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Wer ist Favorit in Erin Hills? 14.06.2017

Rory McIlroy
Rory McIlroy war nicht erfreut, dass das Rough gekürzt wurde
Jason Day
Jason Day ist wieder gesund und munter
Dustin Johnson
Dustin Johnson wurde zum zweiten Mal Papa
Jon Rahm
Jon Rahm hat seine eigene taktik gegen das hohe Rough
Martin Kaymer
Martin Kaymer ist ein Mann für besondere Momente
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117. U.S. Open

Spieltage: 15. - 18. Juni 2017
Titelverteidiger: Dustin Johnson
Deutsche Teilnehmer: Martin Kaymer, Stephan Jäger

Erstmals findet in Erin Hills, Wisconsin die U.S. Open statt. Die 2006 eröffnete Anlage ist der jüngste Platz, auf dem je ein Major gespielt wurde. Doch schon bei Beginn der ersten Bauphase 2004 hatte USGA-Executive Director Mike Davies Erin Hills als möglichen Austragungsort einer U.S. Open im Blick gehabt. Als er damals das Gelände in Augenschein nehmen konnte, brachte er einiges an Input ins Design und das Redesign der 18 Bahnen ein. Für die Spieler ist Erin Hills eine große Unbekannte. Wer wird auf "Davis Baby", das er als den ultimativen Test aller Spielelemente präsentieren möchte, am besten abschneiden?

Erin, Wisconsin – Wenn Sie uns fragen, wer diese U.S. Open gewinnen wird, dann können wir nur genauso wie jeder andere seriöse Golfjournalist mit den Achseln zucken. Erin Hills ist ein so ungewöhnlicher Golfplatz, dass es viele Spieler geben wird, deren Spiel zum längsten U.S. Open-Kurs aller Zeiten passen wird und ebensoviele, die schnell an ihre Grenzen stoßen werden. Es wird eine U.S. Open werden, bei der es primär darum gehen wird, den Score zusammen zu halten. Denn Fehler werden drakonisch bestraft! Zwar wurde das Rough rund um die Fairways etwas zurückgenommen, jedoch nur aufgrund der Regenfälle. Diese haben dafür gesorgt, dass die dichten Halme stellenweise einen dichten Teppich bildeten, was keine spielbare Lage zugelassen hätte.

Doch was heißt hier "spielbar". In Erin Hills wird angeblich der Spieler belohnt, der monströs lange und gerade Abschläge auf die enorm breiten Fairways zaubert. Oder derjenige, der so kreuz und quer schießt, dass er den ersten extrem dichten Roughstreifen hinter sich lässt. Denn dort wo die Zuschauer laufen werden, soll das Gras nicht mehr ganz so unerbittlich sein. Heißt es jedenfalls. Doch sagen Sie das mal dem Golfball, der knapp das Fairway verfehlt.

Viel brutaler als normal ist auch die Strafe, die einem Spieler blüht, sollte er einen der unzähligen Bunker treffen. Manche sind so schmal wie Sandrinnsale, die sich entlang der Grüns gebildet haben. Hier gezielt heraus zu spielen, das konnte man im Verlauf der Einspielrunden beobachten, ist teilweise grenzwertig bis annähernd unmöglich.

Wer könnte also Favorit sein in Erin Hills? Wie wäre es mit einem der üblichen Verdächtigen:

Rory McIlroy: Er kann lange Bälle hauen, es gibt kaum ebene Lagen in Erin Hills und feucht wird es zudem werden. Das klingt wie gemalt für den Nordiren, denn solche Plätze kennt er aus seiner Heimat. Doch hält der Rücken?

Jason Day: Der Australier ist ebenfalls wieder genesen und auch seine Mutter, die an Krebs erkrankt ist, befindet sich auf dem Weg der Besserung. Das könnte der vormaligen Nummer Eins der Welt einen gehörigen Boost geben. Außerdem kann er bei sechs U.S. Open-Starts fünf Top 10-Ergebnisse vorweisen.

Dustin Johnson: Gerade wurde die Nummer Eins zum zweiten Male Vater, zudem hält sich der Titelverteidiger von steilen Treppen fern.

Jordan Spieth: Der Champion von 2015 ist ein Fehlervermeider, was in Erin Hills essentiell ist.

John Rahm: Der Shooting Star aus Spanien ist auf dem Titel der aktuellen GOLF TIME zu finden. Das hat schon oft Glück gebracht. Außerdem ist er genau die Art Allrounder, die Mike Davies bei seinem Set-up im Sinn hatte. 

Martin Kaymer: Das wäre nett. Als Champion von 2014 weiß er, wie man dieses Major gewinnt. Außerdem ist er ein Mann für die besonderen Momente. Immerhin gewann er erst drei Turniere auf der PGA Tour, aber was für welche: die PGA Championship 2010, die Players Championship & die U.S. Open 2014.  


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