Negative Glaubenssätze verändern 08.03.2018

Negativer Glaubenssatz: Ich kann keinen Ball über Wasser schlagen!
Negativer Glaubenssatz: Ich kann keinen Ball über Wasser schlagen!
Negativer Glaubenssatz: Beim Putten bin ich ein Versager.
Negativer Glaubenssatz: Beim Putten bin ich ein Versager.
Wählen Sie eine kleine Wasserfläche und üben Sie mit Lakeballs über das Wasser zu spielen, wenn niemand in der Nähe ist. Spielen Sie den Ball vom Tee.
Wählen Sie eine kleine Wasserfläche und üben Sie mit Lakeballs über das Wasser zu spielen, wenn niemand in der Nähe ist. Spielen Sie den Ball vom Tee.
Die Kagami Golf-Gründerin und Ex-Tourspielerin Sabana Crowcroft gibt in diesem Trainingstipps fundierte Ratschläge, wie man manifestierte Glaubenssätze aufbricht und positiven den Weg bereiten.

Wenn wir uns etwas nur oft genug vorsagen, werden wir irgendwann glauben, dass es wirklich so ist. Tatsächlich hat es sich aber nur als Glaubenssatz in unseren Geist eingeprägt und beeinflusst so unser Verhalten.

Wenn wir ein bestimmtes Verhalten wiederholen, schüttet das Gehirn Neurotransmitter (chemische Botenstoffe) aus, die bewirken, dass die verschiedenen Neuronen durch Synapsen miteinander verbunden werden. Dadurch entsteht ein neuronales Netzwerk, das jeweils bei sich ähnelnden Umständen ausgelöst wird.

Dann fühlen wir uns wie auf Autopilot und besitzen keine Wahl mehr bezüglich unserer Reaktionen (siehe folgende Abbildung).


Wir werden alle durch Glaubenssätze gesteuert, die einen sind positiv und unterstützen unser Leben und unser Golfspiel. Andere jedoch begrenzen oder sabotieren uns sogar, weil sie unbewusst in allen Situationen, die den Glaubenssatz ansprechen, unser Verhalten bestimmen. Diese Glaubenssätze nenne ich daher Verhaltensmotivatoren.

Nachfolgend Beispiele von Glaubenssätzen, die das Golfspiel einiger meiner Klienten sehr beeinträchtigt haben:

  • 1. Ich kann keinen Ball über Wasser schlagen! (Bild 1);

  • 2. Wenn ich das erste Loch miserabel spiele, werden die anderen 17 ebenso furchtbar sein;

  • 3. Wenn ich das erste Loch gut spiele, werde ich die restlichen 17 vermasseln;

  • 4. Wann immer Menschen mich beobachten, spiele ich schlecht – besonders am ersten Tee;

  • 5. Bei Regen oder Wind kann ich nicht gut Golf spielen;

  • 6. Beim Putten bin ich ein Versager (Bild 2);

  • 7. Immer wenn ich mit diesem einen Schläger spiele, spiele ich schlecht.

Natürlich basieren diese Glaubenssätze auf vergangenen Erfahrungen, die Vergangenheit muss aber nicht zur Zukunft werden: Sie können den Auto-Piloten mit dem folgenden Kagami-System jetzt sofort stoppen:

  • SCHRITT 1: IDENTIFIZIEREN SIE EINEN GLAUBENSSATZ Schreiben Sie in wenigen Worten einen Glaubenssatz bezüglich Ihres Golfspiels auf, den Sie gern ändern möchten. Wie wollen Sie sich belohnen, wenn Sie Ihr Ziel erreichen?

  • SCHRITT 2 : TREFFEN SIE EINE ENTSCHEIDUNG Verpflichten Sie sich, alles dafür zu tun, um Ihr Gehirn umzuprogrammieren, damit Sie eine bessere Realität für sich erschaffen. Suchen Sie einen neuen Glaubenssatz, der hilfreicher ist als der alte, und schreiben Sie ihn auf.

  • SCHRITT 3 : ENTWICKELN SIE EINE STRATEGIE Erstellen Sie einen Aktionsplan, der Sie Ihrem Ziel näherbringt. Brauchen Sie mehr Informationen? Wo könnten Sie sich Unterstützung holen? Nehmen Sie sich Druck, indem Sie in einer sicheren Umgebung mit einfachen Zielen üben.

    Nachfolgend Beispiele von Aktionsplänen zu den obigen Glaubenssätzen:

  • Glaubenssatz 1:
    Wählen Sie eine kleine Wasserfläche und üben Sie mit Lakeballs über das Wasser zu spielen, wenn niemand in der Nähe ist. Spielen Sie den Ball vom Tee (Bild 3).
  • Glaubenssatz 2 & 3: Tun Sie nach dem Spielen des ersten Loches beim zweiten Loch so, als ob Sie gerade zu spielen anfangen würden. Schreiben Sie Ihren Score für das erste Loch erst später auf.
    Glaubenssatz 4: Wenn Sie üben, Bälle vom Tee abzuschlagen, bitten Sie Menschen bei Ihnen zu sein, die Sie nicht verurteilen werden.
    Glaubenssatz 6: Nehmen Sie an einem Putting-Workshop teil, in dem sowohl technische als auch mentale Aspekte trainiert werden.

  • SCHRITT 4 : BERUHIGEN SIE IHREN GEIST Jetzt geht es an die Umsetzung. Während Sie handeln, ist es außerordentlich wichtig, dass Ihr Verstand Ihnen nicht dauernd erzählt, wie schlecht Sie sind bei dem, was Sie gerade tun wollen. Die Entstehung neuer Synapsen im Gehirn hat nichts mit dem Verstand zu tun. Beruhigen Sie ihn mit einer Kagami-Übung, wie z. B. das Tee beim Abschlag zu beobachten oder den Griffdruck Ihrer Hand am Schläger zu spüren.

  • SCHRITT 5 : GENIESSEN SIE IHREN ERFOLG Wann immer wir mit etwas Erfolg haben, egal wie klein er sein mag, wird im Gehirn Dopamin ausgeschüttet, das sog. "Glückshormon". Dopamin ist ein Neurotransmitter, der Motivation, Fokus und Antrieb steigert. Unterstützen Sie dessen Ausschüttung, indem Sie sich bei jedem kleinen Erfolg belohnen. Und für das Erreichen Ihres großen Zieles, Ihren Glaubenssatz und damit Ihr Verhalten zu verändern, planen Sie eine ganz besondere Belohnung. 

Unser Gehirn besitzt eine wunderbare Plastizität, die es ermöglicht, dass zu jeder Zeit neue Synapsen entstehen können. Veränderung ist möglich!

Sabana Crowcroft, PGA Professional, Ex-Tourspielerin, Management Trainerin, Gründerin von Kagami


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