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Coverstory: PHIL MICKELSON DER STRAHLEMANN
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Strukturiertes Umdenken als langfristiges Erfolgskonzept 19.06.2014

Dabei stehen ca. 56.000 Eintritte rund 53.000 Austritten gegenüber. Da fragt man sich schon: Was sind die Gründe für diese hohe Anzahl an „Aufhörern“? Fest steht, dass sich die Betreiber von Golfanlagen heute intensiver und konzeptioneller mit dem Thema Mitglieder-Gewinnung und Mitglieder-Bindung auseinandersetzen müssen.
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Für die Mitglieder-Gewinnung benötigen Golfanlagen heute geschulte Vertriebsmitarbeiter und schlüssige Konzepte. Bei der Mitglieder- Bindung steht insbesondere die soziale Integration der neuen „Clubmitglieder“ in die bestehenden Strukturen des Clubs im Vordergrund. Die Verantwortlichen werden dabei zudem noch mehr in die Rolle des „serviceorientierten“ Gastgebers schlüpfen müssen. Dabei ist die aktuelle wirtschaftliche Gesamtsituation der Golfanlagen herausfordernd. Im Moment ist im Golfmarkt das Angebot größer als die Nachfrage. Der Wettbewerb nimmt zu und wird meist über den Preis geführt. Gerade deshalb wird es schwieriger, kostengerechte Preise für Greenfees und Jahresgebühren beim Kunden durchzusetzen. Wir benötigen wieder ein stabiles Wachstum, um die nachhaltige Wirtschaftlichkeit der Golfanlagen zu sichern. Werbe-Kampagne. Die Frage ist nur, wie wir zu mehr Wachstum kommen? Seitens der Golfanlagen ist hier zunächst eine klare Marktpositionierung anzustreben, damit der Interessent von außen erkennt, welche Leistungen, welche Qualität und welche Kosten sich hinter dem Angebot der einzelnen Clubs verbergen. Ähnlich wie in der Hotellerie, haben hier bereits über 150 Golfanlagen reagiert und sich erfolgreich der Golfanlagen-Klassifizierung unterzogen. In einem zweiten Schritt müssen wir den Golfsport einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen. Eine Werbekampagne zur besten Sendezeit auf ARD/ZDF, begleitet von einem Imagefilm, der die Schlagworte Gesundheit, Natur, Spaß, Geselligkeit und Familie in den Vordergrund stellt, mit der Botschaft, dass „Golf weit mehr ist, als nur Sport“, würde für verstärktes Interesse in der Bevölkerung sorgen. Hier ist auch der DGV mit seinen wirtschaftlichen Möglichkeiten gefordert. Großes Angebot. Wir verfügen ja über die unterschiedlichsten Anlagen, von der „Event-Driving Range“, der 9-Loch-Anlage, dem 18-Loch-Meisterschaftsplatz bis hin zum 5-Sterne-Golf- Resort. Es ist also für jeden möglich, seinem Budget entsprechend Golf zu spielen. Reagieren müssen wir auf die Entwicklung bei den Jugendlichen! Unsere Kids sind die Kunden von morgen. Auf Golfanlagen treffen sie auf eine „Erwachsenenwelt“. Wir benötigen hier aber „Kinderwelten“, wenn wir junge Golfer gewinnen möchten. Nur so haben wir eine reelle Chance, sie langfristig und über ihre Jugend hinaus für eine Golf-Mitgliedschaft zu begeistern. Den eigentlichen „Big Change“ in der Golfbranche sehe ich auf jenen Golfanlagen, die sich mehr und mehr vom klassischen Sportclub zum mittelständischen Dienstleistungs-Unternehmen entwickeln. Wenn dieser Gedanke auf den Golfanlagen erfolgreich umgesetzt wird, ist mir um die Golfbranche nicht bange. Wir haben ein attraktives Produkt, ein vielfältiges Angebot und innovative Golfplatzunternehmer. Darüber hinaus werden wir den touristischen Faktor im Golfmarkt weiterentwickeln. Hier können wir von unseren österreichischen Nachbarn u. a. eine ganze Menge über erfolgreiche Hotel-Kooperationen lernen. Der Bundesverband Golfanlagen e. V. wird seine 175 Golfplatz-Eigentümer dabei auch in Zukunft mit seinem flächendeckenden Business- Netzwerk und seinen zahlreichen Leistungen und Partnern tatkräftig unterstützen. Thomas Hasak, Geschäftsführer des Bundesverbands der Golfanlagen Wirtschafts-GmbH (BVGA), dem Dachverband der Golfplatz-Eigentümer und Golfanlagen-Betreiber in Deutschland, Österreich und der Schweiz. E-Mail: [email protected]


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