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Coverstory: MARTIN KAYMER KAYMER KRITISCH
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Luuuuke! Donald stürmt an die Spitze 15.04.2017

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Sergio Garcia hat es in der letzten Woche vorgemacht und es fällt schwer zu glauben, dass der langerwartete und heißersehnte Majorsieg des Spaniers einem Spieler wie Luke Donald nicht auch einen kleinen Stich versetzt hat. Denn die ehemalige Nummer Eins der Welt zählt nach wie vor zu den "Unvollendeten", also den Top-Spielern, die nie einen Majorsieg feiern konnten. Bei der RBC Heritage wird Luke Donald dies zwar nicht ändern können, doch seine Top-Platzierung zeigt, dass dies die Art Motivationsschub ist, die Luke Donald benötigt.

Hilton Head, South Carolina – Sechsmal kam Luke Donald bei der RBC Heritage unter die drei besten Spieler im Feld, zum Sieg hat es nie gereicht. Insofern ist das Nachfolgeturnier des Masters auch sinnbildlich für Luke Donalds Karriere, die nie mit einem Majorsieg veredelt wurde. Warum ihm gerade dieser Platz liegt? Die Harbour Town Links sind ein Shotmaker-Course, nicht übermäßig lang, dafür aber eng gebaut mit vielen Hindernissen rund um Grüns. Ein Vorteil für Donald, der nie ein extremer Weitenjäger war, wohl aber in der Lage, präzise Eisen zu schlagen.

"Ich befand mich schon häufiger in der Situation, in der ich gerade bin", analysierte Luke Donald seine Runde nüchtern. "Ich muss weiterhin aggressiv spielen und Birdies machen. Mit Par allein wird man hier nichts gewinnen." Innerhalb der letzten acht Jahre wurde Donald sechsmal Zweiter oder Dritter. Bei 21 seiner 42 Runden auf den Harbour Town Links spielte er Ergebnisse in den 60ern. In der zweiten Runde legte der Engländer eine solide 67 (nach einer 65 am Vortag) hin und setzt sich somit mit zehn Schlägen unter Par zwei Zähler vor seinem Landsmann Ian Poulter ab.

Der Kanadier Graham Delaet hingegen ist nicht nur wie Luke Donald bei Majorturnieren, sondern auch insgesamt auf der PGA Tour noch ohne Sieg. Bei seinen sechs letzten Ausflügen nach Hilton Head wurde er einmal geteilter 14., ansonsten kam er immer "unter ferner liefen" ins Ziel. Vorteil Luke Donald, möchte man meinen. Aus seiner Nervosität macht DeLaet keinen Hehl. Auf die Frage, wie er sich aufs Wochenende vorbereiten gedenke, antwortete er humorvoll: "Ich plane erneut um 4.45 morgens aufzuwachen, so wie heute morgen". DeLaet spielte ebenso wie Donald eine 65 und eine 67 und geht am Samstag gemeinsam mit dem erfahrenen Engländer auf die Runde.

Poulter kämpft um Tourkarte

Für Luke Donalds Landsmann Ian Poulter geht es bei der RBC Heritage primär um einen essentiellen Preisgeldscheck in Höhe von mindestens 145.000 Dollar. Diese Summe benötigt die Ryder Cup-Ikone, um seine Spielberechtigung für die PGA Tour zu erhalten. Mit einer sogenannten "Medical Exemption" ausgestattet, also einer Fristverlängerung aufgrund von verletzungsbedingten Ausfällen, muss Poulter in den nächsten beiden Events diese Summe erspielen, um nicht seine Tourkarte zu verlieren. Mit zwei Schlägen Rückstand auf das Spitzenreiterduo teilt sich Poulter den dritten Platz mit Webb Simspon, keine schlechten Aussichten also, am Sonntag den erhofften Erfolg feiern zu können. Oder vielleicht sogar mehr.

Bud Cauley, der am Donnerstag mit einer 63 sprichwörtlich die Lichter ausschoß, konnte nicht an seine Rekordrunde anknüpfen. Mit 72 Schlägen verlor er einen Zähler und liegt mit sieben Schlägen unter Par auf dem geteilten fünften Rang.

Erfreuliches gibt es auch aus dem deutschen Lager. Mit einer starken 66 machte Alex Cejka 56 Plätze im Klassement gut und geht als geteilter 16. ins Wochenende. Den Platz teilt er sich mit Martin Kaymer, der nach einer 68 eine solide 69 auf die Scorekarte schreiben konnte.


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