62018
Coverstory: 42. Ryder Cup DER FIGHT
Newsletter-Abo

Bleiben Sie am Ball: Abonnieren Sie unseren, zweimal pro Woche erscheinenden, Newsletter.

Wie beim Bowling-Abend 16.02.2018

Top Golf
Bier, Burger und Gaming auf einer Driving Range von Top Golf (Bild: Top Golf)
0
Die Hamburger Golf Lounge macht auf Top Golf und setzt auf den Entertainment-Faktor. Und das ist sehr gut so.

Von Thomas Fischbacher

Ein Besuch auf einer Driving Range von Top Golf hat etwas von einem Bowling-Abend. Bier trinken, Burger essen, laute Musik. Die Bowlingkugeln werden durch Golfbälle ersetzt. Die Pins durch Zielscheiben in unterschiedlicher Distanz. Das Ziel ist gleich: In diversen Formaten werden Punkte gesammelt. Der Präziseste gewinnt. Nach dem Schlag geht es zurück zum Drink auf die Couch. Die Balldaten werden technisch aufgezeichnet und für alle sichtbar, was ein paar flockige Sprüche zur Folge hat. Alles ganz locker; ohne Kragen und Etikette.

Noch hat der Top-Golf-Boom Deutschland nicht erreicht. Das in Großbritannien gegründete Unternehmen expandiert. Allerdings nicht in Europa. Der Kernmarkt – klar – die USA. Alleine in Texas gibt es ein Dutzend Adressen. Daneben entstehen Filialen in Australien, Kanada, Dubai und dem Ursprungsland Großbritannien.

Top Golf light in Hamburg

Dennoch kann man Top Golf light auch in Deutschland erleben – und das an der frischen Luft. Die stadtnahe Golf Lounge in Hamburg macht einen Schritt in die digitale Zukunft. Auch dort werden die Daten, die die Besucher mit ihren Bällen produzieren dank Radartechnologie nun transparent. 

Per App können Spielformen das einsame Bälleschlagen zum Gruppenerlebnis machen. Gaming statt Training. Auch in Hamburg wird es zukünftig Gruppen-Boxen geben, die dem Besuch auf der Driving Range einen Hauch Bowling-Atmosphäre verleihen.

Wichtiger Schritt

Die Nachahmung dieses Konzepts ist ein wichtiger Schritt für Golfdeutschland. In Zeiten, in denen der schrullige Golfsport immer weniger junge Menschen erreicht, ist eine Institution wie diese das bestmögliche Sprungbrett.

Golf hat Probleme damit, die Faszination und das enorme Suchtpotential, das es in sich trägt, zu kommunizieren. Vor allem bei jungen Menschen.

Fest steht: Golf wird immer Golf bleiben. Das entstandene Spin-Off öffnet jedoch Türen. Der digitale Weg und der frische Anstrich sind der richtige Weg, um den Neulingen zu zeigen, wie viel Spaß es machen kann, einen im Sweetspot getroffenen Ball fliegen zu sehen. Immer mit der Hoffnung verbunden, dass daraus Lust auf mehr entsteht.


Artikel zu diesem Thema:
Kommentare 0 Bitte registrieren (erstmalig) Sie sich bzw. loggen Sie sich ein, um einen Kommentar zu schreiben
AUCH VON INTERESSE