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Veränderung ist immer schwierig 05.07.2016

Beweglichkeit: Das „A“ und „O“ bei der Durch­führung eines kraftvollen, dynamischen Schwungs
Maximale Rotation der Schulter…
...wie auch der Hüfte sind zwingend erforderlich
Peter Karz, Fully Qualified PGA Profes­sional mit Stützpunkt im Golfpark München-Aschheim. Seit 1996 Trainer von Alex Cejka
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Eine Schwungveränderung ist immer wieder eine Herausforderung für uns alle – ganz unabhängig von der Spielstärke. 

Ob Tour-Pro oder Amateur, Spieler oder Trainer – alle sind frustriert, wenn die Bewegung nicht so funktioniert, wie man es gerne hätte. Sogar Tourspieler kämpfen immer wieder mit diesem Phänomen.
 
Der Schwung ist fließend

Wo liegt das Problem? Zum einem ist der Schwung kein festes Gebilde. Er verändert sich immer wieder. Und leider bewegt er sich meistens von einem Extrem ins andere. Das heißt: Falls der Ball mal tendenziell nach links geflogen ist, wird sich nach Korrektur und genügend Training leise und schleichend ein Rechtsdrall entwickeln. Wenn dazwischen keine erneute Korrektur erfolgt.

Doch Training ist nur ein Teil des Problems bzw. der Lösung. Meine, zugegeben wenig Mut machende, Beobachtung ist: Meistens steht uns bei Bewegungsänderungen hauptsächlich der eigene Körper im Weg. Denn ganz grundlos kommen die Defizite im Schwung ja nicht. Besonders ausschlaggebend sind bei jedem Spieler sowohl die Beweglichkeit in der Brustwirbelsäule als auch die Beweglichkeit der Hüfte. Beide Körperteile sind sehr wichtig, um einen wiederholbaren und kraftvollen Schwung zu erzeugen.
 
Spannungsfeld zwischen Brust und Hüfte

Sicherlich kennen Sie das Thema nur zu gut: Eine schlechte Beweglichkeit der Brustwirbelsäule verhindert, dass Sie Ihre Schultern im Rückschwung gut drehen können, um dann die Arme in der richtigen Position zu halten. Erkennen lässt sich dies oft schon an einer schlechten Ansprechposition: meistens etwas gerundeter Rücken, die Schultern fallen leicht nach vorne.

Die Unbeweglichkeit in der Hüfte haben wir leider unserem sitzenden Alltag zu verdanken: Der Mensch hat noch nie soviel Zeit im Sitzen verbracht wie heute, Tendenz steigend! Die Folge: Das Sitzen verursacht eine Verkürzung des Hüftbeugers. Der Hüftbeuger ist ein zentraler Muskel, der den Oberschenkel mit dem Becken und der unteren Wirbelsäule verbindet. Seine Funktion ist, für Stabilität im Rumpf zu sorgen. Gleichzeitig ist er der Ausgangspunkt aller Rotations- und Schleuderbewegungen des Rumpfs.

Sie merken schon, die Hüftbeweglichkeit ist eigentlich ein Kapitel für sich, aber ich versuche es auf den Punkt zu bringen: Eine Schwungumstellung hängt also wesentlich auch mit der Beweglichkeit der Hüfte zusammen.

Beweglich in Hüfte und Schultern

Falls es Ihnen trotz ausreichendem Training immer noch schwerfällt, den Körper in der richtigen Abfolge zu bewegen oder mit dem Schläger die richtige Schwungbahn einzuhalten, testen Sie doch mal, wie beweglich Sie in Hüfte und Schultern sind.

Nur mit einer beweglichen Hüfte und einer freien Schulterbewegung kann Ihnen die Veränderung des Schwungs gelingen. Daher würde ich Ihnen empfehlen, diese beiden Körperteile etwas genauer unter die Lupe zu nehmen und mit den sicherlich bekannten, einschlägigen Übungen zu trainieren; entweder zu Hause oder auch im Fitness-Studio.

Danach gehen Sie frei und locker an die Umstellung Ihres Schwungs! Ich wünsche Ihnen viel Erfolg!

Peter Karz, Jahrgang ’68, Fully Qualified PGA Professional mit Stützpunkt im Golfpark München-Aschheim. Seit 1996 Trainer von Alex Cejka. www.peter-karz.de


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