Trubel um die Clubfreien in der Schweiz 06.11.2017

Neues System in der Schweiz
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Epalinges, Schweiz – Der Schweizer Golfverband ASG plante, die Verträge mit ASGI und Migros auslaufen zu lassen. Bisher hatten die beiden Vereinigungen die Lizenzen (u.a. Handicap-Verwaltung) für die Schweizer Golferinnen und Golfer ohne Mitgliedschaft in einem Golfclub herausgegeben. So der Stand bis zum heutigen Montagvormittag.

Stattdessen sollte die Lizenzen zentral von der ASG verteilt werden. Dies sollte ab 2018 (ASGI) und ab 2019 für die Golfcard Migros gelten. Für die clubfreien Golfspieler sollte sich zunächst nichts ändern, erklärte ASG-Präsident Jean-Marc Mommer im Interview mit dem Verbandsmagazin Golf Suisse. 

"Wir sind uns der großen Leistungen von ASGI und Migros bei der Popularisierung bewusst", so Mommer. "Gleichzeitig müssen wir aber auch die Interessen der Clubs wahren. Sie sind die Basis unseres Sports und ohne Plätze kann gar niemand spielen."

"Logisch, dass wir Einfluss bekommen wollen"

Vor allem der Anteil der clubfreien Golfer sei in den vergangenen Jahren rasant gewachsen, mittlerweile auf etwa 40 Prozent aller gut 90.000 Golferinnen und Golfer in der Schweiz. "Da ist es irgendwie logisch, dass wir als Verband einen direkten Einfluss bekommen wollen."

Eine Preiserhöhung in Folge der geplanten Einführung einer ASG-Karte stehe nicht zur Debatte. Der Betrag, der durch die clubfreien Golfer in die Kassen gespült würde, soll direkt und transparent an alle Clubs zurückfließen.

"Wir wollen, dass Golf nach wie vor attraktiv ist, wir wollen aber auch mithelfen, dass die Plätze weiterhin bestehen und investieren können", so Mommer weiter.

UPDATE: Heute Vormittag wurde auf der ASG-Website bekanntgegeben, dass der Vertrag mit dem Anbieter ASGI nun doch um ein Jahr verlängert wird. Die Begründung: „Im Gespräch mit den Clubs haben wir gemerkt, dass sie mehr Zeit benötigen, um diese wichtigen Änderungen zu analysieren“, so der ASG-Präsident auf golfsuisse.ch. Zudem soll eine Arbeitsgruppe zum Thema Public Golf Konzepte für die Zukunft erarbeiten.

Man darf gespannt sein, wie die Zukunft der clubfreien Golfer in der Schweiz aussehen wird.
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