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Coverstory: Caroline Masson POWER GIRL
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Schlag-Fertig 25.11.2015

Der Claret Jug konnte nicht darüber hinwegtäuschen: 1976 hatte Johnny Miller seine beste Zeit als Golfer schon hinter sich
Hall of Fame-Spieler: Mickelson, Miller und Player
Johnny Miller war kein Longhitter: Trotzdem schlägt er auch heute noch Phil Mickelson im Armdrücken
Johnny Miller: Ein absoluter Familienmensch
Das Ryder Cup-Team 1981 mit Johnny Miller: Europa vom Platz gefegt
Ryder Cup 2012: Miller mit dem Kommentatoren-Kollegen Dan Hicks
Johnny Miller: Golfanalyst des US-Fernsehsenders NBC
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Er ist der scharfzüngigste TV-Golfkommentator, doch wer erinnert sich daran, wie gut er mit dem Golfschläger war? An diesem Sonntag überprüfte Johnny Miller höchstpersönlich, ob sein Caddie das Yardagebook des Oakmont County Club eingesteckt hatte. Am gestrigen Samstag musste ausgerechnet er, der seinen Taschenträger sogar Distanzen von einem halben Meter und weniger im „schlauen Buch“ vermerken ließ, neun Bahnen ohne diese essenzielle Hilfe auskommen. Bis schließlich seine Frau Linda die Aufzeichnungen finden konnte, war der Schaden schon entstanden und Miller fiel mit 76 Schlägen aus der Spitzengruppe. Mit sechs Schlägen Rückstand startete er auf Rang 8 liegend in den Finaltag der U.S. Open 1973. In den nächsten vier Stunden kam Johnny Miller der Perfektion im Golf so nahe wie kaum mehr ein Spieler vor oder nach ihm. Er traf 18 von 18 Grüns, die meisten Bälle landeten weniger als zwei Meter entfernt vom Loch. Nach vier Bahnen standen schon vier Birdies auf der Scorekarte, nach einem Bogey auf der 8 zündete er zwischen der 12 und der 15 ein weiteres Birdie-Feuerwerk. Er überholte Jack Nicklaus, Lee Trevino, Gary Player und Arnold Palmer und brachte am Ende eine 63 an einem Tag ins Clubhaus, an dem nur fünf weitere Spieler es überhaupt schafften, eine Runde unter Par zu spielen. „Champ“. Johnny Miller kam im April 1947 auf die Welt. Sein Vater Larry war ein golfbegeisterter Highschool Lehrer und hatte sich im Keller eine Übungsanlage der Marke „Eigenbau“ installiert. Johnny, der eigentlich immer nur „John“ gerufen wurde (sein Agent überredete ihn zu dem Spitznamen, doch bis heute signiert Miller ohne diese Verniedlichung), erlernte schon als Fünfjähriger mit der Unterstützung eines Golflehrers einen soliden Golfschwung. „Ich hatte viel Glück, mein Vater hat mich nie zu etwas gezwungen und nannte mich immer lächelnd ,Champ’“. Mit 13 Jahren schaffte es Miller in ein Golf-Förderprogramm für Jugendliche, das vom Olympic Club in San Francisco unterhalten wurde. Dort wurde sein ohnehin schon außergewöhnliches Eisenspiel weiter verfeinert. Doch seine „Schlagfertigkeit“ beschränkte sich schon damals nicht nur auf den Golfplatz. Bei Mannschaftsspielen versuchten die Jugendlichen, sich gegenseitig durch Sticheleien und Sprücheklopfen aus der Ruhe zu bringen, eine Disziplin, in der Johnny selten den Kürzeren zog. „Ich bin vielleicht nicht der schlauste Kerl der Welt, aber mir fällt immer eine Erwiderung ein.“ Sobald er sich außerhalb seiner Clique bewegen musste, benutzte er seine Schlagfertigkeit als Schutzschild. Als Tour-Spieler eilte ihm deshalb der Ruf der Unnahbarkeit voraus, ein Typ, mit dem man vier Tage Spaß ha­ben kann, der aber dann sang- und klanglos wieder verschwindet. Hier klicken für ausführlichen Bericht


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