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Coverstory: PHIL MICKELSON DER STRAHLEMANN
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The Ryder Cup in Naples, Florida 01.10.2014

Naples, Florida: the
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GOLF TIME USA-Korrespondent Dominik Krautschun versorgt Sie wöchentlich mit News und Geschichten rund um das Thema Golf – direkt aus den Vereinigten Staaten. Diese Woche: Wo guckt man in der "Golf Capital of the World" am besten den Ryder Cup? Ich darf mich glücklich schätzen seit einigen Jahren in Naples, Florida, wohnen zu dürfen. Mit über 100 Golfplätzen, die alle in ca. 30 Minuten vom Zentrum aus mit dem Auto zu erreichen sind, hat das Städtchen an der Südwestküste Floridas mehr mehr Golflöcher pro Einwohner aufzuweisen, als jede andere Stadt in den USA. Alleine von meinem Haus aus kann ich zu vier Championship-Golfplätzen mit dem Fahrrad fahren – und komme dabei noch nicht einmal ins Schwitzen, denn sie sind in nur zehn Minuten zu erreichen. Wenn man in Naples mit Golf-Buddies ein Golf-Date ausmachen möchte, dann einigt man sich meist auf einen Platz, der mit dem Auto maximal 15 Fahrminuten entfernt ist. Alles andere ist viel zu viel Aufwand und Fahrerei. Und da jeder Golfplatz auch mit einem meist recht ansprechenden Clubhaus mit Full Bar und jeder Menge Fernsehern ausgestattet ist, guckt man sich den Ryder Cup in Naples natürlich nicht alleine zu Hause an, sondern auf der Terrasse eines Clubhauses. Doch wer die Wahl hat, der hat auch die Qual. Um also die beste Ryder Cup-Experience in der "Golf Capital of the World" zu haben, gebe ich diese Woche drei Insider-Tipps – für die beste Sportsbar – und den passenden Platz dazu. Die Tipps gelten natürlich auch, wenn mal nicht Ryder Cup ist. Für den schmalen Geldbeutel: Golden Gate Country Club, Golden Gate City, Naples Für 25 US-Dollar spielt man bis Ende Oktober 18-Loch auf einem Platz, der über die ersten vier Löcher zwar am vierspurigen Collier Boulevard entlang führt – ein übler Pullhook kann schon mal auf der Fahrbahn landen – dann aber durch spärlich bebautes Wohngebiet verläuft und schließlich nach Loch Nr. 18, 425 Yards, Par 4, an der vielleicht besten Tikki-Bar von Southwest-Florida endet. Das Bier vom Faß gibt es hier für 2,50 Dollar, Hamburger und Chicken Wings sind ab 6 Dollar zu haben. Die Bar, die leicht erhöht an der Driving Range steht, hat sieben Fernseher und das Publikum ist Old School-Florida. Wer sehen will, wie Martin Kaymer wieder einen Siegesputt versenkt und danach trotzdem mit einem echten Redneck mit Wodka-OJ im Pappbecher auf einen Sieg Europas anstoßen möchte, der ist hier goldrichtig. Sollte der Abend länger werden, steht auf der Anlage auch ein Hotel zur Verfügung. Wenn man die Aussicht genießen will: Naples Beach Hotel & Golf Club, Olde Naples Das Naples Beach Hotel ist eine Institution für Locals und Besucher. Der bereits 1930 erbaute Platz ist ein altes Florida-Design, auf dessen Fairways der berühmte Pilot Charles Lindbergh nicht nur Golf spielte, sondern auch ab und an mit dem eigenen Flugzeug gelandet ist. Der Platz selbst ist meist überteuert und überlaufen, da er zu dem Beach-Resort des Hotels gehört. Bis Ende Oktober kann man hier aber trotzdem noch Schnäppchen machen und für 30 US-Dollar ab 14 Uhr noch 18 Löcher absolvieren, bevor man zur einzigen Beach-Bar in Naples geht, um dann beim Sonnenuntergang die Zusammenfassung des Tages auf auf einem guten Dutzend TVs und einem Mega-Flatscreen Revue passieren zu lassen. Das Publikum ist gemischt aus Hotelgästen und der Upper-Class von Naples. Das Bier kostet sieben Dollar, ein Glas Wein ab zehn Dollar und ein Cheeseburger ist ab 15 Dollar zu haben. Dafür ist die Aussicht auf den Golf von Mexiko und manch operierte Millionärs-Gattin kostenlos. Nur auf persönliche Einladung: The Old Collier Golf Club. A Golf Club, Pure and Simple, North Naples Wenn Sie 260.000 Dollar Aufnahmegebühr (nur nach Einladung durch ein Mitglied) entrichten können, pro Monat knapp 2000 Dollar an laufenden Kosten bezahlen wollen und grundsätzlich nur mit einem Caddie auf die Runde gehen möchten, der 250 Dollar pro Runde kostet (ohne Tipp), dann sind sie hier genau richtig. Einer der exklusivsten Golf-Clubs der USA besticht nicht nur durch ein atemberaubendes Design und höchste Platzqualität. Hier zählt das Gesamterlebnis: Wenn man das Privileg genießt, ab und an von einem Mitglied auf den Old Collier GC eingeladen zu werden, dann hat man das große Los gezogen – zumindest für einen Tag. Und Golf wird hier auch nicht an der Bar geguckt, sondern im Locker-Room. Der ist nicht nur mit einer schicken Kamin-Ecke eingerichtet, sondern auch mit drei Bedienungen und einem warmen Buffet bis weit nach Mitternacht ausgestattet, sodass keine Wünsche offen bleiben. Der clubeigene Fahrdienst fährt Sie übrigens auch mit dem eigenen Auto nach Hause, wenn Sie einen Drink zu viel hatten. Und, wo haben Sie geguckt? Schreiben Sie mir: [email protected] Ausgewählte Beiträge werden hier veröffentlicht. Dominik Krautschun, Jahrgang ‘70, lebt in Naples, Florida, der "Golf Capital of the World". Der Schreibtisch des Hcp -4,3-Golfers steht auf der Driving Range des Miromar Lakes Beach & Golf Club. © GOLF TIME Verlag GmbH Artikel zu diesem Thema:


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