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Technik versus Fertigkeit 07.08.2014

Der Schlag aus einem Fairwaybunker zählt für den durchschnittlichen Golfer zu den wohl schwierigsten
Der Schlag aus einem Fairwaybunker zählt für den durchschnittlichen Golfer zu den wohl schwierigsten
Ian Holloway, Jahrgang ’80, Fully Qualified PGA Professional und Certified Senior Instructor der David Leadbetter Golf Academy im Golf Valley München. [email protected], www.leadbetter.de
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Etwas, das meine Schüler mit am meisten von mir lernen möchten, ist mehr Konstanz auf der Runde. 

Viele Golfer haben Probleme damit, den Ball solide zu schlagen, was dann die unterschiedlichsten Folgefehler nach sich zieht. Auch wissen die wenigsten, wie weit sie den Ball mit den einzelnen Schlägern tatsächlich schlagen, was sich unter anderem auch negativ auf das Course Management auswirkt. Nun könnte ich endlos über Technik referieren, doch viel wichtiger ist, mehr Gefühl für das Spiel auf dem Platz zu entwickeln, als die Zeit mit reinem Techniktraining zu verbringen. 

Der Idealzustand besteht daher darin, technisch besser zu werden, ohne es wirklich zu merken. Das gelingt am besten, indem wir situationsnah trainieren, idealerweise mit einem Schlag oder einer Spielsituation, wobei wir unmittelbares Feedback erhalten. Dadurch lernt man und verbessert sich gleichzeitig. Ich nenne diese Art des Trainings "Guided Discovery", was übersetzt soviel heißt wie "geführtes" oder "begleitetes Entdecken".

Problem: Schlag aus dem Fairwaybunker

Der Schlag aus einem Fairwaybunker zählt für den durchschnittlichen Golfer zu den wohl schwierigsten. Das liegt daran, dass der Ballkontakt absolut präzise sein muss, um zu gelingen. Wenn der Schläger zu früh auf den Sand trifft, dann geht eine Menge an Energie im Treffmoment verloren und der Ball wird nur wenig weit fliegen, wenn überhaupt.

Auf der anderen Seite ist es ebenfalls problematisch, wenn der Ball zu dünn getroffen wird. Dann wird er flach dahinschießen und möglicherweise die Bunkerkante treffen oder aber sich einbohren.

Die Lösung

Nehmen Sie Ihr normales Setup ein: Nun graben Sie Ihre Füße leicht in den Sand ein und greifen den Schläger etwas kürzer, um mehr Kontrolle zu erlangen. Führen Sie eine ganz normale Schwungbewegung durch, dabei mit nicht ganz so ausgeprägtem Finish wie sonst. Auch das dient zur Erhöhung der Kontrolle.

Versuchen Sie dabei, den Ball möglich direkt zu treffen, um einen maximalen Energietransfer zu gewährleisten. Üben Sie dies gezielt, dann werden Sie den Ball auch auf dem Fairway wesentlich besser treffen. 

Ian Holloway, Jahrgang ’80, Fully Qualified PGA Professional und Certified Senior Instructor der David Leadbetter Golf Academy im Golfclub Velbert-Gut Kuhlendahl


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