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Coverstory: Masters Tournament WUNDER WOODS
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Drama, Baby? Aber sicher! 25.09.2016

Dustin Johnson und Kevin Chappell werden am Sonntag in der Finalrunde um den Sieg bei der Tour Championship und dem FedExCup spielen
Rory McIlroy kann den FedExCup nach einer überzeugenden 66 noch aus eigener Kraft gewinnen
Auch Ryan Moore sollte auf Davis Love Ryder Cup-Merkzettel ganz oben stehen
Bubba Watson kann sich wieder berechtigte Hoffnungen auf eine Ryder Cup-Wild Card machen
Mit einer 66 ganz vorne, jedoch im Rennen um Tour Championship, FedExCup und Ryder Cup_Wild Card eher chancenlos ist Jason Dufner
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Atlanta, Georgia – "Niemand rechnet mit mir. So etwas gab es noch nie. Und niemand, wirklich niemand glaubt an mich...", kommentierte Kevin Chappell die aktuelle Situation auf dem Leaderboard der Tour Championship. "Ich werde am Sonntag da raus gehen und alles geben, was ich habe. Dustin wird großartiges Golf spielen. Er hat diese Situation in diesem Jahr schon einige Male erlebt. Am Ende werden es ein oder zwei Schläge sein, die über Sieg oder Niederlage entscheiden.

Wenn es einfach nur um den Sieg bei der Tour Championship geht, hat der gemeinsam mit Dustin Johnson in Führung liegende Kevin Chappell recht. Es wird wohl ein enges Rennen um die 1,48 Mio. Dollar Preisgeld für den Sieger des Turniers geben. Doch hinsichtlich des Jackpots in Form des FedExCups sollte Chappell besser auf ein kleines Golfwunder hoffen. Angesichts der aktuellen Gemengelage müsste Dustin Johnson bis auf Rang 9 abstürzen, damit dem in dieser Saison noch sieglosen, jedoch oftmals gut platzierten Chappell der ultimativen Bonusscheck im Profigolf gutgeschrieben werden wird.

Dustin Johnson wird sich wohl fragen, was es mit ihm und dem Loch 17 (statistisch gesehen keines der schweren Löcher des Platzes) auf sich hat. Wie schon in der zweiten Runde musste er auf der vorletzten Bahn Federn lassen, diesmal sogar in Form eines Double Bogeys. Insgesamt fünf Schläge verlor der Führende der Jahreswertung im Laufe seiner dritten Turnierrunde, zwei mehr als auf den vorangegangenen 36 Spielbahnen zusammengenommen. Nichtsdestotrotz ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Dustin Johnson am morgigen Sonntag sowohl die Tour Championship als auch den FedExCup gewinnen wird. 

Die Trophäe als "Spieler des Jahres" wäre ein weiterer Bonus, ebenso die insgesamt 11,53 Millionen Preisgeld, die Johnson in harter U.S.-Währung mitnehmen könnte. Doch, wie gesagt, auf Loch 17 kann eine Menge passieren ...

Theoretische bzw. potenzielle Sieger ...

Doch wer könnte DJ noch effektiv dazwischenfunken? Zu allererst einmal er selbst. Johnson war in der Vergangenheit dafür bekannt, potentiell große Siege am Finaltag durch dumme Fehler abzuschenken. Doch in dies dieser Saison bewies er bspw. mit dem Sieg bei der U.S. Open, dass er ein Siegertyp durch und durch geworden ist.

Der aussichtsreichste Kandidat auf den FedExCup ist neben Johnson sicherlich Rory McIlroy. Der Nordire spielte mit 66 Schlägen (ebenso wie sechs weitere Spieler) die Runde des Tages. Doch anders als das "66er-Sextett" (bestehend aus Ryan Moore, Jason Dufner, Charl Schwartzel, Emiliano Grillo, Bubba Watson und William McGirt), blieb McIlroy fehlerfrei und rangiert mit nur zwei Zählern Rückstand auf Johnson und Chappell auf dem geteilten dritten Platz. Sollte das Spitzenduo schlaggleich auf Rang 2 landen, wäre McIlroy im Falle eines Sieges der lachende Dritte, respektive Erste und Gewinner beider Wettbewerbe.

Bewerbung des Tages: Bubba Watson, einer der heißesten Bewerber für den finalen Wild Card-Spot im Ryder Cup, der nächste Woche ausgetragen wird, meldete sich mit einer eindrucksvollen 66 zurück und schloss zu seinen Mitbewerbern auf. Wem Kapitän Davis Love seine Gunst schenken wird, erfahren wir wohl erst in der Nacht vom Sonntag zum Montag. Hoffnungen können sich neben Bubba (T14.) auch Ryan Moore (T3.), Justin Thomas (T9.), Daniel Berger (T14.) und logischerweise Kevin Chappell (T1.) machen.


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