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Coverstory: BROOKS KOEPKA MISTER ZUFALL
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Souverän! 06.05.2013

Marcel Siem
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Marcel Siem feiert in Marokko seinen dritten Titel. Vom ersten Turniertag an bis hin zum Sonntag Abend dominierte Marcel Siem bei der Hassan II Trophy in Marokko das Leaderboard. Erstmals in seiner Karriere gelang dem Düsseldorfer ein souveräner Start-Ziel-Sieg. „Ich bin total glücklich und sehr stolz darauf, dass ich die Ruhe bewahren konnte.“ Siem schlief trotz vier Schlägen Vorsprung nach drei von vier Runden nicht besonders gut auf seinem vermeintlich bequemen Polster und holte sich vor der Runde noch Tipps bei Bernhard Langer, wie er die Finalrunde angehen sollte. Und kurzzeitig sah es wirklich so aus, als könne Mikko Ilonen den Deutschen noch gefährden, der mit einem frühen Bogey in die Runde gestartet war, während der Finne ein Birdie-Feuerwerk abbrannte. Doch Siem ließ sich nicht beeindrucken und erreichte die Ziellinie schließlich mit drei Zählern Vorsprung. Majorträume. Obwohl die Trophäe und der Preisgeldscheck genug Grund zum Feiern boten, blieb es für Marcel doch noch bis in die Nacht hinein spannend. Denn gleichzeitig lief in den USA die Shell Houston Open, bei der sich herausstellen würde, ob Siems Sieg wertvoll genug war, um das begehrte Ticket zum Masters in Augusta zu lösen. Nur die 50 besten Spieler der Weltrangliste erhalten eine Einladung zum ersten Majorturnier des Jahres, und am Ende war es (sehr zum Leidwesen Siems) der Schwede Henrik Stenson, der dank eines zweiten Platzes in Texas mit hauchdünnem Vorsprung ins Starterfeld rutschte. Sofort reagierten die Veranstalter der Valero Texas Open und luden den deutschen Golfprofi zu ihrem Turnier nach Amerika ein, denn der Sieger durfte ebenfalls als Last-Minute-Kandidat in Augusta spielen. Doch schon nach Runde 1 sah es so aus, als würde Marcel sang- und klanglos am Cut scheitern. Eine suboptimale 76 machte alle Masters-Träume zunichte. Dann jedoch beeindruckte der Deutsche das amerikanische Golf-Publikum mit seinem Kämpferherz und spielte an den folgenden drei Tagen mit elf Schlägen unter Par das drittbeste Ergebnis im Startfeld und wurde geteilter Zehnter. Die European Tour honorierte Siems Leistungen mit dem Titel „Spieler des Monats März“. Und sollte Marcel Siem sich seine Top-Form erhalten, wird er das Masters 2014 sicher nicht mehr vom Fernseher aus verfolgen müssen ... © GOLF TIME Verlag GmbH Artikel zu diesem Thema:


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