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Trio infernal 09.08.2019

Im Fokus: Titleists T-Serie
Im Fokus: Titleists T-Serie
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Nach zwölf Jahren endet die Ära der AP-Serie von Titleist, die T-Serie soll ein neues Zeitalter einläuten.



Die AP-Serie ist nach zwölf Jahren und sechs Modellen Geschichte. Titleist wirft mit der T-Serie (T100, T200 und T300) keinen neuen Anstrich von bewährten Produkten auf den Markt, sondern ändert deren Grundgerüst. Deshalb legt man beim Schlägerhersteller aus Carlsbad auch Wert darauf, diese nicht als Nachfolger der AP-Modelle zu vermarkten. 

Ganz grob lassen sich die alten und neuen Modelle dennoch vergleichen: Die AP2 mit den T100, die AP3 mit den T200 und die AP1 mit den T300 – womit dann auch die etwas konfuse Einteilung der AP-Serie Geschichte ist. Die Spannweite der Modelle reicht von Tour-Niveau bis Game Improvement. Das Erfolgsrezept: ein modernes Design, kraftvolle Leistung und leichte Spielbarkeit.

Auf einen Blick:

T100
  • PREIS pro Set (8 Eisen) € 1.600,- (Stahl) bis € 1.760,- (Graphit)
  • Players-Eisen mit vollgeschmiedeter Konstruktion
  • für Links- und Rechtshänder
  • Stabilität durch Wolfram-Einsätze
  • in Lofts von 21 Grad (#3) bis 50 Grad (GW)
  • Standard-Schäfte: True Temper AMT Tour White (Stahl), Mitsubishi MCA Tensei White AM2 (Graphit)


T200
  • PREIS pro Set (8 Eisen) € 1.600,- (Stahl) bis € 1.760,- (Graphit)
  • Players-Distance-Eisen mit Max Impact-Technologie
  • für Links- und Rechtshänder
  • durchschnittlich 90 Gramm Wolfram in Ferse und Spitze
  • in Lofts von 21 Grad (#4) bis 48 Grad (GW)
  • Standard-Schäfte: True Temper AMT Tour Black (Stahl), Mitsubishi MCA Tensei Blue AM2 (Graphit)


T300
  • PREIS pro Set (8 Eisen) € 1.200,- (Stahl) bis € 1.360,- (Graphit)
  • Game-Improvement-Eisen im Midsize-Design
  • für Links- und Rechtshänder
  • durchschnittlich 52 Gramm Wolfram in Ferse und Spitze
  • in Lofts von 20 Grad (#4) bis 53 Grad (SW)
  • Standard-Schäfte: True Temper AMT Red (Stahl), Mitsubishi MCA Tensei Red AM2 (Graphit)

Der Weg:

Der Ansatz der Entwickler: Möglichst viel technische Hilfe bei gleichzeitig sportlichem Design. Die Unterscheidung der drei Modelle ist dabei grundlegend klar: Während das T100 sich in Richtung Tour-Spieler und talentierte Single-Handicapper richtet, bietet das T300 wohl das schnellste und fehlerverzeihendste Eisen der Firmengeschichte. Die Lücke dazwischen füllen die T200 Eisen aus der Kategorie Players-Distance-Eisen.

"Die T-Serie stellt einen revolutionären Schritt in der Technologie von Titleist-Eisen dar", sagt Josh Talge, Vizepräsident Titleist Golfschläger. "Unser Forschungs- & Entwicklungsteam für Golfschläger ist fast sechsmal so groß wie zum Zeitpunkt der Einführung der ersten AP-Eisen vor elf Jahren. Es ist die fortwährende Investition in diesem Bereich, mit der es uns gelingt, Fortschritte in Material und Konstruktion zu erzielen und neue Technologien zu integrieren, die in Aussehen, Klang und Schlaggefühl das bieten, was Spieler von einem Titleist-Eisen erwarten."

Durch die "Max Impact"-Technologie, die bei Eisen der T200 und T300-Modellen zum Einsatz kommt, sollen maximale Ballgeschwindigkeit und Distanzkontrollegleichmäßig auf ganzer Fläche verteilt und gleichzeitig ein hervorragenden Klang erzeugt werden. Die Technologie besteht aus einer superdünnen Schlagfläche, die von einem Polymerkern im Schlägerkopf unterstützt wird.
  
"'Max Impact' gibt uns die Möglichkeit, eine dünnere, schnellere Schlagflächen herzustellen, mit der wir die bisherigen Ballgeschwindigkeitsgrenzen bei Eisen überschreiten", sagt Marni Ines, Leiter der Eisenentwicklung in der Forschungs- und Entwicklungsabteilung von Titleist. "Dieses System erlaubt es uns, mit dünnerem Material zu arbeiten, das die Geschwindigkeit über der gesamten Fläche maximiert. Am Ende führt das zu mehr Schlägen, die das Grün treffen und dort auch liegen bleiben."

Unser Fazit:

Revolutionär, wie Josh Talge die T-Serie beschreibt, ist sicherlich ein großes Wort, um neue Golfschläger zu vermarkten und der interessierte Beobachter der Golf-Equipment-Industrie kennt sich heutzutage kaum mehr aus vor lauter Revolutionen. Aber Marketing-Sprech hin oder her – die neue T-Serie ist tatsächlich etwas von Grund auf Neues.

Die Modelle kommen insgesamt kompakter, schnittiger und sportlicher daher als die AP-Vorgänger. Schon beim ersten Anblick der T100 fällt auf, dass das Eisen im Vergleich mit den AP2 weniger Offset, eine dünnere Top-Line sowie eine kompaktere Kopfform aufweist. Jordan Spieth sei Dank, dessen Feedback maßgeblich in den Entwicklungsprozess des T100 einfloss.


Bei den T200 ist den Entwicklern ein eindrucksvoller Spagat zwischen technischer Hilfe und sportlichem Aussehen und Gefühl gelungen. Die "Max Impact"-Technologie scheint selbstnicht ganz mittig getroffene Bälle ein ganzes Stück weiter fliegen zu lassen. Klassik meets Moderne sozusagen. 

Weniger Tour-Gefühl, dafür umso mehr imposante technische Hilfe und in Folge auch Fehlerverzeihung bieten die Schläger der T300-Serie. Beim ersten Test kommt man nicht um die Power dieser Game Improvement-Eisen umher: Die Bälle fliegen durch die dünne Schlagfläche und den tief hinten gelegenen Schwerpunkt in ungeahnte Höhen und Weiten. Da erscheint die oft verpönte Maßnahme, die Lofts etwas nach unten zu biegen, als unabdingbar.

Ein Großteil der Amateurgolfer – von Sven Scratch bis Sepp Streuer – kann sich sicher sein, dass seine Ansprüche bei einem Fitting innerhalb der T-Serie befriedigt werden.


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