golf time 42020
Coverstory: PHIL MICKELSON DER STRAHLEMANN
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Viel Arbeit für den DGV 23.04.2018

Konzentriert: Achim Battermann (links vorne) und DGV-Präsident Claus M. Kobold (rechts vorne)
Konzentriert: Achim Battermann (links vorne) und DGV-Präsident Claus M. Kobold (rechts vorne)
Impressionen des 99. DGV Verbandstags
Impressionen des 99. DGV Verbandstags
Impressionen des 99. DGV Verbandstags
Impressionen des 99. DGV Verbandstags
Impressionen des 99. DGV Verbandstags
Impressionen des 99. DGV Verbandstags
Impressionen des 99. DGV Verbandstags
Impressionen des 99. DGV Verbandstags
Impressionen des 99. DGV Verbandstags
Impressionen des 99. DGV Verbandstags
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Frankfurt am Main – Der 99. Verbandstag des Deutschen Golf Verbands (DGV) lässt die Emotionen hochkochen. Hauptgrund ist die vom DGV-Präsidium vorgeschlagene Beitragserhöhung. Sie wird von den Mitgliedern abgelehnt.

Seine Enttäuschung kann DGV-Präsident Claus M. Kobold nicht verbergen, als er sich den Journalisten nach Ende des Verbandstags stellt. Man kann es ihm nicht übel nehmen. Denn hinter dem Juristen liegen nervenaufreibende sechs Stunden.

Schon beinah traditionell war auch der 99. Verbandstag des DGV von lebhaften Diskussionen um die einzelnen Tagesordnungspunkte geprägt. Anträgen des Präsidiums entgegneten schon im Vorfeld einige Clubvertreter mit Gegenantrögen, die dann im Plenum Aussprache fanden. Es kostete mitunter Zeit und Nerven, bis sich auch wirklich alle anwesenden rund 300 Club- und Landesverbandsvertreter umfassend informiert sahen.

Lob fürs Serviceportal


Insgesamt darf das Präsidium um Kobold zufrieden sein. Denn die Arbeit des DGV wurde an vielen Stellen der Debatten gelobt. Vor allem das seit rund einem Monat aktive Serviceportal, welches den Clubs einen umfassenden Überblick über die Leistungen des DGV für die Golfclubs bietet, wurde positiv hervorgehoben.

Allerdings gab es auch Kritik: Die finanzielle Lage der DGV-Marketing-Tochter DGS, die für die Vermarktung des Verbands zuständig ist, ist nicht rosig. Die Einnahmen gehen zurück und Achim Battermann, Vize-Präsident und Schatzmeister des DGV, prognostizierte für das kommende Jahr weitere Einbußen. Die Gründe seien, dass der DGV schlicht zu wenige lukrative "Verkaufsprodukte" zu bieten habe, so Battermann. Dies mache die Verhandlungen mit potenziellen Werbepartnern nicht leicht.

Kernthema Beitragserhöhung


Für die Entwicklung neuer Werte, die für Werbetreibende interessante Plattformen bieten, hat der DGV verschiedene Projekte ausgearbeitet. Um diese jedoch umsetzen zu können, benötigt der Verband mehr Geld. Und weil dies derzeit nicht durch florierende Werbepartnerschaften eingenommen werden kann, schlug das Präsidium im Kernantrag des 99. Verbandstags vor, seine Beiträge zu erhöhen.

Jeder Golfclub sollte pro Clubmitglied einen Beitrag in Höhe von 18 Euro pro Jahr bezahlen. Dies hätte einer Erhöhung um 2,50 Euro entsprochen. 13,50 Euro für den Allgemeinetat des DGV, 4 Euro zweckgebunden für den Leistungssport und 50 Cent zweckgebunden für den Bereich Schulgolf. Aktuell ist die Zusammensetzung: 11,50 Allgemeinetat, 4 Euro Leistungssport, 50 Cent Schulgolf.

Antrag abgelehnt


Dabei bleibt es nun auch. Denn die Mitglieder stimmten gegen die geplante Beitragserhöhung – und versetzten dem Präsidium damit einen Dämpfer. 465 (63,18 Prozent) der 731 Stimmen im Saal stimmten mit "Nein", 271 mit "Ja", bei 64 Enthaltungen.

"Die Willensbildung war eindeutig, aber sie war anders, vom Ergebnis her, als die Stimmung im Saal, wie ich es festgestellt habe. Da ist gut organisiert worden. Da sind möglicherweise Vollmachten vorher verteilt worden. Und dann ist man auch nicht mehr in der Lage, dagegen zu argumentieren, weil diese Vollmachten gebunden sind und derjenige so stimmen wird, wie es ihm aufgetragen wurde", sagte DGV-Präsident Kobold im Gespräch mit GOLF TIME nach dem Verbandstag.

Dennoch sehe er die abgelehnte Beitragserhöhung "nicht so sehr als Beinbruch", sondern als Aufgabe für das Präsidium zu analysieren, "wie wir den Mitgliedern vermitteln können, dass wir bei der Art und Weise der Finanzierung des Deutschen Golf Verbandes wie sie traditionell bisher war, nicht bleiben können".

DGV-Präsident Claus M. Kobold im Interview nach dem 99. Verbandstag:


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