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Coverstory: PHIL MICKELSON DER STRAHLEMANN
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"I was their Captain..." 06.10.2014

Tom Watson
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USA – Die Niederlage des US-Teams beim Ryder Cup 2014 in Gleneagles hat die US-Golffans arg geschmerzt. Doch die Nachwehen, die diese Enttäuschung mit sich gebracht hat, werden offensichtlich noch länger wehtun als man bereits befürchtet hat. Es ist wirklich gut, dass ab kommenden Freitag die PGA Tour Fahrt aufnimmt und mit der Frys.com Open in Napa, Kalifornien das sportliche Geschehen wieder in den Mittelpunkt rücken wird. Denn was sich übers Wochenende in Sachen Ryder Cup-Niederlagen-Aufbereitung getan hat, kommt einer Total-Blamage immer näher und wirft wirklich kein gutes Licht auf den US-Golfverband. Als Phil Mickelson direkt bei der Pressekonferenz nach der Niederlage in Gleneagles seine Sicht der Dinge darlegte, dachte viele Beobachter, dass es nicht mehr schlimmer werden könnte. Doch weit gefehlt. Nachdem erst Phil Mickelson in den folgenden Tagen öffentlich als Buhmann dargestellt wurde, machten die US-Golfmedien Interna aus Team-Meetings öffentlich und heizten damit die Diskussionen um Tom Watsons angeblich misratene Strategie als Captain weiter an. Watson, so war zu lesen, hätte seine Spieler demotiviert anstatt sie aufzubauen und auch sonst recht wenig Interesse daran gezeigt, das Gespräch mit seinem Team zu suchen. Es gab Geschichten über zurückgewiesene Geschenke, Watson soll europäische Spieler lächerlich gemacht haben – aber auch seinen eigenen Spielern klar zu verstehen gegeben haben, dass fast alle nach zwei Tagen eine unterirdische Leistung abgeliefert hätten. Und erst Sonntagabend war bekannt geworden, dass Watson angeblich erst Bill Haas als Captain's Pick mit nach Gleneagles nehmen wollte. Doch nachdem Watson mit Tiger Woods telefoniert haben soll und Webb Simpson eine leidenschaftliche SMS an Watson geschickt hatte, und darin erklärte, warum der der richtige Mann für den Job sei, entschied Watson schließlich, Haas – dessen Form im Vergleich zu Simpson gerade bestens war – zu Hause zu lassen. Es werden in den kommenden Tagen sicher noch weitere Interna aus dem Team der USA an die Öffentlichkeit gelangen. Im Augenblick steht daher Captain Watson im Kreuzfeuer. Um weitere Spekulationen und Diskussionen im Keim zu ersticken, hat Ryder Cup-Captain Tom Watson daher zu einer ungewöhnlichen Maßnahme gegriffen und einen Brief geschrieben, der von der PGA of America veröffentlicht wurde. Darin erklärt Watson, dass er die Verantwortung für alles übernimmt, was sich während des Ryder Cups zugetragen hat, er entschuldigt sich für mangelnde Kommunikation und stellt klar, dass alle Fehler, die im Laufe der Wettkämpfe gemacht wurden, seine Schuld waren. Der offene Brief von Tom Watson in der Originalversion: "In response to all of the recent discussion about our Ryder Cup loss, I would like to make a few comments. First, I take complete and full responsibility for my communication, and I regret that my words may have made the players feel that I didn’t appreciate their commitment and dedication to winning the Ryder Cup. My intentions throughout my term as Captain were both to inspire and to be honest. Secondly, the guys gave everything. They played their hearts out. I was proud to get to know each and every one of them. I know they are all going to win tournaments, be on future Ryder Cup teams and have wonderful careers. Our team certainly showed guts when it took it to the other team early in Sunday's singles matches. We were indeed tied with them as the scoreboard turned wonderfully “red.” Our players started fast as I had asked them to in my comments the night before. I asked them to really concentrate on holes 2-5, as the Europeans had won too many early battles on these particular holes. But in the end, the facts are that the other team played better. My hat's off and congratulations to them. As for Phil's comments, I completely understand his reaction in the moment. Earlier this week I had an open and candid conversation with him and it ended with a better understanding of each other's perspectives. Phil's heart and intentions for our Team's success have always been in the right place. Phil is a great player, has great passion and I admire what he's done for golf. The bottom line is this. I was their Captain. In hindsight whatever mistakes that were made were mine. And I take complete and full responsibility for them. I want to say again to the players, their families, the PGA and our country how proud and honored I was to captain this talented group of golfers, and how privileged I was to spend the past two years working this labor of my love for the Ryder Cup." Es wird wirklich Zeit, dass kommende Woche die Frys.com Open beginnen und wieder der Sport im Mittelpunkt steht. © GOLF TIME Verlag GmbH/dok


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