingebaute Ausrichtungshilfe in unterschiedlicher Art und Weise. Aber die meisten Golfer, die wir sehen, neigen dazu, sie zu benutzen, um sicherzustellen, dass der Putter richtig ausgerichtet ist.

Die Mehrheit spricht den Ball an der Spitze an

Nichts ist daran falsch. Aber diese Hilfe beim Ausrichten sollte auch verwendet werden, um sicherzustellen, dass wir mit der Mitte des Putters das Zentrum des Balles treffen, um die größte Chance zu haben, ihn auf die richtige Distanz zu bringen. Wir wissen: Wenn wir den Ball mit unseren Driver mit der Hacke oder der Spitze des Schlägerkopfs treffen, lässt das Ergebnis zu wünschen übrig. 

Das Gleiche gilt für einen außermittigen Schlag mit Ihrem Putter. Ein Heel- oder Toe-Treffer bei einem Fünf-Meter-Putt kann dazu führen, dass der Ball weniger als 80 Prozent der vorgesehenen Distanz zurücklegt. 

Wir alle wissen, dass wir den Ball aus dem Sweet Spot schlagen sollten, aber wann haben Sie das letzte Mal tatsächlich darauf geachtet? Von dem, was wir als Trainer im Laufe der Jahre erlebt haben, neigt die Mehrheit der Golfer dazu, den Ball leicht an der Spitze des Zentrums anzusprechen. Infolgedessen lässt die Mehrheit ihrer Putts zu kurz. Es muss kein schlechter Schwung gewesen sein, aber es wurde ein schlechter Treffer. Daher unsere Empfehlung: Achten Sie auf die Qualität des Ballkontakts.


Kindlich zu sein bedeutet, eine einfache Faszination zu haben, und die Aufgabe zu lieben, den Ball ins Loch zu bekommen. Kindisch sein bedeutet, zu erwarten, dass Sie es verdienen, den Putt zu stopfen oder dass Sie aus einer bestimmten Entfernung nicht verfehlen sollten. The Lost Art of Putting wird Ihnen helfen, sich auf den Grüns kindlicher und weniger kindisch zu verhalten. Der führende Tour-Coach Gary Nicol und der Performance-Trainer Karl Morris, die zusammen 60 Jahre Coaching-Erfahrung haben, glauben, dass beim Putten zu viel Wert auf Technik und Ausrüstung gelegt wird.


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