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Coverstory: 42. Ryder Cup UNSCHLAGBAR
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Wenn der Lack ab ist... 06.10.2014

Ryder Cup-Team USA: Der Lack ist ab...
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GOLF TIME USA-Korrespondent Dominik Krautschun versorgt Sie wöchentlich mit News und Geschichten rund um das Thema Golf – direkt aus den Vereinigten Staaten. Diese Woche: Die US-Golffans haben harte Zeiten vor sich... Es gibt ein Sprichwort, das diese Tage in den USA oft zitiert wurde: "If you win say little, if you lose say nothing!" Frei übersetzt: Am besten einfach mal die Klappe halten... Während ich mir diese Woche überlegt hatte, welches Thema für meine Kolumne denn passend sei, bekam ich das Thema von den Pros meiner Lieblingsplätze, meinen Golf-Buddies und erst recht von den Jungs vom Cartbarn regelrecht aufgedrängt: "Schreib, dass Mickelson ein Idiot ist und Tom Watson diese Behandlung nicht verdient hat! Schreib, dass Mickelson mit seinen Aussagen bei der Pressekonferenz die Büchse der Pandora geöffnet und er mit seinem Verhalten bewiesen hat, dass man ihn auch nicht in ferner Zukunft jemals für das Amt des Ryder Cup-Captain in Betracht ziehen dürfe." Und während mir die Jungs diese Zeilen diktierten, waren sie sichtlich aufgebracht. In den USA ist man derzeit wirklich der Meinung, dass Mickelson – der bekanntermaßen mit seinem eigenen Privatjet nach Schottland gedüst ist – die faule Kartoffel in dem Team war, das eigentlich gar kein Team war (schlecht gespielt haben sie außerdem noch). Und daher muss man sich für den nächsten Ryder Cup, der 2016 in Minnesota ausgetragen wird, eine Menge vornehmen. Der Präsident der PGA of America, Ted Bishop, hat dann auch schon während des Rückflugs von Schottland in die Vereinigten Staaten mit einigen Delegierten der US-Mission (übrigens auch in einem Privatjet) lebhafte Diskussionen geführt, was man in Zukunft anders machen muss. Einige Entscheidungen standen dann auch schon fest, als der Learjet wieder auf US-Boden gelandet war. Der Captain soll in Zukunft von einem Gremium ausgewählt werden, in dem auch Spieler, die im Team vertreten sein werden, eine Stimme haben sollen. Wie das gehen soll, ist eine andere Frage... Die Captain's Picks sollen erst nach dem Finale der TOUR Championship bestimmt werden. Ein Captain muss auch selbst kein Major-Champion gewesen sein, sondern soll vor allem durch seine Führungsqualitäten beeindrucken. Soweit so gut. Wie der US-Captain es dann allerdings schaffen soll, aus einer Gruppe von Extrem-Individualisten, ein Team zu formen – für diese Aufgabe hat man noch kein Konzept gefunden. Und eilig scheint es das US-Team auch nicht zu haben, einen Plan auf den Tisch zu legen. Ted Bishop: "Wir müssen uns jetzt erst einmal sammeln und dann einen Captain finden, der auch das nötige Charisma besitzt und einen Gameplan hat. Bis der Ryder Cup 2016 ansteht, dauert es zum Glück noch eine Weile und die Teams stehen ja noch nicht fest." Als im Januar 2013 Paul McGinley offiziell als Ryer Cup-Captain für das Team Europe vorgestellt wurde, war Rory McIlroy einer der ersten, der die Entscheidung kommentierte. Der Superstar erklärte damals: "Ich bin so glücklich, dass wir Paul als Captain haben werden. Er gibt jedem Spieler ein gutes Gefühl. Er ist vermutlich der beste Captain unter dem ich jemals spielen werde." Nach seiner Ernennung verbrachte McGinley dann auch die restlichen eineinhalb Jahre damit, seine Spieler besser kennenzulernen und jettete um die Welt, um mit jedem seiner Schützlinge Zeit verbringen zu können. Als Tom Watson zum Ryder Cup-Captain gekürt wurde, flogen nach der Verkündigung die Delegierten des US-Golfverbandes mit einem Privatjet auf Watsons beeindruckende Ranch in Stilwell, Kansas, um dort mit ihrem Captain zu feiern. Glückwunsch-Mails von Spielern hat Watson damals übrigens nicht bekommen; auch war kein Spieler zum Ranch-BBQ in Kansas eingeladen worden. Vielleicht ist also nicht nur Mickelson alleine Schuld an der Misere, oder? Schreiben Sie mir: [email protected] Ausgewählte Beiträge werden hier veröffentlicht. Dominik Krautschun, Jahrgang ‘70, lebt in Naples, Florida, der "Golf Capital of the World". Der Schreibtisch des Hcp -4,3-Golfers steht auf der Driving Range des Miromar Lakes Beach & Golf Club. © GOLF TIME Verlag GmbH Artikel zu diesem Thema:


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