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Spät-Starter 01.09.2013

Jason Dufner
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Mit stoischer Gelassenheit triumphierte er bei der PGA Championship. Die Gesichtszüge Jason Dufners zeugen von einer Form des Langmuts, den man sich über viele Jahre hart erarbeiten muss. Der frischgebackene PGA Championship-Sieger benötigte 164 Starts auf der PGA Tour, um 2012 seinen ersten Sieg bei der Zurich Classic zu feiern. Vielleicht war er an jenem Finaltag besonders tiefenentspannt (sofern es bei ihm noch entspannter geht), da er in der Folgewoche seine Hochzeit feiern sollte. Die Profikarriere des heute 36-jährigen Golfers aus Cleveland, Ohio begann eher holperig. Immer wieder kämpfte Jason Dufner um seine Spielberechtigung auf der PGA Tour und war regelmäßiger Gast bei der Q-School. Seit 2009 spielt er dauerhaft in der höchsten Liga, doch lange blieb ihm ein Sieg verwehrt. 2010 begann dann seine „Hass- Liebe“ mit der PGA Championship, als er knapp das Play-off verpasste und geteilter Fünfter wurde. Ein Jahr später führte er das Major-Turnier mit fünf Schlägen Vorsprung bei vier zu spielenden Löchern an, was zu viel für Dufners Nervenkostüm war. Angesichts des möglichen Major-Siegs stolperte er in ein unnötiges Play-off gegen Keegan Bradley, das er schlussendlich verlor. Doch Jason Dufner ließ sich durch die Niederlage nicht aus der Ruhe bringen, sondern gewann im April 2012 endlich seinen ersten Titel. Schon drei Wochen später drückte man ihm bei der HP Byron Nelson Championship den zweiten PGA Tour- Pokal seiner Karriere in die Hand. Weitere Top-Platzierungen, unter anderem ein vierter Platz bei der U.S. Open, spülten ihn in der Weltrangliste nach vorne und so stand er 2012 im Aufgebot für den Ryder Cup, bei dem er drei seiner vier Matches gewann. Obwohl Dufner alles andere als eine schillernde Persönlichkeit ist, erlangte er unfreiwillige Berümtheit außerhalb des Golfplatzes, als er während eines Besuchs einer Grundschul-Veranstaltung abgelichtet wurde. Viele Golfkollegen stellten daraufhin seine scheinbar komplett muskelspannungsfreie Sitzposition nach und nannten diese Übung im Sitzlümmeln „Dufnering“. Im August 2013 gelang Jason Dufner endlich der versöhnliche Abschluss seiner PGA Championship-Trilogie, als er den Titel im Oak Hill Country Club gewinnen konnte. Vor allem sein konstantes langes Spiel waren ein Schlüssel zu dem Sieg mit zwei Schlägen Vorsprung auf Jim Furyk. Aktuell rangiert Dufner in den Top 10 der Welt und ist ohne Frage unser Spieler des Monats August. © GOLF TIME Verlag GmbH Artikel zu diesem Thema:


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