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Was wir von Tiger lernen können 30.04.2019

Was wir von Tiger lernen können
Was wir von Tiger lernen können
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Zwei Dinge, um erfolgreich zu sein, die wir uns von Tiger Woods abschauen können.


Freddy und Patrick Braun von www.belowpar.de


Tiger Woods hat beim Masters 2019 eines der größten Comebacks der Sportgeschichte hingelegt und die Golfwelt begeistert. Auch wenn Tiger mit seinem 15. Major Titel endgültig bewiesen hat, dass er in einer ganz anderen Liga spielt, so gibt es doch Einiges, das wir von Tiger und seinem Comeback lernen können. Zwei Dinge davon möchten wir mit Ihnen in diesem Beitrag und im folgenden Video teilen. 



1. Geduld zahlt sich aus

Tigers Masters Sieg ist eine schöne Erinnerung an etwas, das uns allen klar sein sollte, jedoch ab und zu in Vergessenheit gerät: Jeder Erfolg setzt eine enorme Portion Arbeit und Geduld voraus. Die Bereitschaft, des langfristigen Erfolges wegen, auf kurzfristige Erfolge zu verzichten, geht laut Walter Mischel, ehemaliger Psychologe an der renommierten Stanford University, mit mehr Zufriedenheit und besseren Leistungen einher. 

Unabhängig davon, ob wir in Augusta aufteen oder nicht: Je eher wir am Anfang bereit sind, Zeit und Ressourcen in etwas zu investieren und unser Fundament aufzubauen, desto eher profitieren wir schlussendlich von unserem Einsatz. 

2. Klarheit und die Fähigkeit, andere auszublenden

Die meisten von Ihnen erinnern sich noch an Tigers Mugshot und die Reaktionen in den Medien. Die Wenigsten glaubten an ein Comeback des Tigers, fast jeder hatte eine Meinung zu dessen körperlicher Verfassung und selbst die Kollegen auf der Tour äußerten ihre Bedenken öffentlich. 

Damit umzugehen ist eine riesige Leistung, denn wir Menschen sind sozial veranlagt. Wir brauchen die Gemeinschaft, wir brauchen andere Menschen. Die Meinung und Kritik anderer kann uns ohne ein Umfeld aus Unterstützern schnell aus der Bahn werfen. Auch wenn wir alle nicht so bekannt sind, wie Tiger, und es dementsprechend weniger Menschen gibt, die eine Meinung zu uns und unserem Spiel haben: 

Es macht Sinn, das eigene Umfeld clever zu wählen und enorm darauf zu achten, welche Ideen wir an uns heranlassen und welche nicht. Fast alles, was wir je gelernt haben, haben wir von anderen Menschen gelernt. Fast alles, was wir zukünftig lernen werden, kommt von anderen Menschen. Genau deshalb ist es wichtig, herauszufiltern, was wir lernen und wem wir dabei zuhören. 

Wir sind uns sicher, dass die wenigsten von Ihnen täglich zu McDonalds fahren und kaum einer greift regelmäßig zur Fertigpizza. So wie wir darauf achten, was wir in den eigenen Magen lassen, sollten wir darauf achten, was wir in den Kopf lassen. Auf den Golfplatz übertragen, bedeutet das: 

Wir sollten einen Trainer wählen, der Fehlerketten versteht, der die positiven Dinge an unserem Spiel hervorhebt, uns erklärt, wie verschiedene Aspekte zusammenhängen und wie sich eine Änderung oder Umstellung auf unseren Score auswirkt.

Zudem sollten wir darauf achten, mit wem wir spielen. Spielen wir mit Spielern, die ständig jammern, dem Platz, dem Wetter oder den Greenkeepern die Schuld geben und an jedem zweiten Loch suchen müssen? Oder spielen wir mit Spielern, die Spaß haben, gerne lernen, Ziele haben und den Weg zu diesen Zielen annehmen? Das ist wichtig, denn die Einstellung anderer färbt ab. 

Wir sind uns sicher, Tiger hat sich in all dem externen Chaos mit positiven Menschen umgeben, die ihn unterstützt haben. Das ist etwas, das wir im kleinen Stil übernehmen sollten, sodass wir — wenn es drauf ankommt — Lösungen sehen, wo andere nur Probleme erkennen. 


Freddy und Patrick Braun sind Brüder, Plus- und Singlehandicapper (+1,4 & 3,6), Bundesliga-Spieler und die Köpfe hinter der Golftrainings-Website BelowPar.de. Freddy spielte vier Jahre lang College Golf in den USA, wo er mit der Wilmington University bei den nationalen Meisterschaften 2016 unter die Top 8 Teams des Landes kam. Während seiner Zeit in den USA lernte er unter anderem von PGA-Tour-Trainern und gewann mehrere Turniere mit dem Team.


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